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Das 18. Japan-Filmfest Hamburg: Zwischen Hart und Zart -Japans Kino der verlorenen Unschuld

Vom 31. Mai bis zum 04. Juni 2017 ist es endlich wieder soweit: das 18. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) präsentiert im Metropolis Kino, im 3001 und im Studio Kino die vielfältige Welt der japanischen Filmkunst.

70 Filme, drei Kinos und zahlreiche Gäste aus Japan: unter dem diesjährigen Themenschwerpunkt «Die verlorene Unschuld – Japans Kino der großen Gefühle» dürfen Freude und Fans des fernöstlichen Kinos sich auf zahlreiche Highlights und einige internationale Premieren freuen.

Von Hart bis Zart – Das 18. JFFH präsentiert Kino der verlorenen Unschuld

2017 steht das Japanische Kino der großen Gefühle im Mittelpunkt des JFFH. Der Verlust der Unschuld kann ein einzelnes Leben in Verzweiflung stürzen oder eine ganze Gesellschaft in seinen Grundfesten erschüttern. Über alle Genre-Ausprägungen hinweg, in den Animationsfilmen, Gegenwarts- und Historiendramen, Katastrophenfilmen, Polizei-Thrillern oder Yakuza-Streifen: Ein verbindendes Element kehrt immer wieder, die Darstellung extremer Gefühle. Ob nun die alles verzehrende Liebe oder das effektvolle Pathos im Angesicht einer existenzialistischen Bedrohung, mit großer Leidenschaft widmen sich Japans Regisseure dem eruptiven Ausbruch großer Emotionen aus gesellschaftlichen Zwängen. Im Falle der japanischen Lebenswirklichkeit einer auf Kontrolle starker Gefühlsregungen ausgerichteten Gesellschaft ein cineastisches Ventil. Auf den unvorbereiteten westlichen Zuschauer wirkt diese Intensität zuweilen fremdartig, aber gerade der Mut, sich den ganz großen Gefühlen rückhaltlos zu stellen, begeistert die Fans des japanischen Kinos weltweit. Schon der Eröffnungsfilm des 18. JFFH ist dafür ein großartiges Beispiel, ein existenzialistisches Drama das Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation zeigt. Das Leben eines jungen Menschen gerät durch ein traumatisches Ereignis aus den Fugen. Die verlorene Unschuld im Angesicht einer bedrohlichen Welt. Die Weltpremiere von Innocent Blood in Anwesenheit des Regisseurs Michihito Fujii leitet am Mittwoch, den 31. Mai, im Metropolis Kino fünf aufregende Festivaltage ein. Ein weiteres Highlight des diesjährigen Schwerpunktes ist das Atom-Drama The Seal of the Sun von Futoshi Sato, das kontrovers die Dreifach-Katastrophe von Fukushima thematisiert. Das Vertrauen der Bürger in die eigenen Behörden wird dabei durch die atomare Krise erschüttert.

Genre-Schwerpunkt und Programmauswahl des 18. JFFH

Daneben dürfen natürlich auch die neuesten Blockbuster aus Japan nicht fehlen. So dürfen die Hamburger unter der Regie von Hideaki Anno (Neon Genesis Evangelion) und Shinji Higuchi (Sinking of Japan, The Floating Castle) ein gigantisches Spektakel der Extraklasse erwarten -den neuesten Streich aus der Monstersaga schlechthin: Godzilla Resurgence (2016). Flankiert durch die Starpower von Kultschauspieler Tak Sakaguchi (Versus) präsentiert das Japan-Filmfest Hamburg mit der Deutschlandpremiere von Re:Born von Yuji Shimomura ein rasantes Action-Drama über eine Mordserie in einer japanischen Spezialeinheit und mit der internationalen Premiere von The Eye’s Dream von Hisayazu Sato einen visuellen Psychotrip, der im wahrsten Sinne des Wortes «ins Auge geht». Besonders freut es die Veranstalter mit Bitter Honey, der bizarren Liebesgeschichte eines menschlichen Goldfisches, das lang erwartete neue Werk von Regielegende Gakuryu (Sogo) Ishii (Burst City, Electric Dragon 80,000 V) nach Hamburg zu holen. Mit der Europapremiere von Dokumushi: Toxic Insects von Kayoko Asakura präsentiert das JFFH hingegen klassischen Psychohorror in Tradition von Genreklassikern wie Saw oder Battle Royal und mit der Deutschlandpremiere von Museum von Keishi Ohtomo, der Jagd nach dem Serienkiller «Frogman», einen der spannendsten japanischen Polizeithriller seit Jahren.

Einen besonderen Platz im Festivalprogramm hat traditionell das von zahlreichen Fans gefeierte Genrekino. Die irrwitzigen Werke von Kultregisseuren wie Yoshihiro Nishimura (Helldriver, Tokyo Gore Police) und Noboru Iguchi (Gothic Lolita Battle Bear, Robo Geisha) haben das Filmfest seit seinen Anfängen geprägt. Das zunächst ungläubig auf die Leinwand starrende Hamburger Publikum verwandelte sich rasch in eine enthusiastische Fangemeinde. So präsentiert das 18. JFFH etwa mit Slaveman den neuesten Streich von Noboru Iguchi und mit der internationalen Premiere von Requiem Teil 1 und 2 das neueste Werk von Junichi Yamamoto (Meatball Machine). Ein besonderes Highlight für Animefans ist Die rote Schildkröte von Michael Dudok de Wit oder die Anime-Realverfilmung Cutie Honey: Tears. Das JFFH-Programm umfasst wieder über 70 aktuelle japanische Produktionen vom abendfüllenden Spielfilm bis zum experimentellen Kurzfilm, darunter zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren. Ob nun anspruchsvolle Arthaus-Filme in der Noh—Reihe, grell-wilde Genrestreifen in der Naginata-Reihe, farbenfrohe Animes oder die Leichtigkeit der Komödien der Rakugo-Reihe, für jeden Geschmack ist wieder etwas dabei. Dank zahlreichen japanischen Gästen bildet auch auf dem 18. JFFH der Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden einen Schwerpunkt des Festivals.

Aktuelle Informationen zum Programm und zu den Gästen des 18. JFFH findet ihr hier

Offizielle Homepage des Filmfestivals

Offizielle JFFH-Facebook-Seite

Offizieller Youtube-Kanal mit Trailern

Offizieller Blog des JFFH

 

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