Stats

Anzeige
Start Reviews Anime Reviews Princess Principal Volume 1: Geheimagentinnen in Steampunk-Welt

Kampf zwischen Republik und Königreich

Princess Principal Volume 1: Geheimagentinnen in Steampunk-Welt

Geheimagenten sehen alle aus wie James Bond? Von wegen, der Anime „Princess Principal“ zeigt, dass auch junge Mädchen Geheimagentinnen sein und Mysterien lösen können.

Wir befinden uns in einer leicht alternativen Wirklichkeit zu unserer Welt im England des frühen 20. Jahrhunderts. Es trägt in dieser Welt allerdings den alten Namen für England, Albion. Albion ist eine Hegemonialmacht, nachdem am Ende des 19. Jahrhunderts das Material „Cavorite“ entdeckt wurde. Dadurch wurde Albion zur Luftmacht, denn „Cavorite“ kann Objekte und auch Menschen schweben lassen.

Spaltung in Republik und Königreich

Doch von den wirtschaftlich positiven Auswirkungen der Entdeckung bekommt die Arbeiterschicht nicht viel ab. Das führte zu einer Rebellion, die das Land in zwei Gebiete teilte – Ost und West, Königreich und Republik. Beide führen seitdem einen Schattenkrieg gegeneinander.

Die Serie ist voller überraschender Wendungen
Die Serie ist voller überraschender Wendungen. Bild: Kaze

In diesem Schattenkrieg möchte die Seite der Republik nun die Oberhand gewinnen, indem sie eine ihrer Spionage-Topagentinnen einsetzen. Diese sieht der Prinzessin des Königreichs zum Verwechseln ähnlich und soll durch sie ausgetauscht werden. Doch dann kommt alles anders und die Prinzessin, Princess, ist nicht ganz die, für die sie gehalten wurde. Sie wird zur Komplizin und fortan geht es für die Gruppe Mädchen in immer neue gefährliche und aufregende Missionen.

Mehr zum Thema:
Neuer Trailer zum Anime Princess Principal veröffentlicht

Spannende Charaktere, die Identifikationspotential bieten

Mehr soll zum konkreten Inhalt nicht verraten werden, die Missionen der Mädchen sollen spannend bleiben. Gehen wir stattdessen etwas auf die Charaktere und die Story ein. Im Fokus stehen fünf Mädchen, die alle zur Tarnung zur selben Schule gehen. Charakterlich sind sie sich allerdings nicht sehr ähnlich, weshalb jeder Zuschauer sich mit einer der Figuren identifizieren kann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ange, die Top-Agentin der Republik, ist verschlossen und geheimnisumwittert. Sie erzählt immer wieder Geschichten von einem Planeten, von dem sie angeblich stammt, Black Lizard. Außerdem hat sie eine ganz besondere Beziehung zu der Prinzessin, die immer wichtiger wird.

Die Prinzessin, Charlotte, ist gleichzeitig erhaben und nett. Nichts an ihr ist, wie es auf den ersten Blick wirkt, und sie birgt mehr als ein Geheimnis.

Dorothy ist die weiblichste der Gruppe und setzt gerne ihren Charme ein, um vor allem männliche Wachen abzulenken. Aber hinter ihrer Fassade steckt mehr als nur ein hübsches Mädchen.

Beatrice ist die beste Freundin der Prinzessin und setzt sich ausschließlich für sie ein. Sie steht komplett hinter ihr und steht der Seite der Republik zunächst skeptisch gegenüber. Zudem leidet sie darunter, von ihrem Vater teilweise in eine Maschine verwandelt worden zu sein.

Chise ist eine Austauschschülerin, die in den Samurai-Kräften trainiert ist. Sie wirkt zunächst abweisend und brutal, aber ist gleichzeitig eine treue Unterstützerin.

Verwirrender Aufbau, starke Kontraste

Die Story ist spannend, der Kampf zwischen Republik und Königreich ausgeglichen und nie so wie erwartet. Beide Seiten haben Sympathieträger und Antipathieträger, sodass schwer zu entscheiden ist, welche Seite die gute und welche die schlechte ist.

