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K Volume 1 (Blu-ray) – Da sag‘ noch einer, Könige seien heute out!

Am 21. August erschien beim Publisher KSM Anime das fünf Episoden umfassende erste Volume zu K (K-Project). Was den faulen, nichtsahnenden Yashiro Isana erwartet, erfahrt ihr hier.

Yashiro Isana ist ein Faulpelz. Er schnorrt Essen von seinen Mitschülern und pennt am liebsten den ganzen Tag auf dem Dach mit seinem Kätzchen. Eines Tages wird er während des Botengangs für eine Mitschülerin Zeuge von einem Bandenkrieg. Als sich die Aufmerksamkeit auf ihn richtet, wird er plötzlich zum Gejagten. Gerettet wird er von Kurou Yatogami, vor dem er kurz darauf jedoch ebenfalls flüchten muss, weil dieser ihm nach dem Leben trachtet. Zuhause angekommen erwartet ihn der nächste Schock: Auf seinem Bett sitzt ein nacktes Mädchen, das über magische Kräfte zu verfügen scheint und sich mit dem Namen Neko vorstellt. Und dann klingelt Kurou ganz höflich an der Tür…

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© GoRA・GoHands/k-project © Copyright King Record.Co.,Ltd. All Rights Reserved.

Was zum nackten Katzenmädchen geht hier eigentlich vor sich?

Zu Beginn der Serie wird der Zuschauer direkt ins Geschehen geworfen, sodass man nicht wirklich verstehen kann, was sich dort abspielt oder welche genaueren Absichten die zwei Fronten hegen. Im Laufe des Volumes kristallisieren sich dann nach und nach einige Informationen heraus. Zweifelsohne stehen der blaue und rote Clan stark im Vordergrund, doch die meiste Aufmerksamkeit erhält der Protagonist Yashiro Isana. So wie die Menschen um ihn herum, weiß man anfangs nicht so ganz, was man von ihm halten soll. Trotz seiner leicht albernen Art wirkt er dennoch äußerst verstreut und mysteriös. Als wäre das nicht genug, wird er von einer Sekunde auf die andere von diversen Leuten kommentarlos verfolgt und angegriffen. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse so sehr, dass man sich manchmal fragt, worauf der Anime nun eigentlich hinaus will. Wer jedoch geduldig ist, soll bald schon seine Antwort darauf erhalten.

An Charakteren bekommt man im wahrsten Sinne des Wortes ein buntes Paket geliefert. Durch die sich überschlagende Handlung scheinen diese sich aber manchmal selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, so wirkt es zumindest. Als Beispiel dafür dienen Überreaktionen oder Comedy-Elemente in fragwürdigen Momenten. Ein solcher Moment liegt z.B. vor, als Kurou hinter Yashiro her ist um ihn zu töten, die Handlung aber viel eher lustig statt ernst und bedrohlich ist. Davon aber mal abgesehen, sind die meisten Figuren überaus sympathisch und auf ihre eigene Weise interessant. Besonders hervorstechen tun beispielsweise der mächtige rote König Mikoto, der pflichtbewusste blaue König Reisi, die stille Anna, der hitzköpfige Misaki oder der provokante Saruhiko. Sie alle – und noch einige weitere – besitzen eine individuelle Persönlichkeit, die sich im Gedächtnis einprägt und teilweise auch weiterentwickelt. Da dieser Anime mit fünf Episoden allerdings erst in den Kinderschuhen steckt und erst später so richtig loslegt, fällt einem davon bisher eher wenig auf. Somit sollte man sich nicht wundern, wenn einige Figuren noch etwas oberflächlich oder erzwungen rüberkommen.

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© GoRA・GoHands/k-project © Copyright King Record.Co.,Ltd. All Rights Reserved.

Neben der mysteriösen Handlung mit verschleierten Geheimnissen und gelegentlichen Comedy-Sequenzen kommt K ebenso mit viel Action und Drama daher. Die Kämpfe sind zwar eher kurz gehalten, kommen dafür aber auf den Punkt und unterhalten besonders in ihrer Dynamik mehr als nur gut. Die Handlung könnte anfangs eventuell verwirren oder sogar langweilig wirken, doch wenn man der Serie eine Chance gibt, sollte man schon auf seine Kosten kommen, sofern einem die Genres und das Setting zusagen. Einzelne Elemente wie die Clans mit ihren Königen, die futuristische Technologie oder Fragmente der griechischen Mythologie in Form der Damoklesschwerter schmücken das Szenario nochmal ein wenig aus.

Ein Klavier, etwas CGI und alles ist gut!

Neben der spannenden Handlung und den zahlreichen Charakteren dürfte K vor allem für seine Musik und Animation so beliebt sein. Der Einsatz von CGI in Anime ist in der Regel ein kritischer Stichpunkt, bei diesem Anime war es allerdings ein voller Erfolg. In Kombination mit dem farblich prima umgesetzten Charakterdesign, der flüssigen Animation und den detailreichen und manchmal fast schon real wirkenden Hintergründen ist alles Optische wunderbar inszeniert. Dadurch entsteht auch besagte Dynamik bei den Kämpfen, die man beispielsweise hervorragend bei Yashiros erster Vefolgung oder bei einem späteren Kampf von Misaki begutachten kann. Dem Farbspektrum wird zusätzlich eine gewisse Kälte verliehen, ohne dass es jedoch zu trüb wirkt. Auch das macht sich vor allem bei den Hintergründen oder sogar in den Gesichtern der Charaktere bemerkbar.

