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KSM Anime haucht dem Anime-Franchise wieder Leben ein

Ghost in the Shell bei KSM Anime – Endlich ein Release, das dieses Franchise verdient?

Über Ghost in the Shell gibt es eigentlich nichts, das nicht schon einmal gesagt wurde. Das Franchise ist trotz seines Alters weltweit sehr beliebt. Ich selbst bin seit meiner Kindheit ein großer Fan. Das hier wird daher auch keine normale Review, denn die gibt es zu diesem Franchise wie Sand am Meer. Ich lasse mein Sammlerherz mal auf euch los.

KSM Anime hat sich Ghost in the Shell angenommen und mein Sammlerherz fing bei der Nachricht an zu stöhnen: „Nicht schon wieder Geld ausgeben.“ Denn leider bin ich bei diesem Franchise schlimm, ich muss es haben. Um ein wenig aus den Nähkästchen zu plaudern: Die VHS-Version habe ich so oft geschaut, dass sie irgendwann auseinandergefallen ist (samt Rekorder), das hatte ansonsten nur Akira geschafft.

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Bild: KSM Anime

Ghost in the Shell einer der Wegbereiter der Anime-Kultur

Ghost in the Shell gilt als einer der Wegbereiter der Anime-Kultur und ist mitverantwortlich für den weltweiten Anime-Boom. Kein Wunder, die Geschichte fasziniert einfach.

Die Cyberpunk-Saga spielt im Jahr 2029. Technologie und Chirurgie sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass viele Menschen Teile ihres Körpers durch künstliche Bestandteile ergänzen oder ersetzen lassen, um auf diese Weise bestimmte Fähigkeiten zu verbessern und sich neue anzueignen.

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Bild: KSM Anime

Sogar das Gehirn lässt sich durch ein Cyberbrain ersetzen, das fortan mit digitalen Daten gespeist werden kann. Verpackt in einer Biokapsel, der Shell, stecken in jedem Cyborg menschliche Gehirnzellen mit dem Geist (Ghost), der die Identität und Persönlichkeit enthält.

Umso bedrohlicher ist das Auftauchen eines unbekannten Hackers, genannt Puppet Master, der die Sicherheitsbarrieren der Shells zu überwinden vermag und auf diese Weise die Gehirne der Cyborgs mit falschen Informationen speisen kann.

Um dies zu verhindern, wird die Sektion 9 des japanischen Geheimdienstes auf den Puppet Master angesetzt.

Mehr zum Thema:
Kommentar: Ist die Kritik um Ghost in the Shell begründet?

Mehrere Synchronisationen und Veröffentlichungen

Nun, Film 1 und Film 2 liegen jetzt schon ein paar Tage bei mir und ich habe sie mir mehrmals angeschaut, verglichen mit der älteren Veröffentlichung des Films und ebenso Ghost in the Shell 2.0, die Neuauflage aus 2008.

Fangen wir nun aber mal mit einer kleinen Geschichtsstunde an. Ghost in the Shell erschien im November 1995 in den japanischen Kinos, in Deutschland erschien er am 15. November 1996 auf VHS und 2005 auf DVD.

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Ghost in the Shell 2.0 Bild: KSM Anime

Synchronisiert wurde der Film gleich zweimal, denn die VHS- und DVD-Version hatten jeweils eine andere Übersetzung und neue Sprecher. Die meisten von euch kennen wahrscheinlich nur Christin Marquitan als Kusanagi.

Und nun kommt KSM Anime daher und legt den Film noch einmal auf. Eigentlich würde man jetzt sagen: „Ach, wieso sollte ich Ghost in the Shell denn noch mal kaufen?“

Die Antwort lieferte KSM Anime recht schnell: Auf der Disc findet man ein Making-of, den Original Trailer von 1995, beide Synchronfassungen und das Musik-Video von Saeko Higuchi. Als weiteres Argument für das Sammlerherz: ein FuturePak.

Bei Ghost in the Shell 2.0 ist es ähnlich. Hierbei handelt es sich um eine Remastered Version des ersten Films, der 2008 in Japan erschien. Der größte Teil der Animation wurde mit CGI neu erstellt und der Soundtrack neu gemischt. Der Film ist bei uns seit 2015 erhältlich.

Hier liegen zwar nicht so viele Extras bei, aber das FuturePak macht ordentlich was her.

Genug Gründe sich Ghost in the Shell von KSM Anime zu holen

Wer Ghost in the Shell noch nicht kennt, für den ist die KSM Anime Version sowieso etwas. Das Franchise muss man einfach gesehen haben, aber auch wer bereits eine der vorherigen Veröffentlichungen in seinem Regal stehen hat, sollte sich die Anschaffung noch mal überlegen.

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Ghost in the Shell 2.0 Bild: KSM Anime

Und hier spricht jetzt mein Sammlerherz, denn alleine für Making-of Ghost in the Shell und Ghost in the Shell – Digital Works lohnt es sich bereits. Aber beide Filme machen einfach etwas her und hier finde, hier merkt man auch, dass bei KSM Anime-Fans sitzen, denn die beiden Filme haben schon lange ein FuturePak verdient.

Da KSM Anime neben dem Film und dem Remake auch Ghost in the Shell S.A.C, Stand Alone Complex – 2nd GIG Individual Eleven, Stand Alone Complex – Solid State Society und Stand Alone Complex – The Laughing Man veröffentlicht hat, hat man also mehr als genug Gründe, hier zuzugreifen und seinem Sammlertrieb zu frönen.

Info
Ghost in the Shell
Original Name: 攻殻機動隊
Transkription: Kōkaku Kidōtai
Studio: Produktion I.G
Erschienen am: November 1995 (Japan)
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Mamoru Oshii
Drehbuch: Kazunori Ito
Musik: Kenji Kawai
Synchronisation: Splendid Synchron GmbH und Hermes Synchron GmbH
Dialogregie: Claudia Urbschat-Mingues (neue Synchronisation)
Dialogbuch: Andreas Pollak (neue Synchronisation)
Freigegeben ab: 16 Jahren
Genre: Sci-Fi
Medium: Blu-ray, DVD
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1 Kommentar

  1. In dem ansonsten recht informativen Artikel fehlt etwas ziemlich Wichtiges: Der Autor der Originalvorlage von Ghost in the Shell – Masamune Shirow – wird nicht erwähnt. Und keinem Film, ganz besonders nicht diesem ersten hier von Mamoru Oshii, ist es bisher gelungen die Atmosphäre und den „Geist“ von Shirows Werk ausreichend darzustellen. Wenn ich mich recht erinnere kann man den Film als eine große Warnung vor dem Verlust der Menschlichkeit durch die Übertechnisierung verstehen. (Was soll man schon von dem großen Warner Mamoru Oshii anderes erwarten?) Der originale Manga ist anders. Masamune Shirows Motoko Kusanagi hat Humor, geht mit ihren Kollegen saufen, sie hat Sex, auch einen Freund und Freundinnen dazu, zieht auch mal eine Grimasse, wenn sie der Puppenspieler mit seinen esoterischen Konzepten gedanklich fordert usw. usf. Mich hat der Film damals abgestoßen und nicht fasziniert, so dass er für mich ein unterkühltes, fades Werk ist, welches mit dem Original nur noch am Rande zu tun hat.
    Aber was streite ich hier eigentlich für den Originalmanga? Dabei nehme ich es Masamune Shirow immer noch etwas übel, das er damals mein geliebtes Appleseed abgebrochen hat, um stattdessen Ghost in the Shell zu zeichnen. Und jetzt veröffentlicht er nur noch schlecht gemachten Hentai… Arrgh!

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