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Die Geschichte wird dunkler, komplexer, spannender

Princess Principal Volume 2: Immer tiefer in die Dunkelheit

Die erste Volume von Princess Principal hat den Zuschauern gezeigt, dass Spione nicht immer mittelalte Männer sein und James Bond heißen müssen. Stattdessen geht es hier um eine Gruppe junger Mädchen, die in einer Welt voller Intrigen als Spioninnen agieren. Auch die zweite Volume bringt uns Kazé nun nach Deutschland.

Wir befinden uns nach wie vor in einer leicht alternativen Wirklichkeit, in Albion, dem alten Namen von England. Die Hegemonialmacht Albion steht vor allem in Konflikt mit der Normandie in Frankreich und aus der Normandie kommen auch die meisten Gegner dieser Volume. Auch das Material „Cavorite“, durch das Menschen und Objekte schweben können, steht weiter im Fokus.

Eigene Kämpfe, gesellschaftliche Probleme

Schauen wir einmal kurz auf die erste Volume: Das Land Albion ist nach einer Revolution geteilt in Königreich und Republik. Diese befinden sich in einem stetigen Schattenkrieg gegeneinander und Spione stehen an vorderster Stelle in dieser Auseinandersetzung.

Bei diesen Spionen handelt es sich unter anderem um die Gruppe rund um Ange, der Topspionin. Zu ihrer Gruppe stößt recht schnell in Volume 1 auch Princess, die Prinzessin des Königreichs. Sie sollte zunächst in einer Vertauschungsaktion auswechselt werden, stellte sich dann aber auf Anges Gruppe und wurde zur Doppelagentin.

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Die nun fünf Mädchen müssen auch in der zweiten Volume neue Spionageaufträge erfüllen und Aufträge sowie Herausforderungen annehmen. Es kommen auch neue Figuren hinzu, wie die junge Straßendiebin Julie, und neue Beziehungen zwischen den Figuren bauen sich auf.

Dabei müssen sie sich dieses Mal teilweise auch ihrer Vergangenheit stellen und ihre ganz eigenen Kämpfe austragen. Die Freundschaft zwischen den Mädchen bleibt bestehen, wird aber immer wieder auf die Probe gestellt und es wird deutlich, dass manche Kämpfe allein ausgetragen werden müssen. Und auch die gesellschaftlichen Probleme werden immer größer.

Mehr Figuren, komplexere Geschichte

Mehr soll zum Inhalt hier nicht verraten werden, denn die Volume birgt wirklich viele Überraschungen und Wendungen, die man so nicht vorhersehen kann. Die Spannung bleibt über alle sechs Folgen konstant hoch und besonders schön ist, dass jedes der Mädchen mehr Hintergrundgeschichte bekommt und man ihre Beweggründe besser verstehen kann.

In jeder Folge stehen andere Mädchen noch etwas mehr im Fokus, sie tragen ihre Kämpfe gegen ihre Vergangenheit aus und wachsen dabei immer mehr zusammen. Und auch die Figuren, die neu hinzukommen, integrieren sich sehr gut in die Geschichte.

Allerdings wird die Geschichte dadurch, dass sie immer größer wird, sowohl von den Personen als auch von der gesellschaftlichen Entwicklung her, auch wesentlich komplexer. Es ist nun definitiv keine Serie mehr, die man entspannt nebenbei schauen kann. Stattdessen verlangt sie dem Zuschauer höchste Aufmerksamkeit ab, um allen Handlungssträngen und teilweise auch den zeitlichen Dimensionen problemlos folgen zu können.

Sie wird dadurch aber auch spannender und wirkt zudem erwachsener. Zwar sind die Mädchen zur Tarnung weiterhin in der Schule und hin und wieder kommt noch ein Witz durch, doch insgesamt ist die Geschichte nun dunkler als in der vorherigen Volume, man merkt, es wird nun richtig ernst. Das macht die Serie aber nicht schlechter, nur für zartbesaitete Zuschauer ist sie nun definitiv nichts mehr, die FSK 16 ist absolut gerechtfertigt.

Technische Umsetzung bleibt große Stärke

Die technische Umsetzung bleibt weiter so stark wie in Volume 1. In der Blu-ray Fassung sind die Animationen sehr gelungen, vor allem die düsteren Szenen im London des 20. Jahrhunderts sind wieder wunderbar steampunk-haft und nehmen den Zuschauer voll mit in die Geschichte.

Auch