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HomePopkulturManga"Deadpool: Samurai"-Manga und japanische Webtoons werden international ein Hit

Östliche und Westliche Superhelden im Kampf gegen das Böse

„Deadpool: Samurai“-Manga und japanische Webtoons werden international ein Hit

Manga, die japanische Version des Comics, hat sich als eigene Kunstform international etabliert und gewinnt immer mehr Fans. Die ultimative Form ist jetzt eine Kooperation amerikanischer und japanischer Superhelden in einem Werk.

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In „Deadpool: Samurai“ bekommt der bekannte Marvel-Superheld im Kampf gegen das Böse Unterstützung von All Might, dem muskulösen Helden aus „My Hero Academia“, einem japanischen Manga-Hit, der sich weltweit bereits mehr als 65 Millionen Mal verkauft hat. „Deadpool: Samurai“ startete letztes Jahr in Japan. Die gemeinsame Geschichte war 2021 der meistverkaufte Marvel-Comic, der allein online mehr als eine Million Mal gelesen wurde. Er ist auch die erste Partnerschaft zwischen Marvel und dem beliebten japanischen Magazin Shonen Jump.

Östliche und Westliche Superhelden vereint

Der Zeichner Sanshiro Kasama setzt die Geschichte von „Deadpool: Samurai“ in Szene. Er wollte mit seiner Umsetzung vor allem den Superhelden in Japan bekannter machen, weil er schon lange selbst Fan war. Der Zeichner war sofort von der Vorstellung begeistert, Deadpool in einen Manga zu integrieren. Eine große Herausforderung sei es gewesen, dass Marvel seine Figuren stark schützt und der Künstler deswegen bei den Taten seines Helden immer wieder Kompromisse machen musste.

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Die Geschichte ist gleichzeitig eine Kooperation mehrerer japanischer Zeichner, so stammen die Darstellungen All Mights vom ursprünglichen Mangaka Kohei Horikoshi. In den USA haben sich Manga schnell zu einer beständigen Größe im Bereich der Belletristik für Erwachsene entwickelt. Die Verkäufe von „Graphic Novel“, zu denen auch Manga in den USA zählen, stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 160 Prozent.

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Gemäß den Untersuchungen eines Forschungs- und Beratungsunternehmens war Japan mit 45 Prozent im Jahr 2020 noch der größte Manga-Markt der Welt, international holen die anderen Länder aber schnell auf. Der weltweite Markt in diesem Bereich wurde 2020 noch auf 23,5 Milliarden Dollar geschätzt, 2028 soll er schon auf 48 Milliarden Dollar gewachsen sein. Einige Werke erregen international bereits mehr Aufmerksamkeit als in Japan.

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Manga sind lange keine Nischenwerke mehr

Auffällig sei, dass die Grenzen zwischen japanischen Manga und Werken von anderen Künstlern immer mehr verschwimmen, weswegen Manga zunehmend globaler werden. Anime sind bei Streaming-Anbietern wie Netflix ebenfalls sehr gefragt. Vor allem die Serien zu „Demon Slayer“ oder „Attack on Titan“, beiden Werke, die auf einer grafischen Vorlage aus Japan basieren, sind überall auf der Welt Zuschauer-Lieblinge.

Manga liefern aber auch die Vorlage für international erfolgreiche Netflix-Real-Serien wie „Fishbowl Wives„, in der es um eheliche Untreue in der Tokyoter Mittelklasse geht. Solche Serien sind nicht nur in Japan, sondern auch weltweit sehr beliebt. Online-Versionen können über Kindle, Apple Books und Google Play auch als eine Art Webtoon gelesen werden. Die Darstellungen werden auf mobile Geräte angepasst, sodass jeder seine Lieblingsreihe immer mit dabeihat.

Manga funktionieren grafisch nach bestimmten Regeln, die die japanischen Leser bevorzugen, allerdings gibt es ebenfalls hier erste Trends, sich anderen Darstellungsweisen, wie dem Webtoon zu öffnen. Die Online-Plattformen bieten Künstlern eine optimale Umwelt, sich grafisch auszuleben. Durch den internationalen Trend haben auch japanischen Online-Werke eine reale Chance weltweit ein Hit zu werden.

Manga mit Deadpool international ein Hit
DEADPOOL: SAMURAI – Manga Bild: 2022 MARVEL, Story by Sanshiro Kasama, Art by Hikaru Uesugi, Translated by Amanda Haley, Lettered by Brandon Bovia via AP
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