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Home Popkultur Manga Japans 24. Tezuka Osamu Manga Grand Prix geht an Nyx’s Lantern

Sonderpreis geht an Schöpferin von Sazae-San

Japans 24. Tezuka Osamu Manga Grand Prix geht an Nyx’s Lantern

Am Wochenende wurde der 24. Tezuka Osamu Preis verliehen. Der Preis, der nach der gleichnamigen Mangalegende benannt ist, gilt als die höchste Auszeichnung im Land. Gesponsert wird er von der Zeitung Asahi Shimbun.

Nominiert waren wie üblich nur Titel, die im letzten Jahr veröffentlicht wurden. Eine Jury aus acht Experten wählt dabei mit insgesamt 15 möglichen Punkten ihre Favoriten. Die acht Titel mit den meisten Punkten gehen dann in die letzte Runde. Der Sieger wird anschließend aus den telefonischen Bewertungen und Empfehlungen von Experten sowie Buchhandlungen ausgewählt.

Eine Geschichte über ein Mädchen und der Vergangenheit von Nagasaki

Dieses Jahr ging der begehrte Titel des Manga Grand Prix an Nyx’s Lantern. Nyx’s Lantern stammt von Kan Takahama und erzählt die Geschichte des Mädchens Miyo, die nach der Satsuma Rebellion 1877 als Waise endet. Sie fängt an in einem Antiquitätengeschäft in Nagasaki zu arbeiten, in das sie sich allmählich verliebt und zu ihrem Wunderland wird. Takahama bekam neben dem Titel eine Bronzestatue und ein Preisgeld von etwa 17.263 Euro.

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Für sie ist es die erste Auszeichnung und gleichzeitig auch die erste eigene Serie. Zuvor war sie jedoch bereits mit Flight of the Butterflies und Sad Girl bereits für den Top-Preis nominiert.

In ihrer Geschichte, die von einem Aufblühen, der Zerstörung und Wiederbelebung von Nagasaki handelt, eigenen Probleme und Schwierigkeiten einfließen lassen. Als Vorbild für Miyo diente ihre eigene Großmutter. Takahama würde in Amakusa, Kumamoto geboren. 2001 feierte sie ihr Debüt als Zeichnerin. 2016 wurde sie schwer von dem Kumamoto Erdbeben getroffen und zeichnete in ihrem Auto Nyx’s Lantern weiter.

Schöpferin von Sazae-san bekommt Ehrenpreis

Nun kämpft sie mit den Auswirkungen der Pandemie, versucht jedoch positiv an die Herausforderungen heranzugehen. Ihr Großmutter hat die Spanische Grippe überlebt, weswegen sie heute nun für die Welt zeichnen kann. Takahama will jedenfalls weiterarbeiten und Werke schaffen, welche die Menschen motiviert und mit ihrer eigenen Realität zu konfrontieren sowie zu bewältigen.

Der Originalitätspreis für neue Talente und Ausdrucksformen ging an Retro Tajima für Mizu wa Umini Makatte Nagareru. Yama Wayamas erhielt den Preis für die beste Kurzgeschichte mit There Is No Other. Der Asahi Sonderpreis ging an die verstorbene Zeichnerin Machiko Hasegawa, die ihren 100. Geburtstag feierte. Berühmtheit erreichte sie mit dem Manga Sazae-San, der als die am längsten laufende Anime-Serie adaptiert wurde. Noch heute erfreuen sich neue Episoden großer Beliebtheit.

Alle Gewinner erhielten ebenfalls eine Bronzestatue und jeweils ein Preisgeld von umgerechnet 8.631 Euro. Die eigentliche Preisverleihung sollte selbst im Juni in der Hamarikyu Asahi Hall in Tsukiji Stadtteil von Tokyo stattfinden. Aufgrund der derzeitigen Lage in Japan wurde sie jedoch bis auf Weiteres verschoben.

TAS

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