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Die beliebte Comedy-Romance mit einer speziellen Maid neu aufgelegt

Maid-Sama! – Hier macht die Maid die Ansagen!

In ihrem Manga „Maid-Sama!“ wirft Mangaka Hiro Fujiwara einen amüsanten Blick hinter die Kulissen eines Maid-Cafés, wie es sie in Japan in jeder größeren Stadt gibt. Sie beleuchtet dabei aber auch das Leben einer Maid der etwas anderen Art.

Die Schülerin Misaki Ayuzawa hat es nicht leicht. Ihr Vater hat die Familie mit einem großen Berg Schulden sitzen lassen und die Gesundheit ihrer Mutter ist ebenfalls schwer angeschlagen. Um Geld zu verdienen, arbeitet das selbstbewusste Mädchen neben der Schule in einem Maid-Café, obwohl die dort zur Schau gestellte Unterwürfigkeit nichts mit ihrem eigentlichen Charakter zu tun hat. Schließlich ist sie die Schülersprecherin und es gewohnt, den Ton anzugeben.

Die Seikan-Oberschule war lange Zeit eine reine Jungenschule, die erst spät für Mädchen geöffnet wurde, die dort auch massiv in der Unterzahl sind. Dementsprechend rau sind auch die Sitten, weswegen Misaki sich immer wieder für die Rechte der Mädchen einsetzt. Dabei eckt sie oftmals an und schießt über das Ziel hinaus. In der Regel ist der Mädchenschwarm Takumi Usui, der dann die Wogen glättet und als Verbindungsglied zwischen Misaki und den Schülern fungiert.

Profi mit kleinen Schwächen
Misaki bei der Arbeit Artikelbild Bild: Fujiwara Hiro / Hakusensha, Maid-sama! Projekt

Die beiden starken Charaktere Misaki und Takumi treffen sowohl in der Schule als auch im Maid-Café immer wieder aufeinander, was zu der einen oder anderen verrückten Situation führt, weil Misaki immer darauf achtet, dass in der Schule ja niemand merkt, womit sie ihr Taschengeld aufbessert.

Das alte Spiel

Wie schon Hiro Fujiwara in ihrem Manga spielt der Anime viel und gern mit den Gegensätzen. Einerseits ist da die selbstbewusst Misaki mit ihrer großen Klappe, die als Maid ganz untertänig die Kunden mit süßen Leckereien erfreut. Auf der anderen Seite der coole und beliebte Takumi, bei dem man schon früh merkt, dass er einiges für Misaki übrig hat. Gleichzeitig natürlich auch das von Mädchen dominierte Café, das im krassen Gegensatz zu Misakis Schule steht, in der oftmals doch die Jungen noch den Ton angeben.

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Parallel dazu gibt es noch die Liebesgeschichte zwischen Misaki und Takumi, die sich ebenfalls nicht gerade einfach gestaltet, denn Misaki hat gegenüber Männern viele Vorurteile und gilt in der Schule nicht umsonst als Männer-Hasserin. Der unrühmliche Abgang ihres Vaters verbunden mit der allgemeinen Situation in der Schule macht es für Takumi nicht einfach, das Herz der durchsetzungsstarken Misaki zu erweichen.

Liebesgeschichte nebenbei
Wo die Liebe hinfällt Artikelbild Bild: Fujiwara Hiro / Hakusensha, Maid-sama! Projekt

Gleichzeitig bleibt für die Romanik an sich nicht viel Zeit. Während der Zuschauer Café, Schule und Alltag des Mädchens vorgestellt bekommt, laufen die Folgen oftmals immer nach demselben Schema ab. Die Jungen in Misakis Schule bringen sie zur Weißglut, sie schießt mit ihrem Wunsch für Ordnung zu sorgen übers Ziel hinaus und Takumi kommt in letzter Sekunde mit der passenden Idee um die Ecke, die die Situation rettet. Für Romantik bleibt oftmals nicht viel Zeit übrig.

Verbeugung mit Kinnhaken

Auch das Charakterdesign richtet sich exakt nach den Vorgaben des sehr erfolgreichen Manga. Deswegen wurden Kapitel, die eine bestimmte Figur vorstellen, teilweise genau für den Anime übernommen, trotzdem fehlt insgesamt die Zeit, den großen Figuren-Cast, der sich aus Maid-Café und Schule ergibt, adäquat abzuhandeln. Viele Schüler bleiben schmückendes Beiwerk, die zuschauen, wie Misaki und Takumi mal mehr, mal weniger amüsant umeinander herumschleichen.

In Anbetracht der Tatsache, wie beliebt die Reihe weit über die Grenzen Japans hinaus geworden ist, tat das Anime-Studio J.C. Stuff gut damit, sich ans vorgegebene Charakterdesign zu halten. Für Fans der Reihe bietet er die Möglichkeit die Figuren, die sie aus dem Manga bereits kennen, auch wirklich laufen zu sehen. Für Zuschauer, die den Manga nicht kennen, wartet „Maid-Sama!“ mit einer amüsanten Story und den einen oder anderen Blick in die Kawaii-Welt der Maid-Cafés auf und ist auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.

