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Die Schlacht am Herd geht weiter und es wird wieder richtig heiß

Food Wars! The Third Plate – Die Rebellen am Herd bitten zu Tisch

„Food Wars“ beweist immer wieder, dass Kochen doch ein tolles Hobby ist. Gerade in der letzten Zeit haben viele Menschen mehr Zeit als normal zu Hause verbracht. Manch einer entdeckte dabei an sich völlig neue Fähigkeiten. Sollten ein paar Hobby-Köche jetzt nach neuen Ideen suchen, sollten sie sich die aktuelle Staffel „Food Wars – Shokugeki no Soma“ zu Gemüte führen, denn dabei lassen sich immer wieder neue Rezepte entdecken.

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An der Totsuki-Akademie lernen Jung-Köche nicht nur ein kulinarisches Handwerk, sie haben auch die Möglichkeit, sich in anderen Aufgaben zu beweisen. Die besten zehn Schüler bilden dabei den Zehner-Rat, eine Art Schülervertretung, die genauso viel Macht hat wie der Direktor. Soma hat schon früh klar gemacht, dass er unbedingt einen der erlesenen zehn Sitze belegen will, was aber gar nicht so einfach ist.

Gerade als sich der Schulalltag an der Akademie wieder einzupendeln scheint, wartet eine neue Überraschung auf die Schüler. Erinas Vater, Azami Nakiri, hat sich mit dem amtierenden Zehner-Rat zusammengetan und die Totsuki-Akademie übernommen. Alle Schüler sollen jetzt nach seiner Pfeife tanzen. Eine neue Organisation namens Central gibt die Pläne vor, denen alle anderen folgen sollen. Central will sogar das Polarstern-Wohnheim von Soma und seinen Freunden schließen, was die sich aber nicht gefallen lassen. Alle die, die dem neuen System nicht folgen wollen, werden als Rebellen denunziert und sollen der Schule verwiesen werden. Das Soma sich dies nicht gefallen lässt, ist selbstverständlich.

gemein aber richtig
Neuer Ober-Fiesling im „Food Wars“-Universum Bild: Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Nachdem vorher die Schüler meist gegeneinander angetreten sind, tritt mit Central eine neue Macht auf den Plan, die die Schüler der verschiedenen Richtungen zusammenschweißt, denn auch andere Jung-Köche zeigen keine Ambitionen, sich der neuen Übermacht einfach zu unterwerfen. Die dadurch entstehenden Situationen erinnern mehr denn je an klassische Actions-Anime und werden in entsprechender Manier, Mann gegen Mann ausgetragen. Anstatt Waffen, schlägt man sich halt Rezepte um die Ohren.

Komplizierte Verhältnisse

„Food Wars“ hat vorher schon gezeigt, dass man sich gern an gängigen Action-Klischees bedient, was auch in der vorliegenden dritten Staffel der Fall ist. Gerade wenn man eine Friede-Freude-Eierkuchen-Phase hat, kommt ein neuer Feind von außen, oder noch fieser, einer, der die eigenen Reihen schon infiltriert hat. Was das angeht, lässt Food Wars aber auch nichts aus. Freunde werden scheinbar zu Feinden und vorherige Gegner erweisen sich doch als gar nicht so viel anders.

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Dass die Familienverhältnisse im Hause Nakiri nicht einfach sind, zeigte schon das Auftauchen von Erinas Cousine Alice. Die werden im Laufe der Zeit nicht besser, was sich jetzt zeigt. Insgesamt spielen in der dritten Staffel familiäre und freundschaftliche Bande eine wesentlich größere Rolle, woran der Einfluss von außen aber nicht ganz unschuldig ist. Denn ein scheinbar überlegender Feind schweißt einfach zusammen. Dieser neue Aspekt tut der Handlung an sich aber durchaus gut, kommen dadurch doch wieder mehr Emotionen in die Geschichte, wenn man von Geschmacksverzückungen mal absieht.

Meister aller Klassen
besondere Freunde Bild: Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Dieser neue Zusammenhalt, auch über vorher feststehende Rollenbilder hinaus sorgt dafür, dass die Handlung weiterhin spannend bleibt. Die neuen Allianzen bringen in allen Teilnehmern wieder das Beste zum Vorschein. Dadurch wachsen einen die Figuren auch noch mehr ans Herz, selbst wenn sie wie Soma oder Erina so ihre kleinen Macken und Eigenarten haben. Insgesamt schafft es Food Wars aber immer wieder Spaß zu machen, sodass man sich erneut darauf freut, auf welche Herausforderungen die Figuren stoßen und wie sie mit diesen umgehen.

Klischees funktionieren irgendwie immer

Auch was den aktuellen Antagonisten angeht, lässt man kein Klischee aus. Er ist düster, hat ziemlich gestörte Ansichten und ist im Allgemeinen ein ziemliches Ekel in jeder Hinsicht. Positive Eigenschaften, außer einen extrem übertriebenen Ehrgeiz, Fehlanzeige. Solche Stereotypen hat „Food Wars“ eigentlich nicht nötig, denn bisher waren die verschiedenen Figuren immer auf ihre Weise greifbar, weil man sich in sie hineinversetzen und ihre Verhaltensweise irgendwie auch immer nachvollziehen konnte.