Allerdings ist der Aufbau der Serie etwas verwirrend. Man wird mitten in die Story geworfen, ohne die Hintergründe zu kennen. Und auch die Hintergründe der einzelnen Figuren erfährt man erst episodenhaft in den späteren Folgen. Dadurch kann man der Geschichte nicht immer folgen und ist teilweise irritiert, an welcher Stelle der Geschichte man sich befindet.

Auch Tee wird in Princess Principal viel getrunken
Auch Tee wird in Princess Principal viel getrunken. Bild: Kaze

Was ebenfalls auffällt, sind die starken Kontraste. Die Geschichte ist teilweise sehr düster, dann aber auch wieder witzig und fast kindgerecht. Die FSK 16 ist an manchen Stellen gerechtfertigt, die meiste Zeit fragt man sich aber doch, warum sie vergeben wurde. Auch das Outro wirkt sehr kindlich, ist ein süßer Scherenschnitt mit netter Musik, während das Intro düster und steampunkartig ist. Man bekommt so den Eindruck, dass die Serie nicht genau weiß, was sie eigentlich sein will.

Technisch schöne Umsetzung

Die Bilder, die von Albion und London des 20. Jahrhunderts geschaffen werden, sehen technisch sehr schön aus. Es werden große Steampunk-Kulissen genauso wie beschauliche Gartenszenen perfekt in Szene gesetzt. Nur hin und wieder wirkt mal eine Animation etwas zu einfach und fällt aus dem Rahmen, vor allem wenn es um die Verwendung von „Cavorite“ geht.

Auch die Synchronisation ist gelungen, die Stimmen passen sowohl im japanischen Original als auch in der deutschen Umsetzung gut zu den Charakteren und verleihen ihnen mehr Persönlichkeit.

Besonders überzeugend ist die Filmmusik aus der Feder der gefeierten Komponistin Yuki Kajiura (Sword Art Online, Fate/Zero). Sie passt sich jeder Szene an und verleiht ihnen eine besondere emotionale Tiefe.

Auch die Extras sind schön anzusehen, es gibt ein detailliertes Booklet in Farbe, das weitere Hintergrundinfos bietet, sowie einige Mini-Episoden auf der Disc, die noch weitere Einblicke in die Steampunk-Welt bieten.

Fazit

Wer ein Fan von Steampunk-Ambiente ist, wird sich hier optisch pudelwohl fühlen. Und auch die Geschichte hat durchaus ihre Spannung. Man muss sich allerdings ganz darauf einlassen und mit Konzentration der Serie folgen, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Auch die Kontraste können etwas abschrecken, da man sich immer wieder auf neue Situationen einlassen muss und nie genau weiß, welche Stimmung momentan in der Serie vorherrscht. Doch das wird durch die technisch sehr starken Bilder, die einen in eine andere Welt mitnehmen, gut ausgeglichen. Daher von unserer Seite eine Empfehlung, aber auch der Hinweis, dass man sich auf die Serie einlassen muss.

Info

Princess Principal – Vol. 1

Der Schuber der ersten Staffel
Der Schuber der ersten Staffel. Bild: kaze

Original-Name: プリンセス・プリンシパル
Studio: 3Hz, Actas
Erschienen am: 25. Mai 2020
Regisseur: Masaki Tachibana
Drehbuch: Ichirō Ōkouchi
Musik: Yuki Kajiura
Dauer: 150 Minuten
Freigegeben ab: 16 Jahren
Genre: Fantasy, Action
Medium: Dics – Bei Amazon kaufen

REVIEW OVERVIEW

Story
75 %
Charaktere
90 %
Animation
85 %
Synchronisation
85 %
Preis
70 %

Unser Fazit

Tolle Charaktere, gute Animation, aber leichte Schwächen in der Geschichte. Auch der Preis von fast 40 Euro schreckt etwas ab.
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here