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HomePopkulturMangaManga "Kingdom" mit großer Ausstellung in Nagoya geehrt

Die Kunst des Krieges in Großaufnahme

Manga „Kingdom“ mit großer Ausstellung in Nagoya geehrt

Der Manga „Kingdom“ läuft in Japan seit 2006 und erfreut sich dort auch nach mittlerweile 65 veröffentlichen Bänden großer Beliebtheit. In Nagoya wird das Werk aktuell mit einer Ausstellung geehrt, in der Originalzeichnungen und weitere Grafiken zur Geschichte auf großen Leinwänden abgedruckt sind. Die Besucher haben so die Möglichkeit, direkt in die Handlung einzutauchen.

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Das Konzept soll den Besuchern die Gelegenheit geben, den Manga zu lesen, während sie gleichzeitig die Exponate bewundern. Eine Idee, die auch den „Kingdom“-Mangaka Yasuhisa Hara begeistert. Die Geschichte spielt in der Zeit der streitenden Reiche in China (770 bis 221 v. Chr.), erzählt aber eine fiktive Geschichte. „Kingdom Exhibition: The Road of Shin“ wurde im letzten Jahr bereits in Tokyo sehr erfolgreich präsentiert. Das Highlight ist, dass Mangaka Yasuhisa Hara die Ausstellung aktiv mitgestaltete.

„Kingdom“ hautnah erleben

Noch bis zum 11. Juni ist die Ausstellung in Nagoya zu Besuch. Bis in den kleinsten Winkel sind die Säle mit großformatigen Werken und kleinen künstlerischen Kostbarkeiten ausgeschmückt. Zu sehen sind unter anderem mehr als 400 Originalzeichnungen, von denen mehrere auf riesige Leinwände übertragen wurden. Vor allem die Hauptfiguren werden vorgestellt. An einem Gemälde des Generals Wang Qi aus Tusche, das extra für die Ausstellung in Nagoya entstand, arbeitete der Künstler vier Tage.

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„Kingdom“ läuft seit 2006 in der Anthologie Shonen Jump von Shueisha und gehört zu den meistverkauften Manga-Serien aller Zeiten. Im Manga kämpft der Protagonist Li Xin, genannt Shin, gegen mächtige feindliche Generäle und zeichnet sich als großer Stratege im Krieg aus. Er verfolgt erbarmungslos sein Ziel, der größte Feldherr der Welt zu werden. Die Ära der streitenden Reiche endete, als die Qin-Dynastie China vereinigte.

YAsuhisa Haras Kingdom
Die Zeit der streitenden Reiche im Manga Bild: Yasuhisa Hara / Shueisha

Vom Manga wurden inzwischen mehr als 87 Millionen Exemplare verkauft. Die Ausstellung bezieht sich auf die ersten 40 Bände der Geschichte. Deswegen zeigen viele Werke Shin noch als einfachen Jungen, der sich zum großen General entwickelt. Einige der eindrucksvollsten Szenen des Manga wurden als XXL-Version ausgestellt, damit sie die Besucher überwältigen.

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Zeichnen als Lebensaufgabe

Obwohl „Kingdom“ bereits seit 16 Jahren in der Shonen Jump läuft, erklärt der Mangaka, dass er immer noch zahlreiche Szenen im Kopf hat, die er in die Geschichte einbauen möchte. Das Ende würde in seinem Kopf aber bereits feststehen. Da das Werk auf historischen Fakten basiert, stand für den Zeichner bereits am Anfang fest, wie sein Manga enden würde. Allerdings soll seine Version immer noch amüsanter, aber auch tiefgründiger werden. Diese Vorstellung habe Hara während des Zeichnens immer im Hinterkopf.

Kingdom-Mangaka
Yasuhisa Hara eröffnet Ausstellung Bild: Asahi Shimbun

Bei der Ausstellungseröffnung erklärte der Mangaka, dass ihn viele Freunde immer fragen, warum er sich keine Pause gönne. Für ihn sei das Zeichnen spannender Geschichten aber seine Möglichkeit, um Stress abzubauen. Gleichzeitig könne Hara sich nicht entspannen, wenn er mit seiner Darstellung nicht zufrieden ist, deswegen zeichne er einfach immer weiter.

Der Mangaka selbst hat oftmals das Gefühl, dass er nur zeichnen und schlafen würde, was sich auch an den Schwielen an seinem rechten Mittelfinger zeigt, mit dem er den Stift beim Zeichnen hält. Die Ausstellung „Kingdom Exhibition: The Road of Shin“ wird von verschiedenen Organisationen in Japan unterstützt und soll ebenfalls noch in Fukuoka zu sehen sein.

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