Preview: One Piece – Heart of Gold

Am 16. Juli lief im japanischen TV das zweistündige Special One Piece: Heart of Gold. Neben dem zuletzt in der Anime-Serie beendeten Filler-Arc dient auch dieses TV-Special als Einleitung zu One Piece Film Gold, der am 23. Juli in den japanischen Kinos startete. Was dieses zu bieten hat, das verraten wir euch in den nächsten Abschnitten.

Olga befindet sich gerade unfreiwillig auf dem Weg nach Mariejoa und wird von einem Schatzjäger namens Mad Treasure sowie dessen Gefährten angegriffen. Das Mädchen soll wissen, wo sich die vor 200 Jahren verschwundene Insel Alchemi aufhält, auf der sich der Schatz Pure Gold, ein legendäres Metal, befindet. Mad Teasure hat den Auftrag, diesen an Guild Tesoro zu überliefern. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung. Doch trotz Olgas Naivität gelingt ihr mittels ihrer Wasserlaufechse Elizabeth die Flucht. Wie es der Zufall so will, treibt sie der Hunger ausgerechnet an Bord der Thousand Sunny. Dadurch wird die Strohhut-Bande in ihre Probleme verwickelt und bekommt es direkt mit Mad Teasure zu tun …

In One Piece: Heart of Gold gehen Luffy und Co. auf Schatzsuche! Für die Strohhüte ist das ein großes Abenteuer, weshalb die skeptische Olga ihnen langsam Vertrauen schenkt, während ihr Antagonist Mad Teasure darin den Reiz an der Gefahr sieht. Die Macher werden beim Setting sehr kreativ: So befindet sich ein Teil der Insel Alchemi in einem von drei Mägen eines gigantischen Anglerfisches namens Bonbori. Alle Anwesenden müssen demnach dessen Magensäure aus dem Weg gehen.

Des Weiteren befindet sich der gesuchte Schatz im dritten Magen, sodass dieser auch erst mal bereist werden muss. Das verläuft nach One Piece-Manier sehr turbulent und abenteuerlich. Es offenbart sich nach und nach das Geheimnis um das Pure Gold. Beim Versteck des Schatzes angekommen, warten schließlich drei knifflige und lebensgefährliche Aufgaben. Diese müssen Brook, Chopper, Lysop, Nico Robin und Nami lösen. Insgesamt betrachtet wartet die Story mit den üblichen One Piece-Elementen auf. Das Paket aus Action, Fantasie, Abenteuer und Slapstick, weiß aber definitiv zu unterhalten. Wenngleich ich Letzteren an manchen Stellen doch etwas abgelutscht fand.

Wer nun denkt, dieses Special sei Standard und irgendwo als Filler zu betrachten, der irrt sich. Dieses enthält nämlich zwei Aspekte, die tatsächlich überleitend zum Film sind. Es fängt bei den Verknüpfungen der Charaktere an. Angefangen beim Antagonisten Mad Treasure, einem Schatzjäger, den Nami aus ihrer Vergangenheit kennt. Diese enthüllt diesbezüglich noch weitere Details aus ihrer früheren Zeit. In dieser blieb Carina, die in One Piece Film Gold eine Rolle spielen wird, Nami negativ in Erinnerung. Zu guter Letzt erhalten die Strohhüte dank ihrer Auseinandersetzung mit Mad Treasure auch etwas Wichtiges, um überhaupt zur Entertainment-Insel Gran Tesoro zu gelangen.

One Piece: Heart of Gold enthält neben Mad Treasure – einem stereotypischen Antagonisten, der sehr gut vom Schauspieler Shun Oguri dargeboten wird – noch zwei weitere wichtige originale Nebenfiguren: nämlich Olga und deren Vater. Die Hintergrundgeschichte der beiden fand ich weniger spektakulär. Olga besitzt zudem eine recht nervige Art. Dazu kommt mit Minami Hamabe eine unpassende Sprecherbesetzung, die ihre Eigenarten sowie Emotionen leider nicht treffend darstellt. Auf eine Kinderfigur klingt ihre Stimme zudem zu reif. Dadurch werden die Gags abgeflacht dargeboten. Hamabes dargestelltes Kichern fand ich beispielsweise mega nervig.

Positiv fand ich die musikalische Einlage von Brook, was Teil der drei kniffligen Aufgaben war, um das Pure Gold zu finden. Der Image-Song geht denke ich unter die Haut. Insgesamt betrachtet bekommen alle Strohhüte in One Piece: Heart of Gold ihren kleinen aber feinen Auftritt, bei dem sie ihr Können präsentieren. Nach üblicher Manier bestreiten Zoro, Sanji und Luffy den Kampf gegen Mad Treasure sowie dessen zwei Gefährten Psycho P und Naomi Drunk. Den Endkampf inszenierte Toei Animation actiongeladen und flüssig. Generell empfand ich die Produktion des TV-Special von der Qualität her wertiger als manch Episode aus der Anime-Serie.

One Piece: Heart of Gold entpuppt sich demnach als spannendes Abenteuer, das nach One Piece-Manier abläuft. Dieses dient als Einleitung zu den Ereignissen in One Piece Film Gold und besitzt eine direkte Verbindung zum Movie – es sind Kleinigkeiten in der Story und hinsichtlich der Charakterverknüpfungen. Ob es nun wichtig ist, das TV-Special vor dem Film gesehen zu haben, kann ich aktuell noch nicht beurteilen.

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