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A Place further than the Universe Vol. 1 – Die Reise zum Polarlicht

Heute erweist sich die Reise um die Welt gefühlt als Katzensprung, der Südpol ist aber immer noch ein Gebiet, das eher unbekannt ist. Im Madhouse-Anime „A Place further than the Universe“ machen sich vier Mädchen auf, die Antarktis zu erobern.

Mari Tamaki ist im zweiten Jahr der Oberstufe und hat ihren großen Plan noch nicht in die Tat umgesetzt. Zum Start der Oberschule hat sie sich Einiges vorgenommen, so will sie die Schule schwänzen und eine weitere Reise machen, deren Ziel sie bisher noch nicht kennt. Allerdings fehlt es der Schülerin an Überzeugung, immer wenn es ernst wird, fehlt Mari der Mut und sie kehrt zurück in ihren Alltagstrott.

Eines Morgens sieht Mari wie ein Mädchen aus ihrer Schule eine Million Yen verliert. Mithilfe ihrer Freundin schafft die Schülerin es, das andere Mädchen, Shirase Kobuchizawa, zu finden und ihr das Geld wiederzugeben. Die Mädchen kommen ins Gespräch und so erfährt Mari, dass Shirase unbedingt zum Südpol will. Das begeisterungsfähige Mädchen ist sofort Feuer und Flamme für die Idee. Endlich erlebt sie ein richtiges Abenteuer und macht gleichzeitig noch eine weite Reise ….

Reise ins Ungewisse
Maris Traum vom Abenteuer Bild: Madhouse

Schülerinnen, die die Antarktis erobern, sind schon eine ungewöhnliche Idee. Inwieweit diese Vorstellung eigentlich realistische ist, darüber sollte man sich an dieser Stelle nicht zu viele Gedanken machen. Die süßen Mädels rund um Mari und Shirase wissen aber auf jeden Fall zu unterhalten.

Die Reise in eine andere Welt

Auf den ersten Blick mag die Idee hinter „A Place further than the Universe“ ziemlich weit hergeholt, allerdings sorgt die charmante Umsetzung dafür, dass die Serie sowohl unterhaltsam als auch abwechslungsreich ist, selbst wenn sie zu Anfang ein wenig stockt. Die erste Folge wirkt etwas in die Länge gezogen, danach nimmt die Handlung aber merklich an Fahrt auf. Das Zusammentreffen mit den weiteren „Mitreisenden“ Hinata und Yuzuki bringt jede Mengen Spaß in die Geschichte.

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Insgesamt erweist sich die Mischung aus Comedy und ein wenig Drama als gerade richtig, um vor allem die weiblichen Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Während Shirases Grund für die Reise durchaus verständlich ist, erweisen sich ihre Methoden, um an ihr Ziel zu kommen als ebenso unkonventionell wie amüsant. Im Zusammenspiel mit den anderen Mädchen sorgen ihre Pläne immer wieder für skurrile Situationen, die ebenfalls den Anime aufwerten.

Charakter-Designer Takahiro Yoshimatsu gelingt es vier Mädchen aufeinander treffen zu lassen, die auf den ersten Blick nur wenig miteinander zu tun haben, im Zusammenspiel aber wunderbar funktionieren. Die temperamentvolle Shirase stellt einen tollen Kontrast zur eher ruhigen Mari dar, die durch die Begeisterungsfähigkeit aber schnell die Herzen anderer gewinnen kann. Die immer gut gelaunte und spontane Hinata erweist sich als gutes Gegenstück zur ruhigen Yuzuki.

Reise ins Ungewisse
Vier Mädchen reisen in die Antarktis Bild: Madhouse

Spätestens zum Ende der ersten Box wird es dann richtig interessant, wenn sich die Mädchen auf ihr Abenteuer in der Kälte vorbereiten. Während Mari anfangs noch denkt, dass die Vier einfach losfahren und dann rein ins Abenteuer, erwartet die Mädchen ein richtiges Trainings-Camp. Die Widerstände, die sie dabei überwinden, lassen die Gruppe noch mehr zusammenwachsen und gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sich weiter in die Mentalität innerhalb der Gruppe einzufinden.

Universum aus Farben

Auch die grafische Umsetzung der Geschichte weiß zu überzeugen, selbst wenn diese auch am Anfang ein wenig eigentümlich anmutet. Nach diesen ersten Szenen hat man sich aber an die Gestaltung gewöhnt und weiß vor allem die detaillierten Hintergründe schnell zu schätzen. Da die Reise in eine Welt geht, in der auch kleinste Details von Bedeutung sein können, ist ein solcher Blick für Kleinigkeiten, wie ihn Madhouse beweist, lobenswert.

Auch bei der Gestaltung der Protagonisten beweist das Studio, warum es bei seinen zahlreichen Fans so beliebt ist. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, haben Ecken und Kanten, was sie ebenfalls äußerst sympathisch macht. Durch die verschiedenen Charaktere der Mädchen findet jeder Zuschauer schnell einen Liebling, mit dem er oder sie sich identifizieren kann. Auch wenn die Mädels manchmal ein wenig überzogen daher kommen, bleiben sie auf ihre eigene, leicht schrullige Weise liebenswert.

