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Food Wars! The Second Plate – Das Menü ist serviert!

Heißer die Köche nie waren

Weihnachten steht vor der Tür und in den meisten Haushalten beginnen schon bald die Vorbereitung für das Heiligabend-Menü. Wer noch ein wenig kreativen Input braucht, sollte einen Blick in „Food Wars! The Second Plate“ werfen. Was die Jungs und Mädels da wieder zaubern, lässt jedem Gourmet das Wasser im Munde zusammenlaufen.

An der Totsuki-Akademie für angehende Sterne-Köche ist die Herbst-Auslese in vollem Gange. Nachdem Soma und Megumi beide die Vorrunde überstanden haben, geht es im Wettkampf jetzt erst richtig los. Soma trifft es dabei besonders hart, denn er muss nicht nur als Erster antreten, seine Gegnerin ist auch noch Alice Nakiri. Diese hat mit ihrer Cousine immer noch eine Rechnung offen und will ihr den Sitz im Zehner-Rat streitig machen. Dass sie dafür gegen Soma und einige andere wirklich gute Köche gewinnen muss, stellt für sie, nach eigenen Angaben, keine große Herausforderung dar. Wenn sie sich da mal nicht irrt … ?

Nachdem die Herbst-Auslese überstanden ist, werden die Schülerinnen und Schüler, teilweise das erste Mal, auf richtige Küchen losgelassen. Als Stagiare, Auszubildende und Hilfsköche, müssen die Jung-Köche sich im richtigen Arbeitsleben beweisen. Die Herausforderung besteht darin, an ihren neuen Wirkungsstätten nicht nur mit dem bestehen Personal mitzuhalten, sondern sie sollen auch noch schaffen, dort einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen …

Food Wars-Star Soma Yukihira
Soma in Action Bild: Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

In Anbetracht der Gerichte, die die jungen Köche im Anime anscheinend aus dem Stegreif auf die Teller zaubern, wird es natürlich schwer, da am heimischen Herd mitzuhalten. Trotzdem bleibt die Geschichte um den symphytischen Außenseiter in der Welt der Haute Cuisine weiterhin spannend und macht eindeutig schon Lust auf die folgenden Gänge.

Mit gewetzten Messern und heißen Pfannen

Die einzelnen Episoden „Food Wars!“ sind zwar größtenteils wieder nach demselben Muster aufgebaut, allerdings tut das dem Spaß keinen Abbruch. Auch diesmal muss sich Soma wieder außergewöhnlichen Gegnern stellen, die seine Kreativität und Findigkeit herausfordern. Dabei stößt der junge Koch das eine oder andere Mal an seine Grenzen, aber anstatt klein beizugeben, überlegt er sich immer wieder neue Kniffe, um seine Gegner zu überraschen.

Mit dem Beginn der Zeit außerhalb der Akademie ändert sich nicht nur der Tagesablauf für die Figuren, sondern auch der Aufbau der Episoden wird angepasst. Soma und seine Mitschüler landen in den unterschiedlichsten Restaurants und müssen sich den dortigen Gegebenheiten anpassen. An dieser Stelle ist dann der Blick hinter die Kulissen eines Sterne-Restaurants schon einmal interessant. Hier herrscht nämlich, anders als nach außen dargestellt, nicht überall eitel Sonnenschein und die Azubis müssen sich ordentlich ins Zeug legen.

Obwohl auch bei diesen Folgen der Fokus wieder eindeutig auf Soma liegt, erfährt der Zuschauer doch immer wieder auch interessante Details aus den Leben der anderen „Food Wars!“Figuren. Diese können durch ihre individuellen Fähigkeiten und Eigenheiten den Betrachter sowohl in ihren Bann ziehen als auch abstoßen. Aber welche Serie kommt schon ohne den einen oder anderen Fiesling aus, der sich am Ende als gar nicht so böse entpuppt, wie vorher angenommen?

Begeisterung hoch vier
Jury in Ekstase Bild: Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

Insgesamt weiß J.C. Staff wieder mit einer tollen Mischung aus Action und Comedy die Aufmerksamkeit zu halten. Vor allem, wenn es daran geht, die Kreationen der Schüler zu kosten, erreicht die Ausdrucksweise mancher Jury-Mitglieder Ausmaße, die jeder Skala spotten. Allerdings sind es gerade diese „menschlichen“ Aussetzer, die unter anderem für die Komik in der Serie sorgen.

Hot, cooler, Soma

Auch was die grafische Umsetzung angeht, lässt das Studio im Vergleich zur ersten Staffel kein bisschen nach. Die Figuren sind erneut mit viele Aufmerksamkeit dargestellt und bleiben trotz, oder geraden wegen, ihrer Ecken und Kanten immer interessant und abwechslungsreich, selbst wenn ihnen oft nicht viel Zeit gegeben wird, sich zu präsentieren. An einer großen Schule gibt es selbstverständlich die unterschiedlichsten Charaktere, sodass nicht alle ihren großen Auftritt haben können.

