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Hiro Mashima (Fairy Tail) sorgte in Leipzig für reichlich Unterhaltung

Passend zum Ende von Fairy Tail in Deutschland und zum Start der Manga-Reihe Eden’s Zero holte Carlsen Manga! den Schöpfer beider Serien, Hiro Mashima, im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf die Manga-Comic-Convention. Und das begeisterte nicht nur die Besucher/innen, sondern auch den Mangaka selbst …

Zwar beglückte Mashima seine Fans nicht mit Signierstunden direkt auf der Messe, dafür aber mit mehreren unterhaltsamen Bühnenprogrammen, die in Zusammenarbeit von Carlsen Manga! und KAZÈ entstanden. Mashima zeigte sich von den Besuchern der Messe begeistert und beschreibt sie als leidenschaftlich.

Der Mangaka präsentierte sich in seinen Panels von einer sehr charmanten, offenen und heiteren Seite, was aber sicherlich auch der überaus lockeren Art des Moderators zu verdanken war. „Wie sieht es mit Assistenten aus?[…] Werden sie im Keller gehalten?“, fragte der Moderator. Nach einem lauten Lachen konterte Mashima: „Woher weißt du das mit dem Keller?“ Neben spaßigen Konversationen plauderte der Mangaka ebenso aus dem Nähkästchen. Er würde täglich zehn Seiten erarbeiten. Zudem stünden ihm fünf Assistenten zur Seite, die ihn beispielsweise bei der Ausarbeitung von Hintergründen und bei der Finalisierung unterstützen.

Generell hält sich Hiro Mashima strickt an vorgegebende Deadlines, was anwesende Kodansha-Redakteure noch mal bekräftigten, und empfindet diese für selbstverständlich. In wöchentlichen Abständen fänden laut Mashima Redaktionstreffen mit ihm statt, in denen besprochen wird, was in vorliegenden Storyboards gut und schlecht ist. Hinsichtlich aller Arbeitsschritte, die für die Entstehung eines Manga notwendig sind, empfindet Hiro Mashima für sich persönlich das Storyboard als die größte Herausforderung, die zu meistern ist.

„Grey zu zeichnen, ist lästig. Fans meckern immer, wenn diese Figur nicht cool aussieht. *lach*“

Hiro Mashima schildert, dass er als professioneller Mangaka in der Lage wäre, vielen Fans eine Freude zu bereiten. Wiederum wäre der gesamte Arbeitsprozess anstrengend. Er würde täglich 12 Stunden arbeiten. Die Arbeitszeit an einer Manga-Seite variiert zwischen fünf und sechs Stunden, ein Cover braucht dagegen einen ganzen Tag. Drei Stunden nehme er sich daheim Zeit fürs Rumdaddeln – z. B. Overwatch spielen.

Ob nun Charaktere oder Story – Mashima denkt, dass beides für den Manga wichtig wäre. Die Figuren seien beispielsweise der Grund dafür gewesen, warum Fairy Tail so umfangreich geworden ist. Ursprünglich hätte er die Serie mit zehn Bänden abschließen wollen, aber aufgrund der vielen Charaktere, an all deren Namen er sich nicht einmal erinnern kann, wollte er mehr erzählen. Inspirationen für deren Macken holte er sich bei sich selbst. Es wären Ticks aus seiner Vergangenheit. Was das Erinnerungsvermögen angeht, da gesteht der Mangaka, dass er gewisse Details auch gerne mal vergisst und führte Erzas Rüstungen als Beispiel auf.

Zu seinem neuesten Werk Eden’s Zero, das im März hierzulande startete, ergänzt Mashima, dass für ihn die Art von Comedy eine Herausforderung sei. Er möchte, dass die Gags weltweit ankommen, nicht nur in Japan. Dort wären Wortspiele beliebt, weltweit sind diese jedoch schwer zu übersetzen und demnach auch schwer bildlich zu verarbeiten. Was das genau bedeutet, solltet ihr im deutschen Startband der Serie herausfinden.

„Meine Eltern unterstützten meine Arbeit, auch wenn meine Mutter kaum Ahnung von Manga hat.“

Hiro Mashima erklärt, dass er bereits im sehr jungen Alter wusste, dass er zeichnen möchte. Er mag Dragon Ball, insbesondere Goku. Damals zeichnete der Mangaka viel nach und kreierte später schließlich eigene Stories. Seine Familie unterstützte ihn stets bei seinem Vorhaben. Mit einem Lachen fügt Hiro Mashima aber hinzu, einst gab er seinem Großvater alte Zeichnungen zum Aufbewahren, musste jedoch feststellen, dass dieser sie weggeschmissen hat.

„Man hat mir erzählt, Pizza ist ein deutsches Gericht.“

Neben ein paar deutschen Sätze schien der Mangaka auch in seinen Antworten auf Fragen viel für Deutschland übrig zu haben. Auf die Fanfrage, welche Macht er gerne hätte, folgte ein Spontanes: im jetzigen Moment Deutsch sprechen zu können. Auch wundert sich wahrscheinlich niemand, dass er einen erneuten Deutschlandbesuch nicht ausschließt. Insofern kann man gespannt sein, ob Hiro Mashima sein Wort hält.

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