Musik-Special: Anime mit Anspielungen auf reale Musiker und Songs

Vermutlich jeder wird beim Sehen einer Serie oder eines Films bestimmt schon mal das Gefühl gehabt haben, dass ihm das gerade Gesehene irgendwie bekannt vorkommt. Auch wenn so etwas auch schon einmal zufällig vorkommt, ist das meistens genau so gewollt. Solche Anspielungen auf Reale Personen oder anderes sind in Filmen, Serien usw. gang und gäbe und finden sich auch in vielen Anime.

Meistens handelt es sich dabei um Personen, Filme etc., die zumindest einem Großteil bekannt sein dürften, damit auch möglichst viele den Wink verstehen. Bei solch versteckten Verweisen kann es sich auch um Musiker oder Songs handeln. Im Folgenden möchte ich euch daher einen Einblick in ausgewählte Anime geben, die solche Anspielungen bereithalten.

AKB0048

AKB0048
© Satelight Inc.

Manchmal ist diese Anspielung auf reale Personen eigentlich unübersehbar. So auch bei AKB0048, bei dem sich nicht nur im Titel ein solcher Verweis findet. Der komplette Anime basiert auf der Idol-Gruppe AKB48.

Interessanterweise sind die tatsächlichen (und ehemaligen) Mitglieder im Anime nicht zu sehen. Stattdessen handelt es sich bei den Hauptpersonen um deren (geistige) Nachfolger, die jeweils den Namen des realen Mitglieds “erben”, dem sie am meisten ähneln. Außerdem finden sich auch zahlreiche Choreografien und Outfits, die auf realen Gegenstücken von AKB48 basieren.

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Amagi Brilliant Park

Amagi Brilliant Park
© Kyoto Animation

In Amagi Brilliant Park sind nahezu alle Namen von Haupt- und Nebenfiguren Anspielungen auf irgendeine Weise wie z. B. duch Mythologie oder Essen inspiriert.

Die Namen einiger Haupt- und Nebenfiguren enthalten auch Wortspiele, die auf amerikanische Hip-Hop-Künstler hinweisen. Beispielsweise wird aus dem Protagonisten Seiya Kanie, wenn der Vorname als “West” übersetzt und  Vor- und Nachname vertauscht wird, nun Kanye West. Ähnliche Wortspiele finden sich auch bei Izusu Sento (50 Cent), Hime Latife Fleuranza (Queen Latifa), Ashe (Usher) und Kyubu Aisu (Ice Cube).

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Cowboy Bebop

Cowboy Bebop
© Sunrise Inc.

Zuschauern des Anime Cowboy Bepop ist vermutlich das Alt-Herren-Trio aufgefallen, das durch den Weltraum reist und immer wieder an denselben Orten landet wie Spike Spiegel und seine Crew.

Zusammengenommen ergeben die Vornamen dieser 3 den Namen des bedeutenden brasilianischen Musikers Antonio Carlos Jobim. Außerdem sind einige Episoden-Titel Anspielungen auf verschiedene bekannte Songs. Dazu gehören bspw. die Episoden 3 und 6, die nach den Liedern Honky Tonk Woman und Sympathy for the Devil von The Rolling Stones benannt sind, oder auch Episode 14 – Bohemian Rhapsody, betitelt nach dem gleichnamigen Lied von Queen.

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Mawaru Penguindrum

Mawaru Penguindrum
© Brain’s Base

In Mawaru Penguindrum gibt es das Idol-Duo “Double H”, das im Anime schon fast allgegenwärtig ist. Vor allem sieht man diese als Chibi-Variante auf den Bildschirmen in Zügen.

Die beiden Mitglieder dieser Band sind dabei nach bekannten japanischen Sängerinnen benannt. Hibari Isora ist nach Hibari Misora und Hikari Utada nach Hikaru Utada benannt . Dazu kommt noch eine Art Hommage an die japanischen Rockband ARB. Bei nahezu allen Liedern die zum Soundtrack des Anime gehören, handelt es sich um gecoverte Songs der besagten Band. Diese werden dabei von der fiktiven Band Triple H (bestehend aus Hibari, Hikari und Hiwari) gesungen.

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One Piece

One Piece
© Eiichiro Odas/Shueisha, Toei Animation

Bei einem so lang laufenden Anime wie One Piece sind zahlreiche Anspielungen auf reale Personen oder andere Dinge nicht besonders ungewöhnlich. Zu den wohl markantesten piratenfernen Verweisen gehören wohl Brook und Jango (in Deutschland bekannt als Jacko).

Brooks Aussehen (z. B. Hut, Frisur oder Brille), basiert auf dem Gitarristen Slash. Besonders gut sieht man das, bevor er zum Skelett wird. Sein wechselnder Kleidungsstil hingegen ist von verschiedenen Musikern wie bspw. Jimi Hendrix inspiriert. Jango hingegen weist eine verblüffende Ähnlichkeit zu Michael Jackson auf. Nicht nur, dass Jango nahezu genauso aussieht wie dieser, er ist auch ähnlich exzentrisch. Zudem läuft er so gut wie immer im Moonwalk und gibt sehr markante Laute von sich, die man sofort Michael Jackson zuordnen würde. Beim Gesicht kann man aber die starke Ähnlichkeit zu Steven Tyler nicht verleugnen.

