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Pastoren aus Maine wollen My Lesbian Experience with Loneliness Manga aus Ausstellung entfernen lassen

Kabi Nagatas Manga My Lesbian Experience with Loneliness und andere Bücher über LGBTQ+ waren Bestandteil einer Ausstellung, die sogenannte „verbotene Bücher“ in den Fokus stellte. Die Zusammenstellung würdigte eine Woche lang „verbannte Bücher“. Die Ausstellung mit den Titeln, die bei Pastoren auf solchen Gegenwillen stieß, fand in der öffentlichen Bibliothek von Rumford statt.

Die erste „Woche der verbannten Bücher“ fand 1982 statt und wird seitdem landesweit jedes Jahr fortgesetzt. Die Grundidee ist es, Bücher in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen, die für eine gewisse Zeit der staatlichen Zensur unterlagen.

Die Geistlichen Dan Pears von der Rumford Baptist Church, Justin Thacker von der Praise Assembley of God und Nathan March von der Parish of the Holy Saint schickten am sechsten September einen Brief an die Bibliothek von Rumford. Die Verfasser vertraten die Meinung, dass „die Ausstellung nicht für eine öffentliche Bibliothek geeignet ist, die von Familien und religiösen Personen besucht wird“. Als Beispiel führten die Pastoren die nackten Protagonistinnen auf dem Manga My Lesbian Experience with Loneliness an. Sie fanden das Buch zu aufreizend und auffällig.

Bücher als politisches Statement

Gleichzeitig prangerten die Autoren des Briefes an, dass die Ausstellung Homosexualität fördere. Sie verwiesen in ihrem Schreiben darauf, dass Kinder nicht zu früh an Themen wie Sexualität herangeführt werden sollten. Außerdem vertrete „die Präsentation die politische Ansicht, dass Homosexualität akzeptabel ist. Eine Vorstellung, die die Empfindungen traditioneller Christen und Muslime empfindlich stört“.

Die Nationale Koalition gegen Zensur (NCAC) und der Fond zum Schutz von Comics (CBLDF) sprachen der Bibliothek in Rumford in einer offiziellen Erklärung ihre Unterstützung aus. Beiden Organisationen lehnten es ab, den Menschen Zugang zu diesen Werken zu verweigern. Besonders, wenn diese Beschränkungen sich aus persönlichen Ansichten oder der Meinungen Einzelner oder einer religiösen Gruppe ergeben. Als öffentliche Einrichtung seien Bibliotheken verpflichtet, ihre Bücher frei von Diskriminierung oder sexueller Orientierung zur Verfügung zu stellen.

Welche Bücher „dürfen“ nicht in Bibliotheken?

Mindestens 50 Prozent der Bücher, die in diesem Jahr auf der Liste der TOP 10 verbotener Bücher der Vereinigung amerikanischer Bibliotheken stehen, stammen von LGBTQ+ Künstlern oder befassen sich mit diesem Thema.

Die Bibliothek führte eine offene Diskussion mit ihren Besuchern, um zu entscheiden, was an der Ausstellung geändert werden sollte. An einem Treffen am 11. September nahmen etwa 70 Personen teil, darunter die Autoren des Briefes, Pearson und Thacker. Letzterer entschuldigte sich bei dem Treffen und erklärte, dass er Homosexuelle nicht angreifen wollte. Er ging davon aus, dass der Brief nur von den Verantwortlichen der Bibliothek gelesen werden würde. Er fand es sehr bedauerlich, dass das Schreiben an die Öffentlichkeit gelangte.

Lehrer und hohe Geistliche der Gemeinde nahmen an der Versammlung teil und unterstützten die Position der Bibliothek. Die Diskussion dauerte fast zwei Stunden und endete mit der einstimmigen Meinung des Kuratoriums, dass die Ausstellung genauso bleibt, wie sie ist. Das heißt, dass auch der Manga My Lesbian Experience with Loneliness weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Aussteller verbotener Bücher
Bild: Bruce Farrin, Rumford Falls Times

Quelle: Sun Journal

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