Daytime Shooting Star, Band 2 – Manga-Test

Nachdem Band 1 zu Mika Yamamoris Daytime Shooting Star im April einen sehr unterhaltsamen Start hinlegte, publizierte Kazé im Juni das zweite Volume, und ob dieses meine Erwartung erfüllt hat, werdet ihr gleich erfahren. Wie der Leser zuvor in Erfahrung bringen durfte, scheint Suzume Gefühle für ihren Lehrer entwickelt zu haben. Wie sie mit dieser Situation umgeht und welche Turbulenzen noch entstehen, lest selbst.

Suzume ist sich absolut unsicher: Hat sie sich in ihren Lehrer verliebt oder ist das einfach nur Schwärmerei? Während die Schülerin darüber nachdeckt, steht für ihre Klasse ein Schulausflug ins Freie an. Zeit genug, um auf Yuyukas Gefühle für Daiki zu sprechen zu kommen, wobei Suzume feststellt, dass diese den kühlen Jungen tatsächlich sehr mag.

Wie es der Zufall so will, verlaufen sich Daiki und Suzume im Wald, fallen dabei einen Abhang herunter. Suzume nutzt die Gelegenheit, um Daiki auf seine befremdliche Art gegenüber dem weiblichen Geschlecht anzusprechen und kommt dem Grund auf die Schliche: Der Junge weiß einfach nicht, wie er mit Mädchen umgehen soll. Sie gibt Daiki den Ratschlag, dass er aufpassen sollte, deren Gefühle nicht zu verletzten. Als es Suzume nun plötzlich gesundheitlich schlecht geht, beweist Daiki ihr gegenüber, dass er eine feinfühlige Ader besitzt. Hilfe für die beiden lässt nicht lange auf sich warten …

Nachdem Band 1 zu Daytime Shooting Star meiner Meinung nach einen sehr guten sowie unterhaltsamen Start hinlegte, dämmt sich die Vorfreude im zweiten Teil. Yamamori-sensei bringt darin das Geschehen durch hineingeworfene »Zufallsituationen« ins Rollen, was das Werk leider in die übliche Shojo-Nische wirft. Beispielsweise ist es schon etwas verwunderlich, dass Daiki und Suzume durch ein derartig an den Haaren herbeigezogenes Ereignis näher gebracht werden mussten. Das hätte die Mangaka durchaus realistischer gestalten können. Wer die beiden letztendlich aus dem Schlamassel holt, ist sicherlich nicht schwer zu erraten.

Die verzwickte Romanze nimmt nun förmlich ihren Lauf. Suzume steht auf Satsuki, der sie wegen der Lehrer-Schüler-Beziehung immer noch auf Distanz hält, Daiki empfindet etwas für Suzume und Yuyuka ist in Daiki verknallt. Letzterer taut im Laufe des Bandes Suzume gegenüber immer mehr auf, wobei diese seine Gefühle nicht so recht ernst nimmt. Während ich im ersten Volume von Suzumes Charaktertyp noch begeistert war, kann man meinen, es gäbe im zweiten eine Rückentwicklung, da sie blauäugige Verhaltensweisen an den Tag legt. Dass letztendlich auch noch Satsukis Ex-Freundin auf der Tagesordnung steht, dürfte für Shojo-Fans keine wirkliche Überraschung darstellen.

Wo meine Begeisterung nach Band 1 von Daytime Shooting Star ziemlich groß war, flaut diese nach dem zweiten Volume ab. Yamamori-sensei wirft in der Story leider ein wenig zu sehr mit »schicksalhaften Ereignissen« um sich, wie man sie aus klischeehaften Shojo-Serien kennt. Dadurch verliert die Erzählung leider an Realismus und es bleibt für meinen Geschmack zu hoffen, dass sie diese Richtung nicht beibehält. Nichtsdestotrotz wird der Leser Figuren wie Suzume, Satsuki, Yuyuka und Daiki schnell in sein Herz schließen. Die Dialoge fallen auch in Band 2 witzig, frech sowie ernst aus, wobei die Schmunzelmomente doch etwas nachgelassen haben. Der Fokus in der Handlung rückt nun auf das Thema Romantik. Dank des spannenden Cliffhangers ist dem Shojo-Fan auch ein Abschluss geboten, der dazu einlädt, zur nächsten Ausgabe zu greifen.

Freundlicherweise wurde uns ein Rezensionsexemplar zu  Daytime Shooting Star, Band 2 von Kazé zur Verfügung gestellt.

HIRUNAKA NO RYUSEI © 2011 by Mika Yamamori/SHUEISHA Inc.
Daytime Shooting Star © 2014 VIZ Media Switzerland SA