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Guilty Crown

Guilty Crown
© GUILTY CROWN committee

Der Verweis auf eine reale Band die in Guilty Crown vorkommt, ist in jeglicher Hinsicht sehr speziell. Das Besondere ist nämlich, dass diese Anspielung nicht von Anfang an vorhanden war, da die Band noch nicht existierte.

Konkret geht es dabei um die Band Egoist, die ursprünglich wie andere fiktive Bands nur für den Anime entstanden ist. Egoist gewann aber vor allem durch das Internet eine derartige Popularität, dass entschieden wurde, die Band auch nachdem Guilty Crown zu Ende war, weiterzuführen. Das heißt, die Band entstand erst durch den Anime. Daher dürfte man mittlerweile die Band Egoist in Guilty Crown auch als eine Art Anspielung auf die reale Band verstehen können.

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Soul Eater

Soul Eater
©Atsushi Ohkubo/SQUARE ENIX,TV TOKYO,MEDIA FACTORY,BONES

Ein Großteil der Namen von Charakteren oder Attacken in Soul Eater haben ihren Ursprung in verschiedenen Dingen wie z. B. Mythologie oder Videogames. Hier und da gibt es aber auch Anspielungen zu Musikern.

Es reicht schon, sich die drei Protagonisten-Teams anzuschauen. Maka Albarn ist nach dem Blur-Frontmann Damon Albarn benannt, Black Star heißt wie eine Hip-Hop-Band und die Waffen Patty und Liz sind nicht nur Anspielungen auf Thompson-Waffe, sondern auch auf die Thompson Twins. Bei den Charakteren Sid Baret (Syd BarettPink Floyd) und Justin Law (Justin Lo) sind die Namen sogar fast identisch mit ihren realen Ursprüngen. Zudem sind Attacken wie z. B.  Smashing Pumpkin oder The Living End besonders leicht erkennbare Anspielungen auf Bands. Nur bedingt schwieriger ist bei Mosquitos Technik Police Stinger die Anspielung auf The Police mit Frontmann Sting zu erkennen.

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Angel Beats!

Angel Beats!
© Maeda Jun,Yuriko Asami, ASCII Media Works

Wenn es um irgendetwas mit Musik bei Angel Beats! geht, hat es vermutlich etwas mit TK zu tun. Über den ständig tanzenden Tk ist eigentlich so gut wie nichts bekannt, nur, dass er immer in kurzen Sätzen in Englisch spricht.

Es ist nicht verwunderlich, dass diese ziemlich zusammenhanglos und merkwürdig wirken, da es sich dabei überwiegend um Songtitel oder Passagen aus Songtexten handelt. Meistens sind diese von der Band Tm Network (z. B. Get Chance and Luck), deren Mitglied Tetsuya Komuro auch als TK bekannt ist. Ein paar seiner Tanzmoves sind außerdem offensichtlich eine Anspielung auf Michael Jackson. Zudem enthält nicht nur der Titel der zwölften Episode eine Hommage an Bob Dylans wohl bekanntesten Song Knockin’ On Heavens Door, sondern der Song und auch Bob Dylan werden in der Folge explizit erwähnt.

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Panty & Stocking with Garterbelt

Panty & Stocking with Garterbelt
© Gainax Co., Ltd.

Bei Panty & Stocking with Garterbelt könnte man bei Folge 10 (Teil 3) meinen, dass es das Ziel, war möglichst viele Anspielungen zu realen Musikern in wenig Zeit unterzubringen.

Bereits der Titel dieser (Teil-)Episode “Help! We are Angels” stellt einen Wink zum Album und Song Help! von The Beatles dar. In der Episode selbst gibt es ein Musikvideo, dass zahlreiche Parodien zu Musikern (bzw. deren Musikvideos) enthält. Mit dabei sind Elvis Presley, Gorillaz, Jimy Hendrix, Kiss, Lady Gaga, Sex Pistols und ein paar andere. Da das anscheinend noch nicht ausreichte, wurden auch noch ein paar Albumcovers mit parodiert. Dabei handelt es sich um die Alben: The Division Bell, The Velvet Underground and Nico, Nevermind und In the Court of the Crimson King.

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Jojo’s Bizarre Adventure

JoJo's Bizarre Adventure
© Hirohiko Araki/SHUEISHA / David Production

Auch bei Jojo’s Bizarre Adventure wird schon regelrecht übertrieben mit den Anspielungen. Viele der Charaktere sind nach Musikern, Songs oder Alben benannt.

Besonders oft sind diese in den Genres Metal oder Rock heimisch. Angefangen bei Dio Brando, dessen Vorname von einem der bedeutendsten Musikern des Metal-Genre Ronnie James Dio herrührt. Der Familienname Zeppeli kommt dagegen von der Band Led Zeppelin. Dazu gibt es bei den Charakternamen noch unzählige weitere Anspielungen, die bei Weitem aber zu viel sind, um alle zu erwähnen. Auch die “Stands” vieler Charaktere haben Namen die solche Verweise besitzen. Die meisten Musik-Anspielungen in einer Person vereint wohl Kira Yoshikage. Nicht nur, dass er zweifellos wie David Bowie aussieht, auch sein “Stand” ist zudem nach dem Song Killer Queen von Queen benannt. Hinzu kommt noch, dass dieser Bomben wirft mit den Namen Sheer Heart Attack (Album von Queen) und Another one Bites the Dust (Song von Queen).

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