Gleichzeitig setzt „Food Wars! The Third Plate“ vermehrt auf blanke Haut. Auch vorher sind beim Essen den Juroren schon mal die Klamotten weggeflogen, was in der vorliegenden Staffel aber ein wenig Überhand nimmt, denn es bleibt so gut wie kein Verkoster angezogen. Vorher hatten die Figuren noch andere Möglichkeiten ihr Wohlgefallen zum Ausdruck zu bringen, sodass es diesmal ein wenig langweilig wird. Die bisherigen Etchi-Sequenzen sorgen für Abwechslung ohne sich allzu sehr aufzudrängen, es bleibt zu hoffen, dass dieser Trend nicht weitergeführt wird.

gutes Essen gleich nackte Haut
viel nackte Haut Bild: Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Trotzdem erweist sich auch die dritte Staffel „Food Wars!“ optisch als Leckerbissen, der wenig Wünsche offen lässt. Nicht nur die abwechslungsreich gestalteten Figuren und die Darstellung der Gerichte wissen zu überzeugen, auch die vielen kleinen Details fallen immer wieder positiv ins Auge und sorgen dafür, dass der Anime auch optisch ein Genuss ist. Selbst bei schnellen Sequenzen verlieren die Darstellungen nie an Schärfe und stehen den Bildern des Manga in puncto Dynamik in nichts nach.

Das, was da noch kommt

Erfreulich bei der deutschen Umsetzung ist, dass der Sprecher-Cast vollständig seine Rollen wieder übernommen hat, was es leichter macht, sich wieder in die Handlung einzufinden. Direkt nach den ersten Szenen hat man das Gefühl wieder in der Geschichte angekommen zu sein, selbst wenn sich wieder neue Charaktere dazu gesellen.

Während Andreas Meese als Azami Nakiri das Pech hat, die totale Unsympathen-Rolle übernehmen zu müssen, erweist vor allem das Zusammenspiel von Raúl Richter als Soma und Tobias Brecklinghaus als Souichi Yukihira (Saiba) als Sicherheit, dass es auch anders geht. Das Vater-Sohn-Gespann sorgt erneut für jede Menge Komik, zeigt aber auch, dass es im Food Wars!-Universum auch Familie gibt, die funktioniert.

Familien-Frieden mit klaren Grenzen
Wenn der Vater mit dem Sohn Bild: Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Auch was das deutsche Release angeht, bleibt der Publisher Kazé dem bekannten Standard treu und veröffentlicht die 24 Folgen auf vier Disc, die in einem ansprechenden Digipack daherkommen. Das erste Volumen gibt es mit einer Sammelbox, in die alle Mini-Boxen hineinpassen. Insoweit gibt es an der dritten Staffel „Food Wars!“ nur wenig zu meckern, außer das man am Ende das Gefühl hat, als würde einem der Teller vor der Nase weggeschnappt werden. Wer sich also entscheidet, die dritte Staffel anzusehen, sollte direkt auch in die Folge-Veröffentlichung investieren.

Fazit „Food Wars!“ Staffel drei

Mit Mischung aus heißer Action, sympathisch spleenigen Charakteren und der einen oder anderen Portion Comedy macht es immer wieder Spaß, weswegen „Food Wars!“ nicht umsonst zu den beliebtesten Anime gehört. Trotz einiger kleiner Schwächen in der Story nimmt die Gesamtkomposition den Zuschauer wieder gefangen und lässt auf die Fortsetzung warten.

Leider ist das Ende der dritten Staffel nicht sehr überzeugend, weil man das Gefühl hat, irgendwie nach der Vorspeise sitzen gelassen worden zu sein. An dieser Stelle empfiehlt es sich, die dritte und vierte Staffel gemeinsam in Angriff zu nehmen, weil man einfach wirklich wissen will, wie es weitergeht.

Eine überzeugende deutsche Präsentation, sowohl was den Ton als auch das Disc-Release angeht, sorgen dafür, dass auch hierzulande die Zuschauer die Serie wieder genießen können und ihr gewiss auch in der nächsten Staffel treu bleiben.

Info

Zehner-Rat bei Food Wars
Zehn gegen Alle Bild: Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Food Wars! The Third Plate
Original Name: 食戟のソーマ 弍ノ皿
Transkription: Shokugeki no Souma: Ni no Sara
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Kazé Deutschland
Regisseur: Yoshitomo Yonetani
Musik: Tatsuya Kato
Synchronisation: G&G Studios, Kaarst
Dialogregie und Drehbuch: Richard Westerhaus
Freigegeben ab: 12 Jahren
Erschienen am: August 2019
Länge: 24 Episoden (auf 4 Volumes)
Genre: Slice of Life, Action, Drama
Medium: Blu-ray, DVD

Unsere Meinung

Story
88 %
Animation
90 %
Synchronisation
95 %
Preis
93 %

Fazit

"Food Wars The Third Plate" weiß insgesamt wieder, den Zuschauer bei Laune zu halten, auch wenn die Story ein wenig altbekannt daherkommt. Vor allem die Charaktere, die man im Laufe der Zeit ins Herz geschlossen hat, sorgen dafür, dass die Reihe weiterhin Spaß macht. Wer mit einer relativ großen Portion nackter Haut keine Probleme hat, ist mit diesem etwas anderen Action-Anime wieder gut beraten.
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"Food Wars The Third Plate" weiß insgesamt wieder, den Zuschauer bei Laune zu halten, auch wenn die Story ein wenig altbekannt daherkommt. Vor allem die Charaktere, die man im Laufe der Zeit ins Herz geschlossen hat, sorgen dafür, dass die Reihe weiterhin Spaß macht. Wer mit einer relativ großen Portion nackter Haut keine Probleme hat, ist mit diesem etwas anderen Action-Anime wieder gut beraten. Food Wars! The Third Plate – Die Rebellen am Herd bitten zu Tisch