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Webseiten mit Manga-Raubkopien wird ein Riegel vorgeschoben!

Das Nachrichtenmagazin Mainichi Shimbun berichtete am Freitag, dass die japanische Regierung regionale Internet-Provider aufgefordert hätte, den Zugang zu Webseiten mit Manga-Raubkopien, illegal angebotenen Manga-Magazinen oder anderen urheberrechtlich geschützten Inhalten zu sperren.

In der Anfrage der Regierung werden die Anbieter aufgefordert, den Zugang freiwillig zu blockieren. 2019 sind zudem neue Gesetze geplant, um den Umfang der Sperrung auf weitere Bereiche ausweiten zu können. Derzeit gilt in Japan das Site-Blocking-Gesetz nur für Kinderpornografie.

Die Regierung erwähnte, dass aktuell drei Webseiten im Visier wären: Mangamura, AniTube! und MioMio. Weitere kämen dazu, sofern sie gefunden werden. Auch möchte die Regierung ein Beratungsgremium aus Dienstleistern und Experten einrichten, um bessere Entscheidungen für das weitere Handeln treffen können. Laut der Mainichi Shimbun erzielt Mangamura monatlich mehr als 100 Millionen Leser.

Die Regierung möchte dem Landtag außerdem einen neuen Gesetzesentwurf vorlegen, mit dem “Leech-Sites” eingeschränkt werden sollen. Gemeint sind damit Webseiten, die Links zu anderen Portalen enthalten, auf denen die Betreiber Raubkopien anbieten.

Dank populärer Raubkopie-Webseiten sinkt der digitale Manga-Markt

Laut der Mainichi Shimbun nehmen die Besucher der drei genannten Raubkopie-Webseiten seit letztem August zu, da diese Portale bekannter wurden. Im selben Zuge sanken die Verkaufszahlen von digitalen Comics in Japan, wo die Zahlen seit 2012 am Steigen waren.

Japans Content Overseas Distribution Association (CODA) hat der Regierung mitgeteilt, dass zwischen September 2017 und Februar 2018 den Urhebern in Japan durch illegale Angebote im Internet ein geschätzter Schaden von mehr als 400 Milliarden Yen zugefügt wurde.

Die Mainichi Shimbun stellte zuvor fest, dass es keinen eindeutigen Präzedenzfall dafür gäbe, Anbieter dazu aufzufordern, den Zugang zu bestimmten Webseiten zu blockieren. Diese Neuerung könnte sich dementsprechend als verfassungswidrig erweisen, weil sie die Privatsphäre der Kommunikation verletzt und als Zensur angesehen werden könnte. Artikel 21 der japanischen Verfassung besagt: “Die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sowie die Rede-, Presse- und alle anderen Ausdrucksformen sind zulässig. Es darf weder eine Zensur geschehen noch die Geheimhaltung jeglicher Kommunikationsmittel verletzt werden.” Die Regierung plant das Argument zu verwenden, dass Raubkopien Verleger und Schöpfer schädigen. Aber auch, dass das Sperren von Webseiten nach dem Strafgesetzbuch-Artikel “Abwenden der gegenwärtigen Gefahr” erlaubt ist.

Erst vor Kurzem debattierte die japanische Regierung lediglich darüber, derartige Webseiten aus dem Netz zu nehmen. Auch schenkte NHK der Thematik Aufmerksamkeit und sammelte einige Statements aus der japanischen Manga-Branche.

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