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PETA vergleicht The Promised Neverland mit der Massentierhaltung

Die Tierschutzorganisation PETA hat in einem jüngsten Blogeintrag einen umstrittenen Vergleich der Massentierhaltung und dem Anime The Promised Neverland gezogen.

Man erklärt anhand von Details der ersten Folge, was die Parallelen der TV-Serie und der Massentierhaltung ist.

Achtung, Spoiler!

Die Charaktere Emma, Ray, und Norman sind Kinder eines Waisenhauses – sie bekommen nahrhafte Nahrung, dürfen sich draußen herumtreiben und bekommen natürlich das Spielzeug, was sie immer haben möchten. PETA vergleicht diese Prämisse mit der industriellen Tierhaltung: Da werden auch Tiere mit Nahrung gemästet, bekommen aber weniger frische Luft zu spüren oder die Freiheit, zu tun was sie möchten.

So wird auch in der ersten Episode von The Promised Neverland gezeigt, wie die Kinder draußen spielen und dann an einem Zaun halt machen und durchschauen – und sich dabei nach der Freiheit sehnen. Auch diese Szene hat erschreckende Nähe zur Wirklichkeit – Nutztiere wie Kühe, die in engen Käfigen gepfercht werden, haben auch so eine Sehnsucht nach der Freiheit.

Kuh und Emma
Bild: PETA

Am Ende der Episode wird das Vertrauen der Kinder durch die Erwachsenen mißbraucht. Die Erwachsenen sehen die Kinder in The Promised Neverland lediglich als Geldmaschine, um die Wesen der anderen Welt glücklich zu machen. PETA sieht hier ebenfalls einen Vergleich zur Tierhaltung: Tiere vertrauen den Menschen und werden durchgängig Qualen zugeteilt, ohne sich richtig wehren zu können.

So sind zum Beispiel auch alle Kinder tätowiert – wie die Markierungen in der Massentierhaltung. Durch diese Nummerierung werden sowohl die Kinder, als auch Tiere lediglich als ein Produkt gesehen – und nicht als individuelles Wesen. Die Tierschutzorganisation erwähnt dabei, dass Tiere sogar noch qualvoller behandelt werden: Brandmarkierungen, Tritte oder abgetrennte Hörner (Kühe) sind keine Seltenheit.

Ray Schaf Nummern
Bild: PETA

Ein weiterer Vergleich wird mit dem Sensor, den alle Kinder in The Promised Neverland bekommen, gezogen. So eine Markierungsmethode wird ähnlich auch in der Tierhaltung eingesetzt, um das Bewegungsmuster herauszufinden. Es wird dabei keinerlei Strom verwendet, doch werden diese Marken ohne Betäubung o.Ä. gestanzt.

Markierung Kuh Emma
Bild: PETA

PETA hat in ihrem Blogeintrag noch mehrere Beispiele, die Massentierhaltung mit der Animeserie vergleichen. Der Twitter-Beitrag dazu hat bereits über 800 Kommentare und 270 Retweets – die Nachricht, die die Tierschutzorganisation überbringen möchte, kommt also auch nicht nur positiv bei der Animegemeinde an.

Hier geht es zum Blogeintrag auf der offiziellen PETA-Seite (englisch).

Quelle: PETA

WAKANIM hat sich die Lizenz für The Promised Neverland gesichert und zeigt die Serie im Simulcast. Der Manga erscheint bei Carlsen Manga – Band 7 erscheint Ende März. Die Animeserie wird von CloverWorks animiert und wird 12 Folgen lang.

Die Geschichte spielt im Grace Field Haus, einem kleinen Waisenhaus. Obwohl es nicht das beste ist, konnten die drei Protagonisten Emma, Norman und Ray dort einen glücklichen Alltag erleben. Auch wenn die Frau, die sie liebevoll Mama nennen, nicht ihre Mutter ist oder die anderen nicht ihre wirklichen Geschwister sind, gestaltet sich das Leben friedlich und harmonisch. Zumindest bis die Kinder eines Tages hinter die glückliche Fassade blicken und sich dem grausamen Schicksal stellen müssen …

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