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Gesehen: Jormungand – Volume 1 (Blu-ray)

Mit Jormungand hat Anime House eine Serie nach Deutschland geholt, die trotz ihres Alters immer noch zu einen der besten Anime gehört, die bisher erschienen sind. Er ist alles, aber kein einfacher „Action“ Anime, sondern bietet eine tiefe Story usw. Aber wie verhält sich das mit der deutschen Version? Insbesondere natürlich der Synchronisation.

Worum geht es?
Jormungand handelt von Koko Hekmatyar, einer jungen Waffenhändlerin, die für das Waffenunternehmen HCLI arbeitet. Ihre Tätigkeit ist jedoch inoffiziell, denn ihre Aufgabe ist es, die Waffen unter Umgehung und Missachtung lokaler und internationaler Bestimmungen illegal an verschiedenste Gruppierungen in den unterschiedlichsten Ländern zu verkaufen. Ihr zur Seite steht ein Team von Bodyguards, das sich zum Großteil aus Militärveteranen zusammensetzt. Der letzte Neuzugang hebt sich jedoch von den anderen ab. Es handelt sich dabei um Jonah, einen scheinbar emotionslosen Kindersoldaten mit großen Kampffähigkeiten, der ironischerweise einen tiefen Hass gegen Waffenhändlern hegt. Er tritt Kokos Team nur bei, um so den Waffenhändler zu finden, der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist. Hierzu begleitet er nun Koko und ihre Crew auf deren weltweiten Unternehmungen.

Die Story:
Wie eingangs schon geschrieben, bietet die Story mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Oberflächlich betrachtet handelt sie halt von einer Gruppe Waffenverkäufer, die sich um ihr Geschäft kümmert und auch nicht davor zurückschreckt, ihre Interessen per Waffengewalt nachzukommen. Schaut man aber genau hin, merkt man recht schnell, dass es auch um den Schrecken des Krieges geht, wie die Politik eigentlich Tickt und welche Folgen das Kriegstreiben hat. Also immer noch ein brandaktuelles Thema. Die Story entfaltet sich allerdings erst nach und nach, so bekommt man zwar sofort die Action mit und natürlich auch die grobe Richtung, um was es eigentlich geht, aber den Rest bekommt man in kleinen Häppchen serviert und sehr schonungslos Aber es gibt auch einiges für die Lachmuskeln zu tun, gerade bei Coco, da sie sich oft absolut anders verhält, wie man es vermuten würde (das merkt man übrigens schon in den ersten 15 Minuten).

Die Idee:
Als Jormungand damals erschien (2012), war es eine sehr neue Idee, die noch dazu sehr gut umgesetzt wurde. Auch heute kann man die Idee als frisch bezeichnen. Nicht das Setting, aber wie die Idee ausgebaut wurde, sucht immer noch seines Gleichen. Insgesamt kann man ihr sagen: „Damals hat die Idee Maßstäbe gesetzt“.

Die Charaktere:
Allen voran haben wir da Coco, die einerseits knallhart ihr Business nachgeht, auf der anderen Seite aber auch ihre liebenswürdige Seiten hat. Dann ist dort Jonah, der Kindersoldat, ein „kalter“ Charakter, der allerdings nach und nach auftaut. Auch die anderen Charaktere haben ihre Eigenarten und natürliche ihre Hintergrundgeschichte. Dazu kommt, dass keiner der Hauptfiguren den Platz einer „Nebenfigur“ einnimmt. Schon in den ersten 6 Folgen bekommt man recht schnell mit, dass alle Charaktere sich weiterentwickeln, wohin das führt, bekommt man natürlich noch nicht mit. Beim Charakterdesign stellt sich mir immer noch die Frage, wieso Coco eigentlich aussieht wie, hm schwer zu beschreiben, aber sie fällt schon deutlich auf, da das Design nicht zum Rest passt. Das ist nicht negativ, aber es fällt halt auf. Ansonsten sollte man noch anmerken: „Diese Augenbrauen 😉 “

Die Animation:
Hier merkt man, dass der Anime 3 Jahre auf den Buckel hat, denn die Animation und Bilder wirken etwas angestaubt. Insbesondere leidet ein wenig die Qualität bei der Blu-ray Version. Das sieht man allerdings nur, wenn man so wie ich, fast direkt vor den Monitor sitzt, ist also verschmerzbar. Ansonsten macht die Animation einen recht guten Eindruck, gerade bei den oft sehr schnellen Kämpfen behält man so durchaus den Überblick.

