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Aufgrund erhöhten Monster-Aufkommens verzögert sich die Weiterfahrt

Kabaneri of the Iron Fortress Teil 2 – Auf Umwegen nicht zum Ziel

Während der Protagonist in „Kabaneri of the Iron Fortress“ genug damit zu tun hatte, seine eigene Identität als Halb-Kabane (Zombie) anzunehmen, muss sich Ikoma im zweiten Teil der Geschichte fragen, wer gefährlicher ist, die Monster auf der anderen Seite der Mauern oder die in den eigenen Reihen.

Die fahrende Festung ist weiterhin auf der Suche nach einem sicheren Bahnhof. Während die Passagiere den Kabaneri anfangs noch misstrauisch gegenüberstanden, haben sich Mumei und Ikoma mittlerweile in die Gruppe integriert und werden weitestgehend akzeptiert. Ikoma freut sich, weiterhin Zeit mit seinen Freunden und Dampf-Schmied-Kollegen verbringen zu können und an neuen Waffen im Kampf gegen die Kabane zu tüfteln. Mumei fällt es hingegen nicht so leicht, sich in die sozialen Strukturen einzufinden.

Gleichzeitig sieht sich die Festung weiteren Angriffen der Kabane ausgesetzt, die immer stärker und monströser werden. Zusammen gelingt es dem Team Ikoma und Mumei aber immer wieder, die Situation zu retten. Gerade in diesen schwierigen Situationen driftet Mumei immer wieder in die Vergangenheit ab, die alles andere als rosig für das junge Mädchen gewesen ist. Allerdings ist sie kaum zu bremsen ihren „großen Bruder Biba“ wiederzusehen. Bei Mumei ist die Freude groß, aber Ikoma muss sich schließlich fragen, wer Freund und wer Feind ist und ob die Kabane wirklich die größten Monster in seinem Umfeld darstellen.

Mumei funktioniert als meisterhafte Soldatin anscheinend fehlerlos. Bloß was passiert mit Soldaten in den scheinbaren Friedenszeiten, wenn sie keine wirkliche Aufgabe haben?  Während Mumei versuchen muss, diese Frage für sich selbst zu beantworten, sieht der Zuschauer schon wieder die nächsten dunklen Wolken über der rollenden Festung aufziehen und diese erweisen sich als wesentlich gefährlicher als jedes Zombie-Monster.

Kabaneri of the Iron Fortress Mumei
Kabaneri of the Iron Fortress ist keine leichte Kost Bild: Wit Studio

Die und Wir

Auch die zweite Staffel „Kabaneri of the Iron Fortress“ kommt kurz und kompakt daher, allerdings nicht mit einem so passenden Ende wie die erste. Wer sich diese Staffel also zulegt, sollte auch gleich für die Fortsetzung sparen. Denn diesmal muss man sich mit einem dicken, fetten Cliffhanger am Ende begnügen, bei dem man nicht weiß, wie es wirklich weitergeht.

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Kabaneri of the Iron Fortress – Nächster Halt: Zombie-Apokalypse

In der ersten Staffel stand ganz klar der Kampf gegen die Kabane im Vordergrund, jetzt gewährt der Anime mehr Einblicke in den Alltag in den fahrenden Festungen und auch die Figuren werden wieder mehr, wobei immer die Frage bleibt, ob sie für oder gegen Ikoma und seine Leute sind. Denn anders als bei den Kabane, die eindeutig als Feinde auszumachen sind, erweist sich diese Linie im zwischenmenschlichen Bereich als wesentlich weniger klar.

Alltag eines Halb-Kabane
Ruhiger Alltag zwischen Monstern Bild: Wit Studio

Durch die Mischung aus knallharter Zombie-Action und den Einblicken in den Alltag innerhalb der rollenden Festung besitzt die zweite Staffel „Kabaneri of the Iron Fortress“ fast noch mehr Unterhaltungswert als der erste Teil, der sehr stark auf Action und den Kampf gegen die Monster  fokussiert war. Auch die Spannung zwischen Mumei und Ikoma wächst weiter und sorgt für weitere emotionale Momente.

Zwischen Licht und Schatten

Mit dem Auftauchen einer weiteren fahrenden Festung erweitert der Anime sein Angebot auf außergewöhnliche Fahrzeugen, denn auch dieser schwarze Metall-Koloss erweist sich als  Blickfang. Gerade diese Mischung aus scheinbar antiquierter Eisenbahn-Technik und den teilweise außergewöhnlichen Waffen, die Ikoma und seine Leute entwickeln, machen den Anime zu einem Projekt, das zu begeistern weiß.

