Black Torch – wer entscheidet, was gut oder böse ist?

Im kommenden Jahr holt KAZÈ den Action-Manga Black Torch von Takaki Tsuyoshi nach Deutschland. Wir warfen einen Blick in den japanischen Startband.

Im Mittelpunkt von Black Torch steht Jiro Azuma, dessen Familie Shinobi-Wurzeln besitzt, weshalb sein Großvater ihm sein ganzes Leben lang Ninja-Techniken beigebracht hat. Jiro besitzt zudem die Gabe, mit Tieren zu sprechen. Eines Tages rettet er eine seltsame schwarze Katze namens Ragou und erfährt, dass diese ein Mononoke ist — ein Monster beziehungsweise Dämon. Der Junge bringt in Erfahrung, dass die Welt voller Mononoke ist, die sowohl eine Menschen- als auch Tiergestalt annehmen können. Der noch geschwächte Ragou wird schließlich von einem Mononoke angegriffen, der es auf dessen Macht abgesehen hat. Jiro hilft ihm mutig aus der Patsche. Der Shinobi-Junge ist ihm jedoch unterlegen und wird lebensbedrohlich verletzt. Ragou revanchiert sich für seinen Einsatz und verschmilzt mit Jiro. Diese Aktion bringt eine geheime staatliche Shinobi-Organisation auf den Plan…

Für den Helden sind »alle gleich«

Black Torch ist Tsuyoshis erste Serie. Der Mangaka veröffentlichte neben dieser lediglich einen Oneshot namens Freaks im Jahr 2016 in Japan.

Im Fokus der Geschichte steht ein Protagonist, der Geschöpfe nicht nach ihrer »Art« beziehungsweise ihrer Abstammung beurteilt, sondern nach ihrem Wesen. Obwohl Ragou als Mononoke eher zu den »Bösen« zählt, beschließt Jiro – ohne groß nachzudenken – ihn vor einem feindlichen Artgenossen zu beschützen. Dadurch gerät er nicht nur ins Visier von einer staatlichen Shinobi-Organisation, die Mononoke bekämpft und observiert, sondern bekommt es auch mit weiteren feindlichen Dämonen zu tun.

Neben Jiro stehen auch Ryousuke und Ichika als wichtige Nebenfiguren im Fokus. Beide gehören der Shinobi-Organisation an. Des Weiteren bekommt auch Jiros Großvater reichlich Aufmerksamkeit, der sich als einstiges Mitglied der Organisation entpuppt und zunächst nicht ganz so erfreut darüber ist, dass sein Enkel sich mit einem Mononoke zusammengetan hat. Gespickt ist diese Konfrontation zwischen Großvater und Engel mit Flashback-Szenen in Jiros Vergangenheit, wodurch der Held schon im Startband ein wenig an Tiefe gewinnt.

Insgesamt betrachtet erhält der Leser mit dem Protagonisten der Geschichte einen eher stereotypischen Helden. Er beginnt seine »Karriere« nicht bei null, sondern beherrscht bereits ein paar Ninja-Techniken, und ist vom Wesen her sowohl frech als auch etwas grün hinter den Ohren.

Kampfszenen und Emotionen im Blickpunkt

Zu einem Action-Manga gehören ordentliche Kampfszenen und diese setzt Takaki Tsuyoshi in seinen Zeichnungen dynamisch wirkend um. Neben den Battle-Elementen ist es allerdings auch die Interaktion der Charaktere, die im Mittelpunkt steht. Ob Dramatik, Comedy oder Coolness – die Figuren geben diese Emotionen anhand der Mimik und Gestik an den Leser weiter. Weniger ausgearbeitet sind die Kulissen, was aber das Gesamtbild nicht trübt.

Letztendlich sicherte sich KAZÉ mit Takaki Tsuyoshis Black Torch einen Manga, der nach Shonen-Manier beginnt, jedoch mit interessanten Charakteren aufwartet. Des Weiteren birgt die Handlung reichlich Luftl nach oben. Action-Liebhaber sollten gespannt auf das deutsche Release warten.

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