Kawaii Abenteurerinnen
Süßes Abenteuer Bild: Madhouse

Auch eine hübsche, ansprechenden deutsche Veröffentlichung von KSM trägt zum Reiz der Reihe bei. Das erste Volumen erscheint mit einer Sammelbox für alle drei Blu-ray, die ebenfalls ganz im Zeichen des Polarlichts steht und in allen Farben des Regenbogens leuchtet. Gleichzeitig erhält das erste Volumen eine Karte der Antarktis, auf der das Ziel der Mädchen aus „A Place further than the Universe“ eingezeichnet ist. Ein kleiner Aufnäher, mit dem Logo der Gruppe ermöglicht es den Fans, sich ebenfalls als Antarktis-Liebhaber zu outen.

Mit offenen Augen und Ohren

Ähnlich passend wie die grafische Gestaltung erweist sich auch die musikalische Untermalung. Das Opening wurde von der Sängerin Saya beigesteuert, die für einen stimmungsvollen Einstand in die amüsante Geschichte der vier Antarktis-Reisenden sorgt. Für das Ending versuchten sich die japanischen Sprecherinnen der Hauptfiguren als Sängerinnen, wie bereits bei einige anderen Anime der Fall ist, wo die Seiyuus selbst an der Musik mitwirkten.

Eine Figur, viele Gesichter
Mädchen auf großer Reise Bild: Madhouse

Auch der deutsche Sprecher-Cast weiß anders als die Mädchen, genau was er tut. Die Sprecherinnen für die Hauptfiguren leisten wirklich gute Arbeit, wie man es bei einem bekannten Studio wie G & G aus Kaarst erwarten kann. Vor allem Nicole Hise leistet als Shirase Kobuchizawa ansprechende Arbeit und weiß sowohl die manchmal explosive Art ebenso passend darzustellen wie eine nervöse und unsichere Shirase. Obwohl Eleni Möller noch nicht auf eine so lange Karriere als Sprecherin zurückblickt wie ihre Kolleginnen, kann man feststellen, dass die deutschen Sprecherinnen genauso gut zusammen funktionieren, wie ihre japanischen Pendants.

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Nicole Hise zeichnet auch für das Dialogbuch verantwortlich, was sie im Allgemeinen auch gut ins Deutsche übertragen hat. Was allerdings ein wenig auffällt, ist die ständige Nutzung der Phrase „in die Arktis reisen“, die sich schon in den ersten Folgen abnutzt. Wenn eine Figur einen bestimmten Wortlaut oder eine Phrase verwendet, kann das noch als ihr persönlicher Stil angesehen werden, wenn allerdings verschiedene Figuren auf immer denselben Wortlaut zurückgreifen, wird dies schnell störend. Deswegen bleibt zu hoffen, dass die Mädchen ihre Reise bald antreten, damit auch dieser nervige Satz verschwindet.

Fazit

„A Place further than the Universe“ ist eine nette Slice of Live-Geschichte über die Macht der Träume und wozu Freundschaft, wenn sie sich erst einmal entwickelt, fähig ist. Obwohl die Figuren sehr verschieden sind, entwickeln sie sich schnell zu einer harmonischen Gruppe. Selbst wenn die Story ein wenig weit hergeholt erscheint, kann sie durch die liebenswerten Charaktere trotzdem überzeugen.

Die niedliche Idee der Reise zur Antarktis ist in ebenso stimmungsvolle Bilder gekleidet, sodass es Spaß macht, den Bemühungen der Mädchen auf ihrer Reise zu folgen. Eine gute Übersetzung ins Deutsche tut ihren Teil zum Genuss bei, auch wenn ein kleiner Schnitzer ein wenig Nerven kostet.

Vor allem die Box erweist sich als echter Blickfang, der zum Kaufen einlädt. Die farbenfrohe Aufmachung spiegelt die insgesamt hohe Qualität der Animationen wider. Niedliche kleine Verweise in Pinguin-Form unterstreicht die süße Grundidee der Story. Nicht nur Antarktis-Fans werden diese Geschichte mögen, auch wer gern in eine andere Welt entführt werden möchte, sollte die Reise mit den Mädchen aus „A Place further than the Universe“ auf jeden Fall antreten.

Reise zum Polarlicht
A Place Further than the Universe Vol. 1 Bild: Madhouse

Info
A Place further than the Universe Vol. 1
Original Name: 宇宙よりも遠い場所
Transkription: Sora yori mo Tooi Basho
Studio: Madhouse
Erschienen am: Dezember 2017 (Japan) / April 2020 (Deutschland)
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Atsuko Ishizuka
Drehbuch: Jukki Hanada
Musik: Yoshiaki Fujisawa
Synchronisation: G & G Studio, Kaarst
Dialogregie: Sebastian Hollmann
Dialogbuch: Nicole Hise
Freigegeben ab: 6 Jahren
Genre: Slice of Live, Comedy
Medium: Blu-ray, DVD

Story
91 %
Animatin
90 %
Synchronisation
90 %
Preis
85 %

Unser Fazit

Slice of Live Storys bestechen immer durch eine Nähe zum Leben, die bei "A Place further than the Universe" manchmal ein wenig abhanden kommt. Trotzdem weiß die Geschichte mit individuellen und vor allem netten Figuren zu überzeugen. Eine stimmungsvolle musikalische Untermalung sowie eine ansprechende deutsche Übersetzung machen die Serie zu einem echten Hingucker.
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