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Death Note Realfilm verwendet widerrechtlich Filmmaterial eines realen Zugunfalls

Die westliche Realverfilmung von Death Note auf Netflix zeigt in einer Szene einen Nachrichtensprecher, der über einen Zugunfall berichtet. Recherchen einer niederländischen Nachrichtenagentur ergaben, dass der Film reale Aufnahmen einer Zugkatastrophe in Belgien aus dem Jahr 2010 verwendet. Damals verloren 19 Menschen ihr Leben und 310 wurden verletzt.

Die belgische Eisenbahngesellschaft behauptet, Netflix habe nie um eine Erlaubnis zur Verwendung des Materials gebeten. Dimitri Temmerman, Sprecher der Bahngesellschaft, erklärte, dieses Vorgehen zeigt den mangelnden Respekt vor den Opfern und Hinterbliebenen des Unglücks. Auch die Arbeit des Bahnpersonals und der Rettungsdienste würde nicht respektiert werden. Aktuell entscheiden die Verantwortlichen in Belgien, ob sie rechtliche Schritte einleiten.

Auch keine der Familien der Verstorbenen oder die Betroffenen selbst wurden vorher über die Nutzung des Materials benachrichtigt. Eine der Überlebenden erklärte, dass sie die Nutzung sehr wütend mache. Sie würde so immer wieder an den Unfall erinnert werden.

Der Realfilm zu Death Note entstand unter der Regie von Adam Wingard und feierte am 25. August auf Netflix Premiere. Nat Wolff ist in der Hauptrolle des Light Turner zu sehen, während Keith Stanfield die Rolle des L übernimmt. Margaret spielt Mia Sutton und Willem Dafoe leiht dem Totengott Ryuk seine Stimme. Eine Fortsetzung des Films befindet sich derzeit in Arbeit.

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