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Wer einen variationsreichen Soundtrack mag, kann sich freuen: von Stücken mit dem Klavier über Streichinstrumente bis hin zur elektrischen Gitarre ist alles vertreten. Dabei stechen besonders die vom Klavier untermalten Stücke hervor, die sowohl ruhig und schön als auch ernst und kräftig sein können. Wie in Anime üblich, repräsentieren einige der Songs auch einen bestimmten Charakter, wie z.B. der einzige Rap-basierte Song den aufbrausenden Skater Misaki Yata als Raufbold von HOMRA wiederspiegelt. Obwohl der Soundtrack ausgesprochen toll und einprägsam ist, fällt nach einer Weile jedoch auf, dass sich die Tracks manchmal zu schnell abwechseln. Auch der Schnitt und die Übergänge sind dabei nicht immer ganz sauber. So hört man während der ersten Jagd auf Yashiro um die drei bis vier verschiedene Titel, obwohl die Szene gar nicht mal so lange dauert. Das wäre aber auch schon der einzige Haken beim Sound. Der Opening-Song ist ganz in Ordnung und passt zur Atmosphäre der Serie. Das Ending hingegen ist eher ruhig und klingt etwas tragisch, was vermutlich die Schattenseiten repräsentieren soll. Das würde auch problemlos gelingen, wäre da nicht ständig die nackte Neko im Bild.

Bei der deutschen Synchronisation gibt es weder ein sehr gut, noch ein sehr schlecht. Größtenteils passen die gewählten Sprecher zu ihren Rollen, doch bei manchen braucht es eine gewisse Gewöhnung. Beispielsweise ist Norman Matt zweifelsfrei ein überaus talentierter Synchronsprecher, aber im Vergleich zum sehr tief sprechenden Tomokazu Sugita dauert es seine Zeit, sich an ihn als neuen Reisi Munakata zu gewöhnen. Ähnlich ist dies auch bei Arne Stephan alias Kurou Yatogami der Fall, der ebenfalls zwar toll synchronisiert, aber etwas zu helltönig für die Rolle klingt. Bei Winnie Brandes als Anna Kushina liegt der Fall genau umgekehrt, denn sie wiederum klingt ein wenig zu erwachsen für das kleine Mädchen, selbst wenn diese eher selten spricht. Im Fall Neko muss man Patricia Strasburger zusprechen, dass es nicht ganz so einfach sein dürfte, das aufgedrehte und geladene Katzenmädchen zu spielen. Wie Norman Matt sind auch die anderen drei begabte Sprecher, die wissen was sie tun, doch im Vergleich zum Original wird das Mithalten eher schwierig.

Dafür allerdings äußerst überzeugend sind u.a. Tobias Brecklinghaus als Mikoto Suou, wo man sagen muss, dass diese Rolle wohl die kritischste von allen war, aber mehr als zufriedenstellend umgesetzt wurde. Yashiro Isana wird von Nicolas Artajo, den viele sicher eher als T.K. aus Digimon Adventure 02 bzw. tri. kennen dürften, ebenfalls überzeugend gesprochen. Gleiches gilt für Dennis Saemann alias Misaki Yata, für den man sich wohl keine bessere Besetzung vorstellen könnte. Nebenbei bemerkt sind die witzigen Killer-Reinigungsroboter auch nicht übel geworden.

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Extras: Zusätzlich zum Sammelschuber enthält das erste Volume von K wie üblich Trailer und eine Bildergalerie auf der Disk.

Fazit: Wer nach einem actionreichen Anime mit zahlreichen tollen Charakteren, dynamischer Animation und einem grandiosen Sound-Repertoire Ausschau halt, dürfte bei K fündig werden. Neben einer spannenden Mystery-Story mit gelungenen visuellen Effekten und toller Musik erwartet den Zuschauer ein abwechslungreiches Setting, wie man es sicher nicht oft sieht. Die deutsche Synchronisation kann das Original zwar nicht übertreffen, kommt ihm dafür aber ziemlich nah und glänzt in einigen Fällen fast genauso stark.

Info

K
K / © KSM Anime

K (K-Project)
Original Name: K
Transkription: K
Studio: GoHands
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Shingo Suzuki
Drehbuch: GoRA
Musik: Mikio Endō
Erschienen am: 5. Oktober 2012 (Japan), 21. August 2017 (Deutschland)
Synchronisation: G&G Studios, Kaarst
Dialogregie: Jörn Friese
Länge: 13 Episoden (Vol. 1: Ep. 1-5)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Supernatural, Action, Drama, Mystery
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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1 Kommentar

  1. Ich überlege auch schon die ganze Zeit, ob ich mir den Anime holen soll oder nicht. Bin eigentlich kein wählerischer Mensch, aber bevor man ein Fehlkauf begeht, sollte man es sich schon genau überlegen.

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