Sukuiya – Manga-Test

Würdet ihr ohne Gegenleistung täglich anderen Menschen helfen? Nishiki schon und was sie als “Sukuiya” erlebt, wird im Manga aus der Feder der Schöpfer von Shugo Chara! und Rozen Maiden erzählt. Was euch dabei erwartet, verrät unser Test.

Nishiki ist vor Kurzem zu ihrer Oma nach Misato gezogen, einer Stadt mit sehr vielen Hügeln. Jeder von ihnen hat einen eigenen Namen sowie eine Geschichte. In der Schule hat Nishiki noch keine Freunde. Einzig mit dem Jungen Soma, welchen sie bereits aus Kindestagen kennt, umgibt sie sich manchmal. Was tut so ein Mädchen in ihrer Freizeit, an einem Ort, an dem sie kaum jemanden kennt? Ganz einfach, als »Sukuiya« arbeiten.

Doch was macht man bei diesem Job? Am Einfachsten wäre es mit einem »Mädchen für alles« vergleichbar. Nishiki hilft den Menschen, von Einkäufen für ältere Personen bis Babysitten, ein Sukuiya macht fast alles. Anstelle einer Bezahlung genügt ihr eine Papiernotiz, dass der Auftrag erledigt ist. Aus diesem faltet Nishiki am liebsten Kraniche.

Bei der Aufgabe einen entlaufenden Kater zu finden, begegnet die Schülerin zum ersten Mal dem kleinen Mädchen Akai. Bereits am darauffolgenden Tag ist genau dieses Mädchen der nächste Auftragt. Akai lebt alleine mit ihrem Bruder in einer Pension, welche von ihm verwaltet wird. Als Kon einen Abend nicht bei seiner Schwester sein kann, bittet er die Sukuiya um Hilfe.

Während das Kennenlernen noch relativ kalt vor sich geht, taut die Stimmung etwas auf als Nishiki vorschlägt, sich gegenseitig ein Geheimnis zu verraten. Akai behauptet, dass sie und ihr Bruder in Wahrheit Füchse sind. Jedoch dürfe das unter den Menschen nicht bekannt werden, da sie sonst wieder im Wald leben müssten. Nishiki erkennt in beiden Geschwistern etwas Fuchsartiges, doch könnte das die Wahrheit sein?

Mit der Zeit entsteht zwischen Akai und der Schülerin eine Freundschaft, so unternimmt die Sukuiya einiges mit dem kleinen Mädchen. Von Problemen mit Goldfischen bis zum Lösen des Rätsels, wer denn Nishikis Fahrrad demoliert hat, erleben die zwei so manches. Aber auch für andere Personen müssen weiterhin Aufträge erledigt werden. Doch einer verläuft sehr unangenehm, wodurch der Sukuiya selbst Gefahr droht.

Vom Zeichnerdou Peach-Pit sind auch hierzulande einige Mangas sowie Animes erschienen, wobei Shugo Chara! und Rozen Maiden zu den bekanntesten zählen. Sukuiya starte 2012 in Japan und umfasst bislang drei Bände. Zwei sind durch Egmont Manga bereits in Deutschland erschienen, das vorerst letzte Volume folgt im Januar.

Alltagsdrama mit einem leichten Hauch Mystery, würde wohl besser zur Beschreibung passen als die Kategorie Romance, die auf dem Buch steht. Ob Akai und ihr Bruder nun wirklich Füchse in Menschengestalt sind oder es sich hier nur um kindische Spinnerei handelt, erfahren wir wohl in den zwei weiteren Bänden. Auch in der Vergangenheit von Nishiki scheint es noch interessante Vorfälle gegeben zu haben. Abgesehen von diesen Mysterien, plätschern die einzelnen Kapitel vor sich hin, es gibt kaum ein einen  größeren Spannungsaufbau. Doch wenn man sich mit der hilfsbereiten Nishiki identifizieren kann und den Zeichenstil von Peach-Pit mag, kann der Manga durchaus unterhalten. Für leidenschaftliche Shojo-Leser und Fans von Shugo Chara! sicherlich einen Blick wert, Genre -Neulinge finden aber mit anderen Werken einen besseren Einstieg.

Wir bedanken uns bei Egmont Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Sukuiya.

© 2012 Peach-Pit/Kodansha Ltd.
© 2014 Egmont Verlagsgesellschaften mbH