Die verschiedenen Arten Kabane liefern außerdem immer wieder Material, an dem sich die Animatoren austoben können. Gerade die Massenszenen wissen grafisch zu überzeugen, auch wenn sie leider ziemlich kurz ausfallen. Des Weiteren bleibt das grafische Niveau aber weiterhin hoch und steht dem ersten Teil in nichts nach, sodass es weiterhin Spaß machen, der Geschichte zu folgen.

schwieriger Alltag
Auf Monster-Jagd Bild: Wit Studio

Weiterhin wissen auch die aufwendig gestalteten Hintergründe und Städte zu begeistern. Gerade die feudalen Städte erstrahlen immer wieder in einem anderen Glanz, je nachdem wie weit die Gruppe um Ikoma auf der Suche nach einem sicheren Hafen kommen.

Bin ich Freund oder Feind?

Mit Fortlaufen der Geschichte werden auch die Figuren mehr, wobei die Hauptcharaktere des ersten Teils bisher alle das Glück hatten zu überleben. Dementsprechend wächst der Sprecher-Cast weiter an, wobei sich die neuen Sprecher von der Qualität her aber gut in das bestehende Ensemble einfügen.

Kabaneri of the Iron Fortress
Kabaneri of the Iron Fortress Bild: Wit Studio

In diesem Teil von „Kabaneri of the Iron Fortress“ muss vor allem Friedel Morgenstern als Mumei bei ihren Fähigkeiten aus dem Vollen schöpfen. Denn während die Kabeneri bisher vor allem als knallharte Kämpferin aufgetreten ist, zeigt sie in diesem Teil der Handlung auch viel Gefühl und gewährt Einblicke in ihre Vergangenheit, die sich nicht als einfache Kost erweisen. Dieses Zeichen von Schwäche macht die Figur nicht nur nahbarer, sondern sorgt auch für einige wunderbare Zwischen-Sequenzen innerhalb der Geschichte.

Als wichtiger neuer Charakter stößt Matthias Deutelmoser als Biba Amatori zum bestehenden Haupt-Cast. Obwohl Deutelmoser als Synchronsprecher schon auf eine lange Karriere zurückblicken kann, waren Rolle in Anime bisher eher rar gesät. Trotzdem macht er seine Sache als ambivalenter Charakter zwischen strahlendem Held, kaltherzigem Strategen und schwer zu durchschauenden Psychopath sehr gut.

Fazit Kabaneri of the Iron Fortress 2

Der zweite Teil „Kabaneri of the Iron Fortress“ macht genau da weiter, wo der erste aufhört, bringt aber weitere sehr interessante Aspekte für die Gesamthandlung, auch wenn das Ende alles andere als befriedigend ausfällt. Gerade die zwischenmenschlichen Sequenzen sorgen dafür, dass die Charaktere insgesamt nahbarer werden und somit auch eher in Erinnerung bleiben.

Während die erste Staffel noch extrem auf Action gesetzt hat, bringt die Fortsetzung auch leisere Momente mit sich, die einer ausbalancierten Handlung aber ebenfalls sehr gut zu Gesicht stehen. Die Tatsache, dass sich die neuen Sprecher ebenfalls ohne große Probleme in den bestehenden Cast einfügen, sorgt für eine insgesamt sehr gelungene Fortsetzung.

Info

Kabaneri of the Iron Fortress 2
Kabaneri of the Iron Fortress 2 Bild: Wit Studio

Kabaneri of the Iron Fortress 
Original Name: 甲鉄城のカバネリ
Transkription: Kōtetsujō no Kabaneri
Studio: Wit Studio
Erschienen am: April 2016 (Japan) / Februar 2020 (Deutschland)
Deutscher Publisher: KAZÉ
Regisseur: Tetsuro Araki
Drehbuch: Ichiro Okouchi
Musik: Hiroyuki Sawano
Synchronisation: Oxygen Sound Studios
Dialogregie: Rieke Werner
Freigegeben ab: 16 Jahren
Genre: Mystery, Action
Medium: Blu-ray, DVD

REVIEW OVERVIEW

Story
92 %
Animation
92 %
Synchronisation
92 %
Preis
85 %

Unser Fazit

Obwohl es im zweiten Teil von "Kabaneri of the Iron Fortress" weniger um Action als vielmehr um zwischenmenschliche Aspekte der Handlung geht, bleibt der Anime doch keine leichte Kost, weswegen die Altersfreigabe von 16 Jahre durchaus angemessen ist. Wer den ersten Teil schon ansprechend fand wird nicht enttäuscht, aber auch Fans von abwechslungsreichen Action-Storys mit ein wenig Drama werden am zweiten Teil der Story ihre Freude haben.
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