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Gesehen: The Garden of Sinners – Vol 1.

Mystery trifft auf Cyber-Krimi, so ungefähr kann man The Garden of Sinners beschreiben. Wird dieser Serie zwar nicht ganz gerecht aber trifft so ungefähr den Punkt. Wir haben uns Volume 1., der Light novel Adaption von Kara no Kyōkai, einmal genau angesehen.

Vorweg muss erwähnt werden, das es sich bei The Garden of Sinners um sieben Einzelfilme handelt, auf dem ersten Volume befinden sich die Filme Thanatos und Mordverdacht (Teil 1).

Worum geht es:
The Garden of Sinners erzählt die Geschichte des gewöhnlichen Jungen Mikiya, der in einer Welt, die von Magie und Fabelwesen gerpägt ist und auf Shigi, eine Schülerin, die unter einer mehrfach gespaltenen Persönlichkeit leidet, trifft.

Die Beschreibung von Kazé, die wir hier auch mal erwähnen:
Eine Serie von geheimnisvollen Selbstmorden. Alle Opfer sind junge Mädchen ohne Motiv, alle werden in einer verlassenen Gegend gefunden, alle Fälle erscheinen unerklärlich. Während die Polizei Probleme hat, das Rätsel zu lösen, glaubt die Bevölkerung, dass ein Geist im Viertel sein Unwesen treibt.

Die Story:
Ich bewerte hier mal den jeweiligen Film, denn sie unterscheiden sich etwas. Thanatos erweckt den Eindruck einer in sich abgeschlossen Story, man versteht zwar nur die Hälfte, aber eigentlich hätte die Geschichte damit auch zu Ende sein können. Mordverdacht wiederum ist weiter ausgebaut, hier erfährt man Hintergrunde, die im ersten Film schlicht weg gefehlt haben. Das ist etwas verwirrend, denn eigentlich hätte man erwartet, das das so im ersten Film genauso losgeht. Allerdings haben beide Filme eine ausgezeichnete Story, die immer wieder einen anderen Weg nimmt, als man erwarten würde, dazu wird eine Stimmung erzeugt, die perfekt zur Beschreibung „Cyber-Krimi“ passt. Dabei kommt eigentlich nichts zu kurz, von Action bis hin zu der Verflechtung der beiden Hauptcharaktere ist alles dabei und alles wird sehr gut erzählt, so dass man eine sehr stimmige Story hat.

Die Idee:
Wahrlich nicht neu, aber irgendwie anders und sehr gut umgesetzt. Dazu wird die Stimmung durch kleine Facetten jedes mal untermalt und somit ist es egal, ob es sich um eine neue Idee handelt oder nicht. Sie wurde exzellent umgesetzt und so wundert es einem nicht, dass man nach dem ersten Volume noch eine Weile über den Film nachdenkt.

Die Charaktere:
auch hier wurde sehr darauf geachtet, dass die Charaktere haargenau zur Story passen und sich auch so verhalten, wie man es erwarten würde. Zum einen Shigi, die ruhig und nachdenklich erscheint, jedenfalls die meiste Zeit, übernimmt eine andere Persönlichkeit ihr Wesen, dann erlebt man auch einen völlig anderen Charakter. Trotzdem umgibt sie en Hauch mysteriöses. Zum anderen haben wir Mikiya, der das absolute Gegenteil von Shigi ist, etwas lebhafter und vielleicht auch mal mit dem Kopf durch die Wand, ist er aber ein loyaler Freund, der ab und zu ein wenig trottelig wirkt 8aber wirklich nur ein wenig)

Auch die anderen Charaktere sind gut in Szene gesetzt, auch wenn der eine oder andere manchmal etwas zu sehr ins Abseits rückt, passen sie sehr gut in die Story und wirken zu keinem Zeitpunkt deplatziert.

Die Animation:
In beiden Filmen ist die Animation auf einen ähnlichen Niveau, sie ist durchweg flüssig, auch in schnellen Szenen, so das man diese auch sehr gut verfolgen kann. Ansonsten ekommt das Auge sehr stimmige Bilder serviert, die einen sehr guten Eindruck hinterlassen und einfach passen. Hier wurde also ganze Arbeit geleistet.

Der Sound:
Die Klangkulisse ist sehr gut, auch der Opener und das Ending von beiden Filmen sind sehr gut geworden.

Die Synchronisation:
Tut mir leid, ich kann nicht anders, die deutschen Synchronstimmen sind richtig gut. Sie passen zum jeweiligen Charakter und wirken nicht so, als würde eine andere Person sprechen. Außerdem schaffen es die Synchronsprecher, die Charakterzüge ihrer Charaktere sehr gut rüber zu bringen. Man kann sagen was man will, aber hier hat sich Kazé wirklich selbst übertroffen und ich persönlich finde, dass die deutschen Stimmen deutlich besser zu den Charakteren passen, als die japanischen Originalstimmen.

Rollejapanischer Sprecher 0606deutscher Sprecher
Shiki RyōgiMaaya SakamotoPetra Barthel
Mikiya KokutōKen’ichi SuzumuraTobias Nath
Tōko AozakiTakako HondaChristin Marquitan
Azaka KokutōAyumi FujimuraJulia Ziffer
Araya SōrenJōji NakataTilo Schmitz
Kirie FujōRie TanakaCathlen Gawlich
Lio ShirazumiSōichiro HoshiGerrit Schmidt-Foß
GakutoKenji TakahashiJaron Löwenberg
Fujino AsagamiMamiko NotoIlona Brokowski
Misaya ŌjiNana MizukiMelanie Pukaß

 

Fazit:
Ich bin mir sicher, dass einige bei der Synchronisation meckern werden, aber ich bleibe dabei, alleine die Stimmen unterstreichen die Story extrem gut. Dazu kommt die sehr gut erzählte Story und die gute Animation. Man bekommt genau das, was der Teaser auf der Webseite von Kazé verspricht, einen Krimi von feinsten, der nicht vorhersehbar ist und einiges zu bieten hat. Daher mein Fazit: Bei The Garden of Sinners handelt es sich um eine sehr gute Adaption der Light novel, die sehr stimmungsvoll umgesetzt wurde und dank der sehr guten Synchronstimmen, kann ich die deutsche Version wirklich wärmstens empfehlen. Auch wenn Film 1 und 2 irgendwie nicht zusammenpassen. Bleibt zu hoffen, dass es sich mit den anderen Filmen auch so verhält.

Info:
The Garden of Sinners (Volume 1)
Original Name: 空の境界 – the Garden of sinners
Transkription: Kara no Kyōkai – the Garden of sinners
Studio: Brain’s Base
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Film 1: Ei Aoki Film 2: Takuya Nonaka
Drehbuch: (beide) Masaki Hiramatsu
Musik: (beide) Yuki Kajiura
Erschienen in Japan: Thanatos: 01.12.2007
Mordverdacht Teil 1: 29.12.2007
Erscheint in Deutschland: 29. Mai 2015
Länge: Insgesamt: 106 Min
Freigegeben ab: 16
Genre: Mysteri Crime
Sprachen: Deutsch/japanisch mit deutschen Untertitel
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