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Zeichner veröffentlichen Doujinshi über die Proteste in Hongkong auf der Comiket

Die Doujinshi-Zeichner Gruppierung Muyūbyōsha Byōtō (Hongkong Traum-Läufer) veröffentlichte auf der Comiket 97 einen Doujinshi mit dem Titel „Honkon Sensen Kiroku“ („Dokumentation der Résistance in Hongkong“).

Das 136 Seiten umfassende Buch wurde kostenlos auf dem Festival verteilt. Gleichzeitig stellte die Webseite der Gruppe das Werk kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Geschichten aus Hongkong in Japan erzählt

Die Webseite beschreibt den Inhalt des Werkes. Für viele Japaner kreiert Hongkong ein Bild von Sehenswürdigkeiten im chinesischen Stil. Ab Juni 2019 wurde dieses besondere Ausflugsziel zu einem regelrechten Schlachtfeld.

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Ein Auslieferungsgesetz löste Proteste aus, die bald auch in gewaltsame Aktionen ausarteten, die bereits lange Zeit anhalten. Der Doujinshi dokumentiert diesen Kampf, den Kampf der Menschen in Hongkong. Er geht dabei auf die großen Schlachten ebenso wie auf die kleinen Konflikte ein, über die in Japans Medien oft nicht berichtet wird. Die Zeichner finden es besonders wichtig, die Geschichte derer, die direkt an der Front mitkämpfen, zu erzählen und zu dokumentieren.

Die Geschichten hinter der Geschichte

Mit ihrem Douhinshi haben die Zeichner eine Aufzeichnung erstellt, die allen die Wahrheit hinter den Vorfällen erzählen soll. Die Verantwortlichen stellen dabei eine Verbindung zum Schlafwandeln her, bei dem sich der Körper während des Schlafes unwillkürlich bewegt. Als die Proteste in begannen, erklären viele Menschen, ihre Körper hätten sich von selbst bewegt, so als würden sie schlafwandeln.

Dojinshi über Hongkong
Dojinshi über Proteste in Hongkong Bild: Muyūbyōsha Byōtō

Gleichzeitig weisen die Künstler darauf hin, dass dies ihr erstes Werk ist, das mit so einem großen Kreis von Helfern kreiert wurde. Allerdings gebe es immer noch viele Bereiche, in die sie keine Einblicke hätten. Deswegen rufen sie weiterhin die Menschen auf, ihnen weitere Geschichten zuzutragen.

In Hongkong ist der Zustand seit Juni 2019 turbulent, da Hunderttausende von pro-demokratischen Demonstranten sich gegen ein von der Regierung Hongkongs auf den Weg gebrachtes Auslieferungsgesetz mobilisierten. Die Zusammenstöße zwischen den Aktivisten und der Polizei eskalierten immer öfters und stießen eine Diskussion über die Brutalität seitens der chinesischen Polizei an. Der internationale Flughafen der Stadt wurde wegen der Proteste immer wieder teilweise geschlossen und der Flugverkehr gestört.

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