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HomePopkulturMangaYokai-Mangaka Shigeru Mizuki mit Ausstellung in Tokyo geehrt

Im Roppongi Hills erwachen die Folklore-Monster zum Leben

Yokai-Mangaka Shigeru Mizuki mit Ausstellung in Tokyo geehrt

In Japan gehören sie in jede Gutenachtgeschichte – Yokai, Monster, die in den Schatten lauern. Dementsprechend vielseitig ist ihre Darstellung, die von furchteinflößenden Kreaturen bis hin zu gutmütigen Wesen reichen. Der vielleicht berühmteste moderne Künstler, der Yokai in Szene setzte, ist der verstorbene Mangaka Shigeru Mizuki.

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Mit seinem Werk „Gegege no Kitaro“, in dem Yokai die Hauptrolle spielen, beeinflusste er maßgeblich die moderne Interpretation der Monster und Geister. Viele andere Künstler ließen sich von seiner Darstellungsweise inspirieren, weswegen Mizuki als Meister der modernen Yokai bekannt wurde. Seine Geister-Wesen lagen stilistisch immer irgendwo zwischen skurril und niedlich.

Monster-Parade mit Blick über die Stadt

In diesem Jahr würde Shigeru Mizuki seinen 100. Geburtstag feiern. Deswegen wird seine Kunst mit einer großen Sonderausstellung im 52. Stock des Mori Towers in Roppongi Hills gewürdigt. Die Präsentation findet in dem Raum statt, der als Tokyo City View bekannt ist. Unter dem Titel „The Yokai of Shigeru Mizuki: Nightly Procession of Monsters ~This is How the Monsters were Born~“ (Die Yokai von Shigeru Mizuki: Nächtliche Prozession der Monster ~So wurden die Monster geboren~) eröffnet die Ausstellung am 8. Juli.

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Die Parade der Monster soll bis zum 4. September dauern. Da die meisten entsprechenden Geschichten im Sommer spielen und zu dieser Zeit besonders gern erzählt werden, erweise sich die warme Jahreszeit als perfekte Umgebung für die Grusel-Märchen. Die Ausstellung in Tokyo wird die erste mit Mizukis Werken in Japan sein. Insgesamt sollen über 100 originale Monster-Darstellungen des Künstlers präsentiert werden. Darunter sind auch einige Wesen aus „Gegege no Kitaro“ zu finden.

Amabie - Der Yokai gegen die Pandemie
Pandemie-Yokai. Bild: Mizuki Productions

Neue Yokai für Japan

Für den Manga entwarf der Künstler verschiedenste Monster, wie Nurikabe, ein Yokai, der wie eine Wand aussieht. Oder Bakezori, der aus einer alten abgetragenen Sandale entstanden ist. Okamura, ein riesiger Geist, der aus einer Katze entstanden ist, und der es liebt, die Menschen zu erschrecken, wird ebenfalls zu sehen sein. Neben Kunstwerken Mizukis wird auch das erste Mal wertvolle Literatur zum Thema Yokai, die aus dem Privatbesitz des Künstlers stammt, ausgestellt.

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Der Ausstellungsraum soll die Besucher direkt in die Welt der Schattenwesen entführen. Zusätzlich sind weitere Veranstaltungen wie eine geführte Nachtwanderung auf den Spuren der Yokai oder ein Enzyklopädie-Workshop für Kinder geplant. Eintrittskarten kosten 2.200 Yen (etwa 16 Euro). Online werden allerdings auch günstigere Paar-Tickets oder Vorverkaufsrabatte angeboten. Der offizielle Verkaufsstart ist für den 7. Juli angesetzt. Wer schon immer in die Welt des bekannten Künstlers eintauchen wollte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Neue Ausstellung mit Blick über Tokyo geplant
Roppongi Hills ehren Künstler Bild: Mizuki Productions
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