Der Sound:
Ich muss zugeben, ich liebe den Opener, einer der wenigen, den ich mir tatsächlich auch so mal ganz gerne anhören, denn er hat Ohrwurm Potential. Auch der Ending Song ist gar nicht so schlecht. Ansonsten ist die Klangkulisse sehr gut, jeder klang ist an seinem Platz und alles macht einen guten Eindruck.

Die Synchronisation:
Tja kommen wir also mal wieder zu dem Streitpunkt bei jeden Anime., die Synchronisation. Es ist bekanntlich immer Geschmackssache und es werden wahrscheinlich auch hier wieder einige meckern. ABER Fakt ist, dass die Stimmen großartig ausgewählt wurden, jede Stimme passt genau zu den Charakter, keine Stimme nervt und die Sprecher gehen auch auf die Besonderheiten der Charakter und Situationen ein, genauso wie man es aus dem Original gewöhnt ist. Hier hat Anime House eine richtig gute Arbeit abgeliefert. Bei Folge zwei gibt es zwar einen seltsamen Dialog, also genau genommen fehlt da was, aber solche kleinen Schnitzer sind ja nun wirklich verschmerzbar. Update: Kleine Anmerkung, genauer ist der Dialog nur etwas seltsam, man könnte meinen, dass in Folge 2 ein Satz fehlt. Dem ist nicht so, es hört sich einfach nur komisch an.

Rolledeutscher Sprecher
Koko HekmatyarMilena Karas
Jonathan MarSebastian Fitzner
Sophia VelmerDaniela Bette-Koch
LehmbrickJörg Hengstler
LutzBenedikt Hahn
Akihiko ToujouJan van Weyde
William NelsonArne Obermeyer
Renato SocchiAlexis Schvartzman
MaoHolger Schulz
UgoOliver Schnelker
ScarecrowFrank Schaff
SchokoladeFabienne Hesse
Kasper HekmatyarDavid M. Schulze
Guoming ChanHans Bayer (u.a. Tayoru Ikezaki, Tari Tari)
Karen LowBetül Jülide Gülgec
Minami AmadaAnna-Sophia Lumpe
Jörmungandr die MidgardschlangeUdo Schenk

 

Fazit:
Ich muss zugeben, ich hatte meine Zweifel ob Anime House es schafft, die deutsche Version auf dem gleichen Level zu halten, wie das Original. Diese Zweifel kann ich getrost beiseite packen, denn sie haben es geschafft. Die Synchronisation ist großartig und auch wenn die Animation natürlich schon etwas angestaubt ist, macht es Spaß diesen Anime zu schauen. Die Story ist natürlich nicht so ganz einfach, insbesondere wenn man sich die Mühe macht, mal genau hinzuschauen und nicht einfach nur „Action“ haben möchte. Fazit also: Anime House liefert hier großartige Arbeit ab, anschauen lohnt sich hier definitiv.

Info
Jormungand
Original Name: ヨルムンガンド
Transkription: Yorumungando
Studio: White Fox
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Keitaro Motonaga
Drehbuch: Yousuke Kuroda
Musik: Taku Iwasaki
Erschienen am: 10.07.2015
Länge: 24 Episoden auf zwei Staffeln
Freigegeben ab: 16
Genre: Action, Drama, Comedy
Sprachen: Deutsch / japanisch mit deutschen Untertitel
Medium: DVD und Blu-ray
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2 Kommentare

  1. Habe den Anime auch mal angefangen und muss sagen, dass mir die deutsche Version sehr gut gefallen hat.

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