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NHK veröffentlichte Statements zum Thema Manga-Raubkopien!

NHKs Nachrichtenportal veröffentlichte am Montag den ersten Bericht von seiner Artikelreihe zum Thema Webseiten mit Manga-Raubkopien. Tetsuya Chiba und die Japan Cartoonist Association (JCA), zu der Chiba gehört, gaben zu der Problematik ein Statement ab. Auf der offiziellen Webseite der JCA ist ebenfalls ein Beitrag veröffentlicht worden.

Chiba erzählte NHK, er sei froh darüber, dass Manga auf verschiedener Weise verbreitet werden. Sofern man sie jedoch auf illegalen Webseiten liest, entstehen aus den Kapiteln keine Bände und die Magazine verkaufen sich weniger. Und auch wenn sie gute Ideen und Charaktere haben und gute Geschichten produzieren, mag es passieren, dass die jeweiligen Mangaka die Serie nicht fortsetzen dürfen.

Auch meint Chiba, dass das Lesen von Manga-Serien auf illegalen Webseiten insbesondere neue bzw. junge Künstler negativ beeinflusst. Sie würden durch dieses Phänomen „sterben“. Chiba forderte Leser auf, Manga nicht auf illegale Webseite zu lesen.

In dem Statement der JCA wird zwar begrüßt, dass das digitale Lesen von Manga zunimmt, allerdings steht man illegalen Anbieter ebenso kritisch gegenüber, da sie an den Produktionsbemühungen nicht teilnehmen und Profite verschlingen. Die JCA geht davon aus, dass durch die weitere Nutzung solcher Portale diverse Aspekte der japanischen Kultur an Stärke verloren gehen und zerstört werden.

Im NHK-Artikel heißt es, dass laut Video Research Interactive die Zahl der Nutzer von illegalen Webseiten in letzter Zeit stark angestiegen sei. Video Research Interactive gab an, dass diese seit Oktober am Steigen sind. Bis Dezember 2017 nutzten etwa 230.000 Personen illegale Webseiten. Unter den Nutzern waren etwa 42% im Teenageralter, 21% im Alter von 40+ und 19% im Alter von 50+.

Laut NHK hat sich allerdings auch der legale Markt für digitale Manga in den vergangenen Jahren erweitert. Die All Japan Magazine and Book Publisher’s and Editors Association (AJPEA) berichtete, dass der digitale Manga-Markt 171,1 Milliarden Yen im Jahr 2017 einbrachte. Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie verriet jedoch in einem Bericht aus dem Jahr 2014, dass illegale Portale schätzungsweise 50 Milliarden Yen einnehmen. Auch hier brachte die Agentur Bedenken vor, dass sich der Schaden verschlimmern würde.

NHK Artikel verweist in seinem Bericht auch auf die Probleme der Urheberrechtsverletzungen im Zusammenhang mit illegalen Webseiten. Während das Reproduzieren und Verteilen schriftlicher Materialien ohne Erlaubnis in Japan illegal ist, wird das Lesen von Raubkopien im Allgemeinen nicht als illegal angesehen. Darüber hinaus führte NHK Cyber-Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit illegalen Webseiten hinzu und stellte fest, dass diese manchmal Schadsoftware enthalten.

Der Umsatz an verkauften Manga-Bänden sank im letzten Jahr in Japan um 12%. Nicht alle Manga-Schöpfer glauben jedoch, dass illegale Webseiten der Grund für die Rückgänge sind. Mangaka Takashi Yoshida findet die Bekämpfung von solchen Portalen sogar als „völlig bedeutungslos und kontraproduktiv“. Er glaubt, dass die Förderung autorisierter Online-Manga-Dienste mehr Fans dazu ermutigen kann, digitale Manga über legale Quellen zu lesen.

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