Next View: Big Order – Episode 9

Gennais Plan scheint schrittweise ungehindert aufzugehen und selbst die Regierung Dazaifus hat dabei kein leichtes Spiel. Was hat Gennai vor und in welche Rolle spielen Sena und Eiji in seinem Vorhaben?
Hier ist unser Rückblick auf Episode 9 zu Big Order.

Ganz wichtig: Es gibt in diesen Artikeln massive Spoiler und es handelt sich hierbei nur um die subjektive Meinung des jeweiligen Redakteurs. Also: Lesen auf eigene Gefahr.

Und um die allgemeine Handlung noch einmal in Erinnerung zu rufen, haben wir hier nochmal eine kurze Beschreibung:
Eiji Hoshimiya hatte einst einen bestimmten Wunsch – die Zerstörung der Welt. Durch die Fee Daisy bekam er die Möglichkeit dazu, seinen Wunsch wahr werden zu lassen, doch ist er nicht der einzige. Überall auf der Welt gibt es Menschen wie ihn – Menschen, deren Wünsche erhört und als besondere Kraft geboren werden. Jene Menschen werden auch Order genannt. Seit dem schrecklichen Vorfall vor 10 Jahren schwor Eiji sich, seine Kraft nie wieder einzusetzen und versucht seither, diese unter Kontrolle zu halten. Doch war sein Wunsch tatsächlich nur die pure Zerstörung der Welt? Und weshalb wünscht er sich so etwas?

Big Order
Big Order / © Asread / BIG ORDER ANIME PROJECT

Was die aktuelle Episode angeht, bin ich ehrlich gesagt ein wenig geteilter Meinung. Trotz des Unterhatungsgrades und der sich erneut aufbauenden Spannung, waren einige Aspekte einfach viel zu klischeehaft, unspektakulär oder einfach nur unpassend. Der Beginn der Folge ist dabei ein Paradebeispiel. Obwohl eine Krisensituation herrscht und die endgültige Zerstörung bevorsteht, versucht Iyo, die wir ganz am Anang als stilles und schüchternes Medium kennenlernten, derweil ihren geliebten Eiji dazu zu bringen, mit ihr ein Kind zu zeugen. Man könnte jetzt behaupten, dass abgesehen vom falschen Zeitpunkt doch gar nichts daran verwerflich wäre. Jedoch kommt die kleine, aber nicht ganz unwichtige Tatsache hinzu, dass Eiji sogar gefesselt ist und derzeit eindeutig andere Sorgen hat. Ganz trocken betrachtet finde ich das leider ziemlich schade, da ich mir von Iyo einiges mehr erhofft hatte, da sie sonst immer so bedacht wirkte. Aber immerhin wurde sie noch rechtzeitig vernünftig und ließ den “armen” Jungen gehen, nachdem er aufs Neue seine tragische Geschichte erzählt.

Nach diesem holprigen Start findet die Episode langsam wieder die richtige Bahn und verläuft ganz nach dem üblichen Schema. Allerdings fällt dabei immer mehr auf, dass auch Sena nicht ganz rational zu sein scheint und viel mehr für ihren Bruder empfindet, als nur geschwisterliche Liebe. Dies machte sich zwar schon öfter bemerkbar, doch bestätigte sich nun eindeutig am Ende ihres vorerst letzten Gespräches mit Rin. Ob dasselbe nun auch wirklich für Eiji gilt oder nicht, steht noch offen. Aber auch er weist gewisse Signale dafür auf.

Während die Zehn Hände der Regierung Dazaifus versuchen in Gennais Hauptquartier einzudringen, ist dieser derweil dabei, Sena seine wahren Pläne zu offenbaren. Ab hier wird es nämlich zu klischeehaft, wie vorhin bereits erwähnt wurde. Anstelle eines bösen Meistergenies mit einem alles erschütternden Plan oder jemand, der dies schlussendlich nur für seine Kinder tut, stellt sich Gennai stattdessen als ein weiterer Idealist heraus, der den Menschen eine falsche glückliche Realität aufzwingen will und dies für das einzig Richtige hält. Natürlich war dies zwar von vornherein zu erwarten, da alles darauf hindeutete, doch eine dramatische Wendung hätte das wirklich noch in eine positivere Richtung kippen können, aber sei’s drum. Nebenbei bemerkt ist auch der kreative Name “Gate” wohl auch mehr als nur unspektakulär für das Tor zu einer Realität, die unzählige Universen erschaffen kann, in denen alle Wünsche erfüllt werden. Dabei geht es nicht um die plumpe Übersetzung des Wortes “Tor”, sondern eher darum, dass dieser Name gefühlt in jedem zweiten Anime vorkommt, der irgendwie mit einem mysteriösen Tor zusammenhängt.

Big Order
Big Order / © Asread / BIG ORDER ANIME PROJECT

Das einzige, was mich an der Episode nun tatsächlich überrascht hat war, dass Sena eigentlich der erste Order und somit die erste Person war, die den Kontakt zur anderen Seite des Gates aufnahm und nicht Eiji. Dass die Erinnerungen der beiden verfälscht wurden, zeigte sich zwar schon in einigen Sequenzen zuvor, doch dass mehr als nur die Erinnerung an ihren Vater falsch ist, empfand ich schon als interessante Wendung. Noch überraschender war aber eher das Ende. Dass Sena nicht einfach von dort fliehen würde war schon zu erwarten, doch dass sie Eiji ohne zu zögern direkt ersticht, hatte ich nun wirklich nicht erwartet.

Trotz der vielen negativen Punkte war die Episode nicht allzu übel und konnte dennoch gut unterhalten, auch wenn dabei einige Enttäuschungen der Preis dafür waren. Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf das Finale am kommenden Freitag, da ich nach wie vor die Hoffnung auf ein super Ende nicht aufgebe, doch ich denke, dass es mir auch gefallen wird, sollte das Ende nicht total unerwartet und spektakulär sein. Man sollte schließlich seine Ansprüche nicht immer zu hoch setzen und stattdessen einfach die Unterhaltung genießen.

Freut euch also auch auf den großen Showdown!
ORDER!

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