Love-Story mit Comedy
Bild: Hiro Fujiwara / Hakusensha Maid-sama ! Projekt

Wie bei einer typischen Teenie-Romanze spielt auch Comedy und Slapstick eine gewisse Rolle, sodass er Anime an einigen Stellen für Erheiterung beim Zuschauer sorgen wird und deswegen für einen lockeren Anime-Abend die perfekte Grundlage bietet. Allerdings bleibt die Handlung insgesamt sehr oberflächlich, wobei die gut dargestellten Charaktere für Kurzweil und amüsante Unterhaltung sorgen.

Maid mit losem Mundwerk

Obwohl die deutsche Synchronisation bereits aus dem Jahr 2010 ist, merkt man, dass das Studio TV + Synchron aus Berlin im Bereich Anime schon auf einige Erfahrungen zurückblicken konnte, denn sowohl die Übersetzungen als auch die Besetzung der Sprecher lässt wenig zu wünschen übrig. Selbst wenn es sich nur um Figuren handelt, die wenige Auftritte haben, geben sich die deutschen Stimmen Mühe, den japanischen Seiyuu und den Rollen gerecht zu werden.

Nicole Hannak als Misaki und Dirk Stollberg funktionieren als Paar auf Umwegen einwandfrei miteinander und die kleinen Geplänkel zwischen den beiden Figuren machen Spaß anzusehen, auch wenn man weiß, wie es ausgeht. Da der Anime einen starken Fokus auf Comedy legt, müssen die beiden öfters mal ein wenig übertreiben, aber auch das trägt zum Spaß-Faktor der Reihe bei.

Comedy gehört dazu
Nicht immer ganz ernst gemeint Artikelbild Bild: Fujiwara Hiro / Hakusensha, Maid-sama! Projekt

In der Re-Edition erscheint die komplette Serie in zwei Boxen, die es in sich haben, wobei eine als OVA zusätzliche produzierte Folge ebenfalls im Gesamtpaket vorhanden ist. Umfangreiche Booklets gewähren nicht nur Einblicke in die Story und geben zahlreiche Zusatzinformationen weiter. Man kann auch den Verantwortlichen zuhören, die sich während mehreren Interviews zu ihren Aufgaben äußern und ihre Gedanken zur Geschichte mit den Fans teilen.

Fazit: Wir wünschen einen entspannten Anime-Abend

„Maid-Sama!“ bietet alles, was zu einer lustigen Teenie-Komödie gehört, ein selbstbewusstes Mädchen, das auch einen nicht weniger von sich selbst überzeugten Gegenpart trifft. Die Folgen sind an sich zwar meist ziemlich identisch aufgebaut, gewähren aber auch einige interessante Einblicke in die Kawaii-Welt der japanischen Maid-Cafés.

Heile Welt
Mehr als nur Kollegen Bild: Hiro Fujiwara / Hakusensha Maid- sama ! Projekt

Die abwechslungsreiche Romanze zwischen Misaki und Takumi ist passend in die Geschichte eingefügt, auch wenn ihr manchmal ein wenig mehr Raum gut getan hätte. Fans des Manga von Hiro Fujiwara können sich den Anime nicht entgehen lassen. Aber auch jeder, der Lust auf einen entspannten amüsanten Anime-Abend hat, ist mit „Maid-Sama!“ gut beraten und wird nicht enttäuscht.

Die deutsche Übersetzung kommt in entsprechender Qualität daher, sodass die Reihe auf beiden Ton-Spuren zu überzeugen weiß. Wer noch mehr in die Welt der durchsetzungsstarken Maid eintauchen möchte, sollte sich das Booklet zu Gemüte führen oder einfach zum Manga greifen, der hierzulande komplett bei Carlsen Manga! erschienen ist.

Info

maid sama vol. 1
© Hiro Fujiwara/Hakusensha, Maid Sama Project
© 2010 VIZ Media Switzerland SA (German Version)

Maid-Sama!
Originaler Name: 会長はメイド様!
Transkription: Kaichō wa Maid-sama!
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Hiroaki Sakurai
Musik: Wataru Maeguchi
Erschienen am: Februar 2021
Synchronisation: TV + Synchron GmbH, Berlin
Dialogregie und -buch: Sabine Sebastian
Länge: 26 Episoden + OVA
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Comedy, Romance
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit deutschen Untertiteln
Medium: Disc (DVD und Blu-ray)
Bei Amazon kaufen

Unsere Meinung

Story
82 %
Animation
90 %
Synchronisation
89 %
Preis
92 %

Unser Fazit

Der Manga "Maid-Sama" war ein internationaler Erfolg, der auch hierzulande reißenden Absatz fand. Der Anime steht diesem Erfolg in nichts nach, weswegen sich Kazé entschloss, die komplette Reihe noch einmal in zwei schicken Boxen aufzulegen. Die Mischung aus Teenie-Romanze mit einer großen Portion Comedy weiß zu unterhalten und sorgt für einen kurzweiligen Anime-Abend.Die deutsche Synchronisation steht der Qualität der Animationen in nichts. Die Stimmen passen gut zu den Figuren und auch die Dialoge sind spritzig und amüsant umgesetzt. Eine hochwertige Aufmachung der Re-Edition machen sie zu einem schönen Blickfang im Regal.
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