First View: Liselotte to Majo no Mori

    Liselotte to Majo no Mori in einer Manga-Preview

    liselotte-to-majoNatsuki Takaya begeisterte deutschsprachige Manga-Leser mit Serien wie Fruits Basket oder Twingle Stars. In Japan lautet ihr aktuelles Werk Liselotte to Majo no Mori, dessen fünfter Band im November 2013 erscheint und das hierzulande noch nicht lizenziert wurde. Wie werfen für euch einen Blick in das erste Volume der Shojo-Serie.

    Liselotte lebt in einem Haus in einer naturbezogenen Gegend. Zwei Jugendliche, die Zwillinge Alto und Anna, dienen der jungen Frau, die stets versucht ein normales Leben zu führen. Liselotte ist gerade dabei ein Gemüsebeet anzupflanzen, worüber Alto nicht begeistert ist, da diese sich nicht die Hände schmutzig machen sollte und keine Ahnung von Gartenarbeit hat. Anna dagegen stellt sich daheim auf Liselottes Seite. Auch zeigt sie der jungen Frau ein Buch, indem berichtet wird, dass es in dieser Gegend Hexen geben soll. Ein Junge namens Enrich taucht in Liselottes Gedanken auf – mit diesem war sie zusammen, bevor die Zwillinge zu ihr kamen. Die junge Frau wundert sich, ob er in dieser Gegend wohl sein mag. Sie zieht sich das Buch nun zur Gemüte.

    Am Tag darauf möchte Liselotte mit Alto und Anna kochen. Doch dies scheint Ersteren abermals nicht zu gefallen. Er meint, sie solle sich lieber um sich kümmern. Während Anna versucht den Streit zwischen den beiden zu schlichten, zieht es Liselotte nach draußen. Dort wird sie plötzlich von einer düsteren weiblichen Gestalt aufgesucht, die ihr Äpfel anbietet. Liselotte verweigert diese und das Weib wird immer aufdringlicher. Sie bekommt das Gefühl, einer Hexe gegenüberzustehen. Plötzlich taucht ein hellhaariger, junger Mann auf und rettet sie. Er sieht Enrich sehr ähnlich, doch bevor Liselotte dessen Namen aussprechen kann, bricht der Schönling zusammen und meint, er hätte Hunger. So schleppt die junge Frau ihn zu sich nach Hause.

    Dort kümmert Liselotte sich um den Unbekannten und erfährt, dass sie tatsächlich von einer Hexe angegriffen wurde. Alto schenkt der Geschichte keinen Glauben. Er bleibt dem jungen Mann skeptisch gegenüber, während Liselotte und Anna ins Grübeln kommen. Als sie ihn nach seinem Namen fragen, antwortet er: Engetsu, sein richtiger Name würde noch »schlafen«. Er sei auf der Suche nach einer bestimmten Hexe. Was verbirgt der mysteriöse Engetsu? Auch stellt sich die Frage, was es mit den Hexen auf sich hat. Und welche Geheimnisse trägt Liselotte wohl in sich, ob es zwischen ihr und Enrich letztendlich zu einem Wiedersehen kommt?

    Liselotte to Majo no Mori ist Natsuki Takayas aktuelle Manga-Serie, die derzeit vier Bände umfasst und noch nicht abgeschlossen ist. Das fünfte Volume wird im November 2013 in Japan publiziert und die Einzelkapitel erscheinen in Hakusenshas Hana to Yume.  In der Geschichte verbindet die Mangaka geschickt Slice of Life-Elemente, Dramatik, Fantasy, Romantik und Mystery. Sie greift darin ebenso auf bekannte Szenarien aus Märchen zurück – beispielsweise die böse Königin aus Schneewittchen, die der Prinzessin vergiftete Äpfel unterjubeln möchte. Auch erinnert die Gestaltung der Protagonistin Liselotte sehr an Alice aus Alice im WunderlandTakaya-senseis Erzählung plätschert oftmals etwas vor sich hin, wird aber dank der vielen mysteriösen sowie teilweise humorvollen Charaktere nicht langweilig. Ähnlich wie bei ihren Werken Twinkle Star und Fruits Basket braucht der Leser etwas länger, um mit der Story warm zu werden. Wer von Natsuki Takayas früheren Manga-Serien schon begeistert war, dürfte auch mit diesem Titel zurechtkommen. Erwähnenswert ist ebenso der schlichte aber charakteristische Zeichenstil der Mangaka. Shojo-Fans ist Liselotte to Majo no Mori durchaus nahezulegen.

    Liselotte to Majo no Mori © 2001 Natsuki Takaya, Hakusensha Inc.

    Gina
    ich bin eine ziemlich durchgeknallt aber ruhige Manga-Leserin der 30+ Generation :3