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Kommentar: Das gleichbleibende Protagonisten-Schema in Shojo-Manga

Shojo … Entweder man liebt dieses Genre oder nicht. Doch es gibt eine wirklich sehr große Masse an Lesern und gleichzeitig Fans. Es lässt sich jedoch vermuten, dass die meisten schon mal auf dieses Problem gestoßen sind: Die immer gleichen Protagonisten.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um die subjektive Meinung des Redakteurs.

Versteht mich nicht falsch: Ich selbst schätze das Genre-Shojo und lese es sehr gern. Doch warum muss ich so häufig auf das gleiche Schema von Protagonisten treffen? Das meist süße, durchschnittliche Mädchen von nebenan, welche dazu ein wenig hilflos und schwach wirkt.

Es ist meist so, dass sich Mangaka auf eine Art von Hauptcharakter festsetzen und davon kaum loszukommen scheinen. Auch wenn der Plot variiert und damit wieder lesenswert wird, ist die Eintönigkeit des weiblichen Parts schon fast traurig.

Hierbei kann man natürlich auch die Mangaka verstehen. Schließlich wissen sie, dass sich genau diese Art von Mädchen bei den Lesern etabliert hat und auch erfolgreich ist. Da ist der Schritt zu etwas Neuem vielleicht etwas gewagt. Treue Leser würden einen frischen Wind jedoch sicher begrüßen.

Möglicherweise wird dieses Schema benutzt, da ein Großteil der weiblichen Leser sich besser identifizieren kann. Doch die meist positive Wendung eines Shojo-Manga lässt hauptsächlich Wunschdenken übrig. Zwar ist wahrscheinlich jedem klar, dass Manga nicht an die Realität geknüpft sind, doch es lässt hoffen.

Würde man stattdessen eine willensstarke und selbstbewusste Protagonistin haben, könnte es bei Lesern im Extremfall zu Minderwertigkeitskomplexen kommen. “So mutig oder selbstbewusst könnte ich nie werden.”, kann ein möglicher Gedanke sein.

Es ist einfach schade, dass nur sehr wenige weibliche Protagonisten im Gedächtnis bleiben, weil sie das Schema mal nicht erfüllt haben und raus gestochen haben. Denn fällt mal jemand aus dem Gewohnten, so bleibt man direkt eher in Erinnerung und das sollte auch zum Teil das Ziel von Mangaka sein. Das sie jedes Mal einen guten Plot mit gleichbleibenden weiblichen Hauptcharakteren abliefern ist ja schön und gut, bringt die Leser jedoch eher weniger dazu genau diesen Manga weiterzuempfehlen. Es heißt dann vielleicht: “Ach, der Manga war wieder so süß”, aber an den weiblichen Part wird sich kaum jemand stark erinnern können, denn seien wir mal ganz ehrlich, empfand nicht jeder wenigstens einmal diese gleichbleibenden Protagonisten als einfach nervig? Sie können nie wirklich das sagen, was sie fühlen und sind bei der ersten Berührung mit ihrem Schwarm schon völlig fertig. Ich meine eine leichte Röte sowie die Nervosität kann wahrscheinlich jeder nachvollziehen, aber nicht diese vollkommene Übertreibung. Wobei das einfach zu Shojo-Titeln dazugehört und auch irgendwie ihren Unterhaltungswert ausmacht, da man ja als Leser davor sitzt und innerlich schon an der Grenze angekommen ist und sich denkt: “Jetzt sag doch bitte einfach, was Sache ist.” Aber auch das ist wohl die kleine Art von Spannung, die die Leser dazu zwingt, sich den Manga weiter zu Gemüte zu führen.

Nicht zu vergessen das ebenfalls gleichbleibende Aussehen der Charaktere. Die Kulleraugen, die Gesichtsform sowie die Statur ist immer dieselbe. Ohne eine andere Frisur sowie einem etwas variablen Vorbau sehen sie sehr identisch aus. Ein Nichtsahnender würde denken, es handle sich dabei um die gleiche Person, die bloß ihre Haare verändert hat. Wo bleibt die Variabilität? So kann es schon zur Schwierigkeit werden, Charaktere der gleichen Reihe zu unterscheiden.

Um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen: Eine Abwechslung ist was sehr frisches und einige Mangaka haben es schon richtig vorgemacht. Leute wie Kozue Chiba und Kayoru machen mit ihren teilweise abwechslungsreichen Plots schon sehr viel gut, würden aber mit ein paar neuen Grundsteinen noch mehr Frische in die ganze Sache bringen.

Was sagt ihr? Mögt ihr die Art von Mädchen, die euch in sehr vielen Shojo-Titeln geboten werden, oder seid ihr auch offen für Neues?

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Kommentare

1 COMMENT

  1. Ich bin ebenfalls offen für neues und kann deinen Artikel nachvollziehen, ging mir auch schonmal so. Das meiste was mich manchmal nervt ist diese unehrlichkeit das die einfach häufig nicht das sagen können was nun angebracht/ Sache ist.
    Shojo ist imprinzip eine schöne Sache auch mit dem Mainstream aber manchmal wünscht man sich doch einen Titel der davon ausbricht.

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