Anzeige
HomePopkulturMangaJapans Landwirtschaftsbehörde wirbt mit süßem Manga

Die Geschichte soll den Japanern mehr Lust auf Zucker machen

Japans Landwirtschaftsbehörde wirbt mit süßem Manga

Anime und Manga spielen im Leben der Menschen in Japan eine große Rolle, unabhängig vom Alter. Deswegen setzten Unternehmen und Vereine immer wieder auf animierte oder gezeichnete Geschichten, wenn es darum geht, die Menschen zu erreichen.

Anzeige

Anfang dieses Monats startete der Shojo-Mangaka Tony Hashime seine neue Manga-Reihe „Tekitou na Koi“. Die Geschichte handelt von der jungen Geschäftsfrau Toko und ihrem Angestellten Sato-kun. Die beiden fühlen sich schnell zueinander hingezogen. Beide sind sich aber nicht sicher, ob sie eine Beziehung führen wollen oder wie diese genau aussehen soll.

Es kommt auf die Angemessenheit an

Der Titel gibt einen Hinweis darauf, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Das japanische Wort „Tekitou“ bedeutet so viel wie „angemessen“, also geht es um eine angemessene Beziehung zwischen einer Geschäftsfrau und ihrem Untergebenen. Hier liegt aber auch der Teufel im Detail, denn der Autor hat sich für ein Kanji entschieden, dass auf die angemessene Menge von Zucker hinweist.

LESEN SIE AUCH:  Regisseurin von Kyoto Animation inszeniert KitKat Werbespot

In der Geschichte tauschen die Charaktere immer wieder süße Leckerbissen aus. Denn Sport und geistige Konzentration, so behauptet es zumindest der Manga, brauchen die Glukose im Körper auf, was vermehrt zu Müdigkeit führt. Deswegen sollte das Zucker-Reservoir regelmäßig aufgefüllt werden. „Tekitou na Koi“ stellt außerdem die Behauptung auf, dass Glukose bei Entspannung hilft, denn sie transportiert Aminosäure zum Gehirn, die gegen Angstgefühle und Anspannung hilft.

Manga animiert zum Zucker-Konsum

Anzeige

Zu viel Zucker ist aber auch nicht gut für den Körper, deswegen zeigt der Mangaka seine Protagonistin immer wieder auch dabei, wie sie über ihren Süßigkeiten-Konsum kritisch nachdenkt. In vielen Situationen steht Toko vor der Herausforderung, sich zu entscheiden, ob sie ihrem Verlangen nach Zucker (Sato) nachgeben soll oder es lieber bleiben lassen soll.

Zuckersßüer Manga
Zucker oder nicht, das ist hier die Frage Bild: Tony Hashime

Die Japaner gelten als sehr gesundheitsbewusst, sodass es in dem Land nur vergleichsweise wenig übergewichtige Menschen gibt. Deswegen scheint auch die Aufforderung mehr Zucker zu essen durchaus angebracht. Ein süßer Manga scheint für die Landwirtschaftsbehörde an dieser Stelle ein geeignetes Medium zu sein, um diese Botschaft an der Verbraucher zu bringen. Ein bisschen Süßes kann in der aktuellen Situation nicht schaden und muss nicht unbedingt mit einer gesunden Ernährungs- und Lebensphilosophie kollidieren.

Anzeige
Anzeige