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23 Manga-Magazine von Shogakukan starten Kampagne gegen illegale Manga-Webseiten

Die japanischen Verlage, wie zum Beispiel Shogakukan, wehren sich seit einiger Zeit massiv gegen illegale Piraterie-Webseiten. Durch große Klagen planen sie, diesen Seiten den Garaus zu machen. Im Laufe der Zeit beteiligten sich bekannten Autoren wie Tetsuya Chiba (Ashita no Joes) und Hentai-Mangaka Gujira an diesen Aktionen.

Am vierten Juni startete der Verlag Shogakukan eine neue Initiative gegen Piraterie-Webseiten im Netz. Die Kampagne „NO! Piracy & Illegal Website“ zielt darauf ab, illegale Seiten aus dem Netz zu entfernen. Die Verlage setzen in Zukunft vermehrt darauf, Inhalte und digitale Medien auf ihren eigenen Plattformen zur Verfügung zu stellen. Durch das Verteilen der „NO“-Message auf allen Onlinekanälen, animieren die Verlage ihre Leser dazu, illegale Seiten mit Raubkopien zu meiden.

Die Kampagne stellte im Vorfeld fest, dass die Nutzung illegaler Webseiten mit Raubkopien seit letztem Herbst rapide zunahm. Gleichzeitig vergrößerte sich der Markt mit digitalen Titeln stark, was den Niedergang der Print-Manga weiter fördert. Die Initiative gibt an, dass eine „große Piraterieseite“ jährlich schätzungsweise 400 Milliarden Yen (circa 3,1 Milliarden Euro) Schaden verursacht.

Shogakukan erklärte, dass die Anwälte des Verlages in den letzten zehn Jahren immer wieder Piraterie-Webseiten verklagten, illegal hochgeladene Werke zu entfernen. Dafür arbeiteten die Verantwortlichen sowohl mit lokalen Polizeibehörden als auch ausländischen Kanzleien zusammen, um die Administratoren hinter den illegalen Seiten zur Verantwortung zu ziehen. Der Herausgeber stellte fest, dass diese Seiten weiterhin im Netz bleiben.

Illegale Seiten, die Raubkopien anbieten, finanzieren sich über Werbung, die von der Nutzerzahl abhängt. Shogakukan plant, die Nutzer zurück auf legale Webseiten zu holen, um den Piraterie-Seiten die finanziellen Mittel abzugraben.

No zu illegalen Manga-Seiten
Bild: Shogakukan

Gestartet ist die „NO! Piracy & Illegal Website“-Kampagne in der 27. Ausgabe des Magazins Big Comic Spirits, die am vierten Juni in Japan erschien. Entsprechende Ankündigungen zur Initiative erscheinen in 23 Publikationen von Shogakukan.

In Japan wird die Luft für illegale Webseiten immer dünner. Die japanische Regierung forderte die Internetprovider dazu auf, Piraterie-Seiten zu blockieren. Die Nippon Telegraph and Telephone Corporation (NTT) schlägt sich gerade mit einer Klage herum, die dem Unternehmen vorwirft gegen das Fernmeldegeheimnis verstoßen zu haben. NTT wusste angeblich, dass Drittseiten auf private Inhalte ihrer Nutzer zugriffen, ohne dies zu melden.

Mangaka Takashi Yoshida kritisierte die Bemühungen der Verlage in der Vergangenheit, weil die Verantwortlichen das Problem nicht an der Wurzel angehen. Seine klare Forderung: Die Verlage müssen aktiv auf die Leser zugehen, um illegalen Seiten die Attraktivität zu nehmen.

Quelle Anime! Anime! Biz

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