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Dreamcandy – Harpyien auf Abwegen!

Das neueste erotische Abenteuer Dreamcandy aus dem Krakenkuss Verlag entführt den Leser in die Welt der Harpyien und Sagengestalten. Doch diese sind gar nicht so altbacken, wie man es aus den antiken Überlieferungen kennt…

Worum geht es?
Elias ist eine junge, männliche Harpyie, die zum ersten Mal das Nest verlässt. Harpyien ernähren sich nämlich vom sogenannten Dreamcandy, einer Substanz, die alle denkenden und fühlenden Wesen beim Träumen absondern. Seine Suche nach dem Dreamcandy läuft aber nicht immer glatt. Und so wird der Jäger schnell selbst zum Gejagten…

Die Story
Dreamcandy: Dream of the Chimera führt den Leser zuerst in die Welt der Harpyien ein: Elias als junges Mitglied seines Stammes, der nur aus männlichen Harpyien zu bestehen scheint, bereitet sich auf den Initiationsritus vor.
Das Spannungsverhältnis zwischen ihm und den anderen Harpyien führt dazu, dass Elias übermütig wird und sich unnötig in Gefahr bringt, nur um der beste Traumsammler zu werden.

Kaum in Chimäre Ceroms Revier angelangt, geht es aber auch schon zur Sache und Dreamcandy wird seiner Einstufung als Werk ab 18 voll und ganz gerecht. Anschließend ist Elias zwar um eine wertvolle Erfahrung reicher, der Leser hingegen ist verwirrter als zuvor: wird Elias nun weiterziehen und Cerom nur eine Erinnerung bleiben, oder kehrt er zu ihm zurück? Dreamcandy versteht es, die Spannung aufrecht zu halten.

Die Charaktere
Neben Elias, der jungen, naiven Harpyie und Cerom, dem selbstbewussten Harpyien-Jäger, treten im ersten Band von Dreamcandy noch einige namenlose Artgenossen auf, die Elias nicht für voll nehmen. Elias will daher mehr erreichen als die anderen und sich nicht mit einfachen Träumen zufriedengeben. Die anderen erklären ihn zwar für verrückt, aber Elias pirscht sich trotzdem mutig an Cerom heran.
Der hingegen will nur seinen Appetit befriedigen und nutzt Elias’ Unerfahrenheit schamlos aus. An seinen erotischen Spielereien findet die junge Harpyie Gefallen. Ansonsten bleibt Cerom eher im Hintergrund.

In Ceroms Palast trifft Elias zudem auf einen Vogel im Käfig, den er unbedingt befreien will. Dieser Vogel kann als eine Art Metapher für Elias bisheriges Leben gesehen werden. Beide sind auf ihre Art eingesperrt und unfähig, den nächsten Schritt zu gehen.

Zeichnung
Teslas Stil zeichnet sich durch einen klaren Strich und viele großflächige Raster aus. Die großen Panels machen es sehr leicht, der Handlung zu folgen. Besonders gut gefiel mir das Design der Harpyien. Diese haben nicht nur Federn an Schultern und Rücken, sondern auch ihr Haar ist mit Federn durchwirkt. Da sie nackt sind und nur etwas Schmuck am Körper tragen, ist auch der Intimbereich mit Federn ausgestattet, ähnlich den Efeuranken, mit denen sich Adam und Eva im Paradies bekleideten. Selbstverständlich fällt der Sichtschutz in den erotischen Szenen weniger ins Gewicht.
Die Gesichtszüge und Körperproportionen sind eher realistisch gehalten. Störend empfand ich lediglich, dass sich Elias dadurch auf manchen Panels selbst nicht mehr ähnlich sieht. Auch hätte den einzelnen Harpyien etwas unterschiedlich gerasterte Haarfarbe gut getan, um diese besser auseinander halten zu können.

Aufmachung
Dreamcandy ist ein Softcover-Buch im handlichen Format von 12,5 x 18 cm. Es hat 52 schwarz-weiße Seiten, für die etwas dickeres gestrichenes und rein-weißes Papier verwendet wurde. Der Buchumschlag aus stabilerem Karton ist UV-glanzkaschiert, sodass das gesamte Buch einen sehr hochwertigen Eindruck macht.

Info

shop-dreamcandy
Dreamcandy Band 1 © 2016 Tesla / Krakenkuss Verlag

Dreamcandy
Von: Tesla
Verlag: Krakenkuss
Verfügbar: 1+
Preis: 5,95€
Genre: Boys Love, Fantasy
Empfehlung: ab 18 Jahren
ISBN: 978-3-946528-03-6

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