Anzeige
StartReviewsAnime Reviews"Danmachi" Staffel 3 – Eine Familia auf dem schmalen Grad zwischen Wesen...

Anime House ermöglicht den Zuschauern ein Wiedersehen mit Hestia und Bell

„Danmachi“ Staffel 3 – Eine Familia auf dem schmalen Grad zwischen Wesen und Monstern

Lange mussten die deutschen Fans warten, jetzt setzt Anime House die beliebte Reihe „Danmachi“ in gewohnter Qualität fort. Mit der neuen Staffel bekommt die Geschichte rund um die Hestia-Familia dann auch eine völlig neue Wendung.

Anzeige

Bell und seine Freunde sind mittlerweile stark genug, auch die mittleren Ebenen des Dungeons zu besuchen. Auf Ebene 19 trifft Bell auf ein ungewöhnliches Monster. Die kleine Vouivre ist so ganz anders als gewöhnliche Monster. Die Kleine scheint große Angst zu haben, lässt sich von Bell aber schnell beruhigen. Sie scheint die menschliche Sprache zu verstehen und lernt schnell selbst die ersten Worte zu sprechen. Da keiner der Abenteurer weiß, was er von dem Wesen halten soll, nehmen sie sie mit zu Hestia, die mit der Kleinen, die den Namen Wiene bekommt, aber ebenfalls nichts anzufangen weiß.

Eine Welt voller Monster

Schnell erobert das kleine Mädchen die Herzen der Hestia-Familia, die sie beschützen wollen. Sehr zum Leidwesen von Hestia hängt Wiene sehr an Bell. Nach einem Zwischenfall in der Stadt wird aber ebenso klar, dass Wiene dort nicht bleiben kann. Von der Gilde erhält die Hestia-Familia den Auftrag, sich auf Ebene 20 zu begeben und die kleine Vouivre mitzunehmen. Dort trifft die Gruppe auf weitere außergewöhnliche Monster, die nicht nur Waffen benutzen, sondern ebenfalls mit ihren überraschten Besuchern reden wollen.

LESEN SIE AUCH:  DanMachi-Franchise hat 12 Millionen Bände im Umlauf

Schnell wird Bell und seinen Freunden klar, dass sie auf mehr gestoßen sind, als auf außergewöhnliche Monster. Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob die Oberwelt bereit ist für diese Bewohner des Dungeons, denn bisher sind die meisten Abenteurer dorthin gegangen, um Monster zu töten und nicht um mit ihnen zu diskutieren.

Die schöne heile Dungeon-Welt gerät ins Wanken

Bisher erwies sich die Rollenverteilung in der Welt von „Danmachi“ als ebenso einfach wie auch nachvollziehbar. Auf der einen Seite die Abenteurer und auf der anderen die Monster, die in der Regel als instinktgesteuerte Wesen ohne Intelligenz dargestellt werden. Diese Weltanschauung gerät erst ins Wanken, als die ersten Risse in den festen Vorstellungen auftauchen. Dass im Hintergrund Uranos, der erste Gott, der auf die Erde hinabgestiegen ist, die Fäden zieht, erfährt man erst spät.

Wiene erobert die Herzen
Ungewöhnliches Monster Bild: Fujino Omori-SB Creative Corp./ Danmachi Project
Anzeige

Gleichzeitig gerät die Rolle der Gilde mehr in den Fokus. Diese trat bisher als oberstes Leitgremium auf und ihre Aufgabe gut erfüllt hat. Mittlerweile wird klar, dass auch diese nicht alles versteht, was im Dungeon vorgeht. Letzten Endes sind es wieder Hestia, Bell und ihre Familia, die die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Mit der sogenannten Ikaros-Familia tauchen gleichzeitig noch neue starke Gegner auf, die so nebenbei auch noch erledigt werden müssen, als hätten die Abenteurer nicht schon genug damit zu tun, ihr durcheinander geratenes Weltbild wieder halbwegs in Ordnung zu bringen.

Diese ganzen Verwicklungen sorgen dafür, dass die Geschichte spannend bleibt. Jedes Mal, wenn man sich gerade mit einer neuen Entwicklung angefreundet hat, kommt schon die nächste Überraschung um die Ecke. Die Mischung aus Fantasy und trotzdem sehr menschlichen Dramen weiß den Zuschauer zu faszinieren und sorgt dafür, dass man mit Spannung auf die nächste Folge blickt. Gerade die Tatsache, dass scheinbar auch die Götter nicht so allmächtig und allwissend sind, wie sie gern vorgeben zu sein, macht sie noch sympathischer, wobei Hestia noch einige andere Attribute mit sich bringt, die vor allem beim männlichen Publikum gut ankommen.

Schlagende Argumente
Hestia wieder in Action Bild: Fujino Omori-SB Creative Corp./ Danmachi Project

Mal wieder der Held der Stunde

Was die grafische Umsetzung von „Danmachi“ angeht, liefert das Studio J.C. Staff wieder ordentlich Arbeit ab und kann die Erwartungen der Fans mehr als erfüllen. Die Welt des Dungeons wird um einige mystische Orte bereichert, die sich passend in die abwechslungsreiche Realität einfügen. Gleichzeitig sorgen neue Figuren und Antagonisten dafür, dass es auch im Charakter-Cast nicht langweilig wird. Gerade die intelligenten Monster mit ihren verschiedenen Traumata und Ansichten stellen eine schöne Bereicherung in der Welt der Abenteurer dar.

„Danmachi“ ist gerade wegen der fantasievollen und doch sehr unterschiedlichen Figuren eine Geschichte, der man gern folgt. Die Mischung aus Fantasy-Wesen, Menschen und Göttern sorgt dafür, dass es immer neue Aspekte zu entdecken gibt, die die Handlung bereichern. Ein Großteil der Figuren hat zwar einen ganz eigenen Spleen, was sie aber wiederum sympathisch macht. Die Bösen tragen mit ihrer oftmals reichlich schrulligen Art ebenfalls dazu bei, dass die Geschichte einfach Spaß macht.

Mehr als nur Monster
Monster oder nicht, das ist hier die Frage Bild: Fujino Omori-SB Creative Corp./ Danmachi Project

Auch die Kämpfe wissen in gewohnter Manier zu überzeugen, die Fantasy-Waffen und außergewöhnlichen Fähigkeiten der Abenteurer sorgen für Abwechslung und den einen oder anderen optischen Reiz. Die Mischung aus Action, Drama, Comedy und Fan-Service sorgt dafür, dass „Danmachi“ sowohl für weibliche als auch männliche Fantasy-Fans geeignet ist. Der neue Aspekt der menschlichen Monster macht die Handlung an sich vielschichtiger und lässt auf weitere Überraschungen in der vierten Staffel hoffen, die bereits ebenfalls schon gestartet ist. Die deutschen „Danmachi“-Fans müssen jetzt nur noch die Daumen drücken und hoffen, dass sich Anime House nicht wieder so viel Zeit lässt.

Die Familia hält zusammen

Nachdem Anime House in der Vergangenheit für seine Synchronisationen bereits einiges aufs Dach bekommen hat, verlässt man sich für die aktuelle „Danmachi“-Staffel wieder auf das Altbekannte. Die Stimmen sind den Fans vertraut, sodass man nahtlos von einer Staffel zu nächsten wechseln kann, ohne Störgeräusche erwarten zu müssen. Dies kommt der Handlung ebenfalls zugute, hat man mit der Verarbeitung der aktuellen Ereignisse als Zuschauer genug zu tun.

Hestia-Famila soll wieder alle retten
Die Reise geht weiter Bild: Fujino Omori-SB Creative Corp./ Danmachi Project

Neue Sprecher passen sich perfekt in das bestehende Ensemble ein und weil auch Figuren, die vorher her selten auftauchten, eine größere Rolle spielen, sind auch deren Stimmen mehr gefordert, was alle aber problemlos hinbekommen. Insgesamt sind sowohl die japanische Originalversion als auch die deutsche Übersetzung sehr zu empfehlen.

Das deutsche Release, das Anime House „Danmachi“ ermöglicht, unterstreicht den besonderen Charme des Anime noch. Neben der Discs, die in einem Pappschuber vorliegen, können sich die Fans über weitere Extras freuen. Jedem Volumen liegt ein kleiner Magnet mit dem Konterfei eines Charakters bei. Ein Pappuntersetzer sorgt dafür, dass man den Anime-Abend auch stilecht mit einem kühlen Getränk begehen kann. Ein Booklet zu jeder Disc gewährt außerdem weitere Einblicke in die Handlung und weist auf Besonderheiten hin.

Fazit

Inhaltlich bietet die neue „Danmachi“-Staffel einiges, was nicht nur Fans der Reihe überzeugen wird. Obwohl man denken könnte, dass Menschen in einer Fantasy-Welt eigentlich toleranter sein müssten, beweist der Anime, dass bestimmtes Schubladen-Denken in jeder Welt funktioniert.

Die Handlung wird zudem um einige interessante Aspekte erweitert, für die im weiteren Verlauf der Geschichte hoffentlich noch Raum bleibt. Die Animationen bleiben auf einem guten Niveau und vor allem die vielen verschiedenen Figuren und Charaktere sorgen dafür, dass jeder Zuschauer schnell einen Liebling findet. Die Tatsache, dass die Damen oftmals nicht mit ihren Reizen geizen, dürfte vor allem für die männlichen Zuschauer kein Minuspunkt sein. Zwar bleiben die Figuren größtenteils ihren Klischees treu, trotzdem macht die bunte Mischung Spaß.

Anime House präsentiert die dritte Staffel „Danmachi“ in gewohnter Qualität, sodass man sich neben einer schönen Geschichte auf weitere Extras freuen kann. Die Fans werden von der Geschichte nicht enttäuscht und Liebhaber von nett erzählten Fantasy-Geschichten haben an dem Anime ebenfalls gewiss ihre Freude.

Die Hestia-Familia bekommt es mit neuen Freunden und Feinden zu tun
Die Hestia-Familia vor neuen Herausforderungen Bild: Fujino Omori-SB Creative Corp./ Danmachi Project

Info

Danmachi – Is It Wrong to Pick Up Girls in a Dungeon? – Staffel 3-
Original Name: ダンジョンに出会いを求めるのは間違っているだろうか
Transkription: Danjon ni Deai o Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Hideki Tachibana
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Keiji Inai
Erschienen am: April 2022
Synchronisation: LAB SIX sound and media solution
Länge: 12 Episoden
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Fantasy, Action
Sprachen: Deutsch, Japanisch, mit deutschen Untertiteln
Medium: Blu-Ray, DVD
Bei Amazon kaufen

Unsere Meinung

Story
90 %
Animation
88 %
Synchronisation
82 %
Preis
92 %

Fazit

Mit der dritten Staffel gehen in der Welt von "Danmachi" große Veränderungen vor sich. Bisher sicher geglaubte Prinzipien werden über Bord geworden und neue Herausforderungen tun sich auf. Die Geschichte und ihre verschiedenen Figuren wissen weiterhin den Zuschauer zu überzeugen und ihn bei Laune zu halten. Fans von actionreichen Fantasy-Abenteuern sind in der Welt des Dungeons auf jeden Fall sehr gut aufgehoben.
Anzeige
Anzeige
"Danmachi" Staffel 3 – Eine Familia auf dem schmalen Grad zwischen Wesen und MonsternMit der dritten Staffel gehen in der Welt von "Danmachi" große Veränderungen vor sich. Bisher sicher geglaubte Prinzipien werden über Bord geworden und neue Herausforderungen tun sich auf. Die Geschichte und ihre verschiedenen Figuren wissen weiterhin den Zuschauer zu überzeugen und ihn bei Laune zu halten. Fans von actionreichen Fantasy-Abenteuern sind in der Welt des Dungeons auf jeden Fall sehr gut aufgehoben.