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Manga-Comic-Con – farbenfrohe Cosplayers und selfmade Häkel-Totoro

Inmitten des Getümmels der diesjährigen Leipziger Buchmesse bzw. der damit verbundenen Manga-Comic-Con mischte sich trotz eisiger Kälte, des Schnees und der Zugausfälle die bunte deutsche Anime- und Manga-Gemeinde. Die Convention fand inzwischen zum fünften Mal statt – demnach ein kleines Jubiläum.

Wie jedes Jahr lockten sowohl die vielen Manga- und Anime-Neuheiten als auch japanischen aber auch deutschen Ehrengäste, wie Osora, Mika Yamamori, Toyotarou, Martina Peters und Niloo viele Fans auf die Veranstaltung. Trotz des Wetters war das Event erneut Treffpunkt zahlreicher Cosplayers in teils prächtigen Kostümen. Im Vergleich zu den Vorjahren wirkte das Rahmenprogramm des Events jedoch abgespeckt. Es fehlte der Veranstaltung beispielsweise an interessanten Diskussionspanels, die Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Und auch die Bühnenevents fielen im Großen und Ganzen nicht spektakulär aus.

Der Kreativbereich blüht, allerdings nicht nur schillernd …

Im Kreativ- und Händlerbereich siedelten sich in diesem Jahr reichlich Verkäufer und talentierte Künstler an. Ein großer Teil der Künstler/innen begeisterte mit eigenen Werken und Titeln. Dahin gehend ist es tatsächlich eine Bereicherung, eine derartig blühende deutsche Selfpublisher-Szene zu entdecken.

Fragwürdig waren dagegen Teilnehmer, die ihre Fanarts oder ihren Fanmerchandise an den Mann bringen wollten. Dies widerspricht nicht nur den Regeln der Veranstaltung für ein Anrecht auf einen Platz im MCC Kreativ, sondern ist nebenbei auch illegal, sofern der Verkäufer den Verkauf beim Lizenzgeber nicht verifizieren lassen hat.

Auszug von der Homepage der Manga-Comic-Con: „Die Teilnehmer […] dürfen ausschließlich eigene Comic / Manga-Publikationen bzw. selbstgefertigte Produkte ausstellen. Es darf kein Produkt angeboten werden, welches auch über einen Verlag oder anderen Anbieter vertrieben wird.“

 

Damit bewegt sich der Kreativbereich mehr und mehr in eine Grauzone. Dieses Phänomen widerspiegelte sich allerdings nicht nur dort, sondern auch an Händlerständen, an denen nicht nur Originale zum Verkauf angeboten wurden.

Nun stellt sich die Frage nach dem Warum und was man dagegen tun kann. Wir wollten es genauer wissen und haben beim Veranstalter nachgefragt. Man würde die Wahrung von Urheber- und weiteren Schutzrechten sehr ernst nehmen, so die Projektmanagerin der Manga-Comic-Con. Leider könne der Veranstalter nicht im Vorfeld überprüfen, welche Waren die Aussteller mitbringen. Grundsätzlich sei es Aufgabe der Lizenzinhaber, eine Verletzung ihrer Rechte anzuzeigen. Dennoch würde man vor Ort zusätzlich Kontrollen durchführen. Aufgrund der Anzahl der Aussteller und Produkte könne jedoch eine vollumfassende Kontrolle nicht immer gewährleistet werden. Daher sei es immer hilfreich, wenn Besucher derartige Vorfälle vor Ort melden. Für Lizenzinhaber würde der Veranstalter zudem einen Anwaltsservice anbieten, der auf Abruf steht.

Die Manga-Comic-Con bleibt nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle für die deutsche Anime- und Manga-Szene. Ob man die Entwicklung bezüglich des Verkaufs von unlizenzierten Merchandise oder Fanarts gut heißen soll bzw. derartige Produkte mit dem Kauf unterstützen möchte, das muss jeder Besucher für sich entscheiden. Schade ist es dennoch: Gerade im Kreativbereich gibt es reichlich kreative Köpfe in der Zeichnerszene, die auf so einer bedeutsamen Veranstaltung mit ihren eigenen Ideen und Werken glänzen könnten.

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