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Gelesen: Daytime Shooting Star, Band 12

Im Februar 2016 publizierte Kazé den abschließenden Band zu Mika Yamamoris Daytime Shooting Star. Was das große Finale für euch parat hält, schildern wir in diesem Beitrag.

Wir erinnern uns kurz an das, was in den elf Bänden zuvor geschah: Das aufgeschlossene Landei Suzume zieht in die Großstadt und freundet sich an ihrer neuen Schule mit dem “Mädchenhasser” Daiki sowie der direkten Yuyuka an. Auch hegt das Mädchen immer mehr Gefühle für ihren Lehrer Satsuki Shishio, der mit ihrem Onkel Yukichi befreundet ist. Auf der anderen Seite bahnen sich dadurch Probleme an, dass Daiki sich in Suzume verliebt, wiederum Yuyuka ein Auge auf den Jungen geworfen hat. Während Suzume Daiki eine Abfuhr erteilt, bleibt im Endeffekt ihre Liebe zu Satsuki auch unerwidert. Der Lehrer bricht ihr letztendlich vorsätzlich das Herz. Dies wiederum treibt Suzume nun doch an Daikis Seite, der bei all dem Gefühlschaos immer für das Mädchen da war. Aufgrund dessen beschließt Satsuki, seine Gefühle für Suzume nun doch zuzulassen. Das Mädchen entscheidet sich trotzdem dafür, an Daikis Seite zu bleiben.

Worum geht es?

Der Ausflug nach Okinawa bringt Suzume und Daiki noch ein Stückchen näher. Zwischen den beiden knistert es gewaltet und die Nervosität ist beiden ins Gesicht geschrieben, als sie neben den Aktivitäten mit ihren Mitschülern endlich etwas Zeit zu zweit verbringen.

Während Daiki und Suzume auf Wolke 7 schweben, sucht Satsuki das Gespräch mit Yukichi. Ihr Verhältnis ist seit der Sache, wo Satsuki ihm damals erzählt hat, er wäre in Suzume verliebt, sehr angespannt. Der Lehrer möchte die Angelegenheit aus dem Weg räumen und vor Yukichi ehrlich mit seinen Gefühlen sein: Er liebt Suzume schließlich immer noch.

Suzumes und Daikis schöne Zeit wird plötzlich unterbrochen, als das Mädchen erfährt, dass Satsuki im Krankenhaus liegen soll. Doch was ist vorgefallen, und entscheidet sich Suzume nun endgültig gegen Daiki?

Die Story

In Band 12 bleibt Mika Yamamori ihren realistischen Erzählstil treu und lässt den Leser ab Kapitel 75 noch mal ordentlich leiden. Die Ausgabe beginnt mit reichlich Knistermomenten zwischen Daiki und Suzume. Yamamori bringt die Nervosität der beiden Protagonisten auf ihr gemeinsames Date mehr als authentisch und sehr niedlich rüber. Man nehme hier allein die Szenen in denen sowohl Daiki als auch Suzume lange im Bad brauchen, um sich schick zu machen.

Nach diesem Hoch zwischen den zweien folgt aber bereits das Tief. Man muss dazu sagen: Mika Yamamori geht die Situation äußerst geschickt an. Die Mangaka schlachtet diese tragisch wirkende Situation um Satsuki nicht aus, sondern kommt gleich auf den Punkt: Suzume muss eine Entscheidung treffen, was sie im Endeffekt auch tut – und mit dieser bin ich persönlich mehr als zufrieden. Das Ende müsstet ihr natürlich selbst in Erfahrung bringen. Auch möchte ich positiv anmerken, dass neben dem angespannten Gefühl, welches durch das Liebesdreieck entsteht, auch der Humor in Band 12 nicht zu knapp kommt.

Die Charaktere

Alle Protagonisten bleiben sich selbst treu. Suzume ist für mich nach wie vor ein normales Highschool-Mädchen, das Konflikte angeht, anstatt ihnen auszuweichen, was sie zu einer sehr angenehmen weiblichen Hauptfigur macht.

Daiki nimmt im Geschehen weiterhin den ruhigen und zuvorkommenden Jungen ein, der äußerst liebevoll mit Suzumes Situation umgeht, obwohl er mit der Gefahr rechnet, für sie nur die zweite Geige zu spielen. Der Leser erfährt in Band 12 noch weitere Hintergrundfakten, die den Grund seines anfänglichen Mädchenhasses etwas näher erläutern.

Yamamori vergisst auch Yuyuka nicht. So erfährt der Leser, wie sich ihre Romanze zu einem Schüler entwickelt hat.

Zu guter Letzt Satsuki: Dieser bewies bereits im vorherigen Band, dass er sich seinen Gefühlen endlich stellen möchte, und auch in der abschließenden Ausgabe, versucht der junge Lehrer die Ungereimtheiten zwischen Yukichi und ihm aus dem Weg zu räumen. Ob er seine Probleme vollständig beseitigen kann, auch das wird mit diesem Volume beantwortet.

Zeichnung

Mika Yamamoris Charakterdesign besitzt nach wie vor Wiedererkennungswert. Der Fokus ihrer Zeichnungen liegt auf dieses sowie auf die Mimik und Gestik der Figuren. Positiv möchte ich anmerken, dass die Charakterdesigns nicht gleichbleibend sind. Ganz nach Slice-of-Life-Manier traten in den vergangenen Bänden gerne mal Frisurenwechsel auf. Auch finde ich es in der zwölften Ausgabe gut, dass die Körperstruktur der Mädchen realistisch wirkt. Manch eine Mangaka mag bei der Oberweite gerne mal ein bisschen mehr zulegen. Yamamori verzichtet auf derartigen Fanservice komplett.

Aufmachung

Daytime Shooting Star Band 12 kommt wie seine Vorgänger im Taschenbuchformat und inkludiert die Kapitel 73 bis 78 sowie ein kurzes Extra, welches sich Yuyuka widmet

Fazit

Daytime Shooting Star beginnt zwar wie eine Lehrer-Schüler-Romanze, nimmt dann jedoch eine andere Wendung. Ich kann es immer und immer wieder betonen: Die Geschichte wird von Yamamori-sensei realistisch sowie emotional erzählt und mit den Charakteren kann sich der Leser identifizieren. In Band 12 folgt das große Finale und die Mangaka macht es bis zum Schluss richtig spannend. Letztendlich findet das Werk in meinen Augen den perfekten Abschluss. Wenngleich nicht jeder Leser derselben Meinung sein mag, je nachdem welcher der beiden männlichen Kandidaten er an Suzumes Seite lieber gesehen hätte.

Info
Daytime Shooting Star
Original Name: ひるなかの流星
Transkription: Hirunaka no Ryuusei
Von: Mika Yamamori
Verlag: Kazé
Verfügbar: 12 Bände
Preis: 6,95 €
Genre: Romance
Empfehlung: 12+
ISBN: 978-2889216321HIRUNAKA NO RYUSEI © 2011 by Mika Yamamori/SHUEISHA Inc.
Daytime Shooting Star, Band 12 © 2016 VIZ Media Switzerland SA

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