Wem große Aufmerksamkeit allerdings immer zuteilt wird, sind die Menüs, welche die Jung-Köche kreieren. Während des Kochens nehmen sie sich immer wieder Zeit, um den Zuschauern ihre Gerichte und deren Herstellung zu erklären. Der „Otto-Normal-Koch“ vor dem Fernseher muss schon einige Versuche starten, um die vorgestellten Gerichte nach zu kochen und wird die Anime-Ergebnisse leider nie erreichen. Aber im Fernsehen klappt ja immer alles letzten Endes irgendwie und es wird immer perfekt.

Food Wars an allen Fronten
Arika im Koch-Kampf Bild: Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

Gerade diese Perfektheit macht es natürlich schwer, die Gerichte ernst zu nehmen, denn sie wirken einfach zu gut, um wirklich machbar zu sein. Allerdings darf man ja träumen, dass man auch irgendwann einmal mit einem Gericht einen gestandenen Mann in ein kleines niedliches, glückliches Insekt verwandeln kann, wie es in Food Wars immer wieder so schön funktioniert.

Es hat gemundet!

Bei der deutschen Synchronisation setzte Kaze erneut auf die Arbeit des Studios G&G in Kaarst, das wiederum mit seinen Sprechern eine Arbeit abliefert, die der Qualität der Bilder in nichts nachsteht. Vor allem die Tatsache, dass alle Sprecher des ursprünglichen Cast wieder mit von der Partie sind, machen es dem Zuschauer leicht, schnell wieder in die kulinarische Welt des Soma Yukihira einzutauchen.

Das Mädchen hinter der Zunge Gottes
Erina mal anders Bild: Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

Vor allem Jana Kilka leistet in dieser Staffel als Erina Nakiri mehr als überzeugende Arbeit. Ihr gelingt es sowohl die hochnäsige „Zunge Gottes“ überzeugend darzustellen als auch die Schülerin, die gern Shojo-Manga liest und selbst von der großen Liebe träumt. Rieke Werner ist eine versierte Anime-Sprecherin, was sie in ihrer Rolle der Hisako Arato wieder einmal beweist. Während diese vorher eher als eifriges Anhängsel Irinas auftrat, zeigt sie in der zweiten Food Wars-Staffel, dass sie durchaus eine eigene Persönlichkeit besitzt.

Allerdings stehen die männlichen Sprecher ihren Kolleginnen ins nichts nach. Raúl Richter weiß als Soma weiterhin genauso zu begeistern, wie Arne Obermeyer in der Rolle des Akira Hayama und auch Konrad Bösherz leistet als Takumi Aldini wieder mehr als gut Arbeit. Insgesamt erweist sich die deutsche Übersetzung als wahrer Genuss für die Ohren.

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Fazit

Die Serie „Food Wars!“ verfügt bisher über vier Gänge (Staffeln), was für die Qualität der Reihe spricht. Auch der Manga, der als Vorlage dient, läuft bereits seit 2012 sehr erfolgreich.  Die Komposition aus heißen Gerichten und coolen Figuren hält den Zuschauer bei Laune und macht Lust auf mehr. Selbst wenn viele Gerichte für den heimischen Herd nicht wirklich geeignet sind, weiß die Reihe auf jeden Fall zu unterhalten.

Eine gute deutsche Übersetzung und klasse Bilder tragen dazu bei, den Genuss im kuscheligen Wohnzimmer immer wieder ansehen zu wollen. Die Serie in ihrer Gesamtheit erweist sich als Sterne-Menü in 13 Gängen, wozu auch die schickte Sammelbox und aufwendigen Booklets, wie viele interessante Einblicke in die jeweiligen Folgen erlauben noch beitragen.

Info

Food Wars Box
Sammelbox für Plate 2 Bild: Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

Food Wars! The Second Plate
Original Name: 食戟のソーマ 弍ノ皿
Transkription: Shokugeki no Souma: Ni no Sara
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Kazé Deutschland
Regisseur: Yoshitomo Yonetani
Musik: Tatsuya Kato
Synchronisation: G&G Studios, Kaarst
Dialogregie und Drehbuch: Richard Westerhaus
Freigegeben ab: 12 Jahren
Erschienen am: 27. April 2018
Länge: 13 Episoden (auf 2 Volumes)
Genre: Slice of Life, Action, Comedy
Medium: Blu-ray, DVD

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Unsere Meinung

Story
83 %
Animantion
90 %
Synchronisation
93 %
Preis
85 %

Unser Fazit

"Food Wars! The Second Plate" setzt nahtlos an die erste Staffel an. Sowohl was die Bilder als auch die Synchronisation angeht, kann die zweite Season die hohen Standards der ersten weiterhin halten und wird nicht nur Liebhaber guten Essens und guter filmischer Unterhaltung begeistern.
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