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Preview: Mein verfluchter Bräutigam

Mein verfluchter Bräutigam ist der erste Manga aus der Feder von Eri Kagami und Shinobu Matsuda, welcher den Weg zu uns gefunden hat. Akuma No Yona Anata, so der Originaltitel erschien in Japan im Ribon-Magazin von Shueisha, wo bereits erfolgreiche Shojo-Titel wie zum Beispiel Kamikaze Kaitou Jeanne oder Hiyokoi herauskamen beziehungsweise aktuell noch weiterhin erscheinen. Was genau erwartet uns wohl bei diesem Manga, der an einem sehr shojo-untypischen Ort spielt? In Transsylvanien nämlich.

Als 13., und einziges bisher unverheiratetes, Kind kann man natürlich nicht unbedingt wählerisch sein. Aber, dass man sie nun unbedingt mit dem „Teufelsgrafen“ William Basil verheiraten will, findet Juliet trotzdem ein bisschen zu extrem. Volles Bankkonto hin oder her, der Mann gilt als Hexer und soll auch noch mit dem Teufel im Bunde sein! Umso erstaunter ist das Mädchen dann als ihr ein zwölfjähriger Knirps gegenübersteht, der behauptet er sei ihr Verlobter. Die Erklärung für dieses mehr als unpassende Auftreten ist schnell gefunden. Durch einen Fluch verwandelt sich der 21- jährige Graf in einen kleinen Jungen, sobald er romantische Gefühle hegt. Wird es Juliet und ihrem Grafen trotzdem gelingen auf dem politischen Parkett zu bestehen?

Wenn die Zeichnungen halten, was das Cover verspricht, erwartet den Leser eine süß gezeichnet Shojo-Story mit den genre-typischen Elementen, wie den großen Kulleraugen. Schafft es eine Zeichnerin im Ribon-Magazin zu publizieren, hat sie in der Regel einen entsprechend hohen künstlerischen Standard erreicht. Nur die Pose beziehungsweise die Perspektive erscheinen mir ein wenig ungewöhnlich, sodass beim Manga ein genauerer Blick auf diesen Punkt angemessen erscheint.

Lange Zeit war es in gewissen gesellschaftlichen Kreisen Gang und Gebe, seine Töchter möglichst „gewinnbringend“ zu verheiraten. Konnte ein junges Mädchen bis zu einem gewissen Alter nicht erfolgreich unter die Haube gebracht werden, musste schnell eine Lösung gefunden werden. Dann kamen auch eher nicht-standesgemäße oder, wie bei Mein verfluchter Bräutigam,  manchmal zwielichtige Partien ins Gespräch. Dass die jungen Frauen an dieser Stelle nicht unbedingt begeistert waren, ist verständlich. So ähnlich geht es auch Juliet, denn sie soll immerhin einen Mann heiraten den nicht kennt und was sie bisher von ihm gehört hat, stimmt sie nicht optimistischer.

Da bei solch arrangierten Verbindungen die jeweiligen Gefühle der Ehepartner nur eine untergeordnete Rolle spielen, scheint zumindest Juliet auf ihren Zukünftigen eine gewisse Wirkung zu haben. Denn einer völlig Fremden gegenüber entwickelt man(n) normalerweise nicht spontan Gefühle, die mit Romantik zu tun haben. Doch scheint dies bei William der Fall zu sein, denn durch seinen Fluch hat Juliet einen guten Kompass, was die Emotionen ihres zukünftigen Mannes angeht.

Insgesamt erinnert die Geschichte aus Mein verfluchter Bräutigam etwas an Merupuri – Der Märchenprinz von Matsuri Hino. Die vierbändige Manga-Reihe erschien ab 2005 bei Panini. Ich hoffe, dass es sich hierbei nicht um ein reines Aufwärmen des bereits bekannten Stoffes handelt, sondern dass das Autoren-Duo noch ein paar eigene Ideen mit einbringt.

Mein verfluchter Bräutigam umfasst ebenfalls vier Bände und erscheint ab dem 06. Oktober bei Kazé. Kurz nachdem mit Primo Prima, ebenfalls eine Reihe aus dem Ribon-Magazin, abgeschlossen ist, geht es also direkt mit dem nächsten Herz-Schmerz-Mädchen-Manga weiter.

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