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Akira-Mauer in Tokyo wird abgebaut

Gerade erst fertiggestellt und schon wieder Geschichte

Ein weitläufiges Mauerbild zum Anime-Klassiker Akira lockte zahllose Anime-Fans nach Shibuya, einen Stadtteil von Tokyo. Viele bekannte Namen ließen sich bildlich an der Mauer verewigen. Damit ist bald Schluss, denn die Mauer wird abgebaut.

Das 2,1 bis 2,9 Meter hohe und 51,6 Meter breite Wandbild entstand auf einer temporären Wand, die eine Baustelle am Gebäudekomplex Shibuya Parco verdeckt. Sobald die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, verschwindet auch die Mauer wieder.

Das Kunstwerk zeigt Figuren und Szenen aus dem international bekannten Manga Akira von Katsuhiro Otomo, der in einer futuristischen Stadt namens „Neo Tokyo“ spielt. Das Bilderprojekt sorgte schnell für großes Aufsehen im geschäftigen Shibuya, in dem gerade viele neue Stadtbauprogramme laufen,

Akira-Fans auf der ganzen Welt reisten nach Tokyo, um die Mauer zu sehen und dort Fotos zu machen. Sogar der bekannte US-Star Kanye West ließ sich dort ablichten und veröffentlichte das Bild auf seinen Social-Media-Accounts, was für weitere neugierige Besucher sorgte.

Das Schicksal der Mauer bleibt ungewiss

Die Wiedereröffnung des Parco soll im November 2019 erfolgen. Nächste Woche beginnen die Bauarbeiter damit, das beliebte Wahrzeichen zurückzubauen. Viele Akira-Fans wandten sich an Parco mit der Bitte, die Mauer doch irgendwo anders wiederaufzubauen, damit sie erhalten bleibt. Der Sprecher von Parco, Daisuke Kobayashi, erklärte zwar, wie gerührt man von dem Feedback der Fans ist, allerdings müsse das Kunstwerk weichen, um den Komplex wieder richtig eröffnen zu können.

Kobayahi, der selbst ein großer Akira-Fan ist, hatte damals die Idee für das Anime-Kunstwerk. Als Parco vor drei Jahren mit den Bauarbeiten begann, wollte man die Bauzäune mit einem „temporären“ Kunstwerk verschönern, das die Atmosphäre Shibuyas einfängt und ins Stadtbild passt. Schnell kam Kobayashis Lieblings-Manga als Motiv ins Gespräch.

Die Geschichte von Akira spielt im Jahr 2019. Gleichzeitig fällt auf, dass auch im Manga 2020 die olympischen Spiele in Tokyo stattfinden. Diese vielfältigen Übereinstimmungen führten dazu, dass die Idee, Akira nach Shibuya zu holen, in die Realität umgesetzt wurde.

Kobayashi machte sich jedoch erheblich Sorgen, ob das Projekt von Zeichner Katsuhiro Otomo abgesegnet wird. Deswegen wandte er sich an den Künstler Kosuke Kawamura, den beide kannten und der früher bereits mit dem bekannten Mangaka zusammengearbeitet hatte. Er sollte Otomo die Idee vorstellen. Dieser gab dem Projekt grünes Licht, weil er es interessant fand. Der Mangaka selbst erarbeitete das Thema für die Mauer, während Kawamura die passenden Bilder auswählte.

Im Oktober 2017 wurde die Akira-Mauer dann mitten in Shibuya aufgebaut. Mittlerweile erhielt sie bereits die dritte Aktualisierung. 2018 gewann die Wand den Good Design Award. Vor allem das Design und der perfekte Zeitpunkt für die Veröffentlichung wurden gelobt. Nach dem Abbau lagert Parco das Kunstwerk erst einmal ein. Ob es an einer anderen Stelle wiederaufgebaut wird, ist bisher noch nicht entschieden.

Quelle: Parco

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