Next View: Bungo Stray Dogs – Episode 10

Die Lage spitzt sich zu! Während Dazai seine Spielchen mit Chūya treibt, befindet sich Atsushi noch immer in Akutagawas Gewalt. Wird Kunikida ihn befreien können?
Hier ist unser Rückblick auf Episode 10 zu Bungo Stray Dogs.

Ganz wichtig: Es gibt in diesen Artikeln massive Spoiler und es handelt sich hierbei nur um die subjektive Meinung des jeweiligen Redakteurs. Also: Lesen auf eigene Gefahr.

Und um die allgemeine Handlung noch einmal in Erinnerung zu rufen, haben wir hier nochmal eine kurze Beschreibung zu Bungo Stray Dogs:
Nakajima Atsushi wurde aus seinem Waisenhaus geworfen und landete somit auf der Straße. Kurz vorm Verhungern rettet er, als er an einem Fluss steht, einen Mann, der versucht sich selbst zu ertränken. Dieser stellt sich als Dazai Osamu vor. Er und sein Partner Kunikida gehören einer speziellen Gruppierung von Detektiven an, die allesamt übernatürliche Fähigkeiten besitzen und die Fälle übernehmen, die für normale Polizeibeamte zu gefährlich sind. Als sie versuchen, einen menschenfressenden Tiger aufzuspüren, stellt sich heraus, dass dieser eine bestimmte Verbindung zu Atsushi zu haben scheint.

Bungo Stray Dogs
Bungo Stray Dogs / © Bones / BUNGO STRAY DOGS ANIME PROJECT

Es sind sicher viele derselben Meinung, wenn ich sage, dass dies mit Abstand die actionreichste von allen bisherigen Episoden war. Zunächst wird in der ersten Hälfte die Spannung gesteigert, als wir uns einen kurzen Schlagabtausch zwischen den beiden Ex-Partnern Dazai und Chūya anschauen dürfen. Die Zwischendialoge verraten uns dabei einige kleine Details über ihre Vergangenheit und Dazais Plan. Erneut stellt sich heraus, dass Dazai einfach nur ein leichtsinniger Verrückter mit enialen Einfällen ist. Die Idee, sich absichtlich gefangen nehmen zu lassen, nur um die Person ausfindig zu machen, die Atsushi in die Finger bekommen möchte, kann ja eigentlich auch nur aus seinem durchgeknallten Schädel stammen. Allerdings ist er auch (trotz der vielen Selbstmordversuche) nicht so unbedacht und fahrlässig, wie man zunächst erwarten mag, da er bereits seine eigene Flucht sicher mit eingeplant hat. Ich wiederhole mich damit zwar, doch Dazai ist einfach ein Genie und gleichzeitig mein persönlicher Favorit in diesem Anime.

Selbst wenn er eigentlich in Lebensgefahr schwebt, bleibt er eher der ruhigere Typ, der seinen Gegner sogar weiter provoziert, anstatt ihm auszuweichen. Auch daran merkt man deutlich sein Selbstbewusstsein und die Tatsache, dass in Wahrheit er die Oberhand hat, auch wenn es erst nicht danach aussehen mag. Von diesem Herrn können wir sicher noch eine Menge erwarten.

Bungo Stray Dogs
Bungo Stray Dogs / © Bones / BUNGO STRAY DOGS ANIME PROJECT

Apropos “eine Menge erwarten”… Auch Atsushi zeigt sich in dieser Folge von seiner besten Seite. Nachdem Kyōka sich selbst aufopfert und Akutagawa ablenkt, um Atsushi die Flucht zu ermöglichen, plagt ihn sein Gewissen und er weigert sich, auf das Boot von Kunikida zu springen, das in der Zwischenzeit das Transportschiff erreicht hat. Erneut wiederholt sich das Szenario, in dem Kunikida meint, Atsushi könne nichts mehr für das Mädchen tun und er solle sich selbst in Sicherheit bringen. Wie zu erwarten entscheidet sich Atsushi jedoch dagegen und Kyōka zur Hilfe. Doch die Zeit drängt, denn die von ihr verursachte Explosion soll das Schiff schon bald versenken.

Im Rest der zweiten Hälfte kommt es mit dem Kampf zwischen Atsushi und Akutagawa zum langersehnten Höhepunkt der Episode. Wie spektakulär und spannend dieser Kampf war, muss ich euch ja wohl kaum im Detail erläutern, da er einfach selbst für sich spricht. Was das ganze noch gedtoppt hat, waren weitere Zwischendialoge der beiden, zu denen noch die Rückblenden von Akutagawa während seiner Zeit als Dazais Schüler hinzukommen. Im Laufe der Schlacht wird uns dabei immer klarer, wieso Akutagawa einen so großen Hass gegenüber Atsushi entwickelt hat. Wie es scheint, handelt es sich dabei um pure Eifersucht, da Dazai ihn anscheinend (jedenfalls in seinen Augen) aufgegeben hat und nun Atsushi als einen seiner “besseren Untergebenen” ansieht. Während Akutagawa durch seinen Zorn immer weiter geblendet wird, wächst Atsushi umso mehr aus sich heraus und selbst sein Charakter scheint sich nun stark verändert zu haben. Dies hilft ihm letztlich – wie zu erwarten war – den Kampf für sich zu entscheiden und seinen Gegner ins Meer zu befördern. Bloß gut, dass Kyōka wieder bei Bewusstsein war, da die letzten Explosionen ansonsten auch Atsushi mit in die Tiefe gerissen hätten (oder was von ihm übrig geblieben wäre).

Wie man deutlich sehen bzw. lesen kann, hat Bungo Stray Dogs sich diesmal selbst übertroffen und kann mehr als nur gut unterhalten. Die Balance zwischen Action, Dramatik und dem nötigen Inhalt hat einfach nur perfekt gestimmt und mir fällt eigentlich kein wirklicher negativer Kritikpunkt ein. Außerdem kommt ja auch noch die kurze Szene am Ende hinzu, bei der man den mysteriösen Kunden zu sehen bekommt. Dazais fassungslosem Gesichtsausdruck zufolge, handelt es sich dabei wohl nicht einfach nur um eine x-beliebige Person…

Auch wenn die nächste Folge wieder ruhiger wird, freue ich mich trotzdem schon sehr darauf, da anscheinend ein weiteres Mitglied der Detektei (Kenji) nun näher beleuchtet wird.

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