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Sex, Behinderung und humorvolles Drama in nur „37 Seconds“

„37 Seconds“, der erste Spielfilm der in den USA lebenden japanischen Filmdirektorin Hikari, wird bei den Berlinalen gezeigt, die bis zum 17. Februar laufen.

Eine talentierte junge Frau befreit sich von einem übermäßig schützenden Elternteil, erforscht ihre Sexualität und macht ihre ersten Schritte in der Welt.

So weit so klassisch. Aber in „37 Seconds“ entschied sich die japanische Regisseurin Hikari für ein Thema, das, so sagte sie, das Publikum in ihrem Land nur ungern aufgreift. Ihre Protagonistin, gespielt von der Amateurschauspielerin Mei Kayama, hat eine Zerebralparese.

„Jede Kultur hat etwas, worüber sie nicht reden will“, sagte Hikari, die nur einen Namen trägt, zu Reuters. „Menschen mit einer Behinderung und ihre Sexualität sind definitiv nichts, worüber die Leute in Japan reden würden.“

„37 Seconds“ wurde von den Zuschauern angenommen. Viele waren auch von Meis Darstellung der Hauptfigur fasziniert. Die 27-jährige Yuma Takada ist eine talentierte Künstlerin, die sich mit Manga oder japanischen Grafikromanen einen Namen machen will.

Eine mitfühlende Redakteurin (Yuka Itaya) erzählt ihr, dass ihre Kunst technisch kompetent ist, verrät aber ihren Mangel an weltlicher Erfahrung. Sie kritisiert ihre Sexdarstellungen als nicht überzeugend. Dazu fordert sie die junge, im Rollstuhl sitzende Frau auf, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und dann zurückkehren.

Weniger geschickt behandelt, könnte eine solche Situation grob aussehen. Dennoch gelang es Mei eine urkomische und zarte Darstellung zu erschaffen. Der Zuschauer erlebt wie ihre Heldin sich in die Nacht von Tokyo stürzt, gegen die ängstlichen Proteste ihrer Mutter (Misuzu Kanno) und weitere Hindernisse überwindet.

„Ich habe das Gefühl, dass bei dieser Art von Film, wenn er zu weit geht, er oft zu dramatisch wird. Es ist manchmal schwierig, weiter zuzusehen“, sagte Hikari.

Quelle: Asahi Shimbun

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