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HomePopkulturMangaJapanische Regierung plant illegale Manga-Webseiten aus dem Netz zu nehmen

Japanische Regierung plant illegale Manga-Webseiten aus dem Netz zu nehmen

Wie die Tageszeitung Mainichi Shimbun berichtet, plant die japanische Regierung gegen Webseiten vorzugehen, die nicht lizenzierte Manga, Magazine und weitere Inhalte veröffentlichten.

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Geplant ist, dass sich die Regierung direkt an Hoster wendet, um eine Löschung oder Sperrung der Domain zu erreichen. Dafür ist eine Kabinettssitzung zur Verbrechensbekämpfung geplant, die noch diesen Monat stattfinden soll.

Der Zeitung zufolge plant die Regierung, drei sogenannte Piraten-Webseiten zu nennen, die von China und anderen Ländern aus betrieben werden.

Der Bericht weist darauf hin, dass es keinen klaren rechtlichen Präzedenzfall für die Aufforderung von Hostern gibt, den Zugang zu Webseiten zu blockieren. Außerdem könnte eine solche Anfrage die Privatsphäre der Kommunikation verletzen und als Zensur ausgelegt werden, was gegen den Artikel 21 der japanischen Verfassung verstößt. Der Artikel besagt: „Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sowie Rede-, Presse- und alle anderen Formen der freien Meinungsäußerung sind garantiert. Es darf keine Zensur aufrechterhalten werden, noch darf die Geheimhaltung irgendeines Kommunikationsmittels verletzt werden.“

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Die Regierung plant jedoch, die Bestimmungen so zu verändern, dass raubkopierte Inhalte den Verlagen und Urhebern schaden und dass das Blockieren von Webseiten nach dem Artikel „Abwendung von Gefahr“ des japanischen Strafgesetzbuches erlaubt werde.

Laut des Berichts haben die Zugriffe auf die drei Webseiten seit August letzen Jahres zugenommen als die Webseiten bekannter wurden. Der Absatz von digitalen Manga begann in Japan im Jahr 2017 zu sinken.

Die Regierung schätzt, dass durch die Piraterie zwischen September 2017 und Februar 2018 schätzungsweise 400 Milliarden Yen (ca. 3.046.852.000 Euro) Schaden angerichtet wurde, außerdem wird erwägt, ein Gesetz gegen Webseiten, die Links zu anderen Seiten mit raubkopierte Inhalten erhalten, auf den Weg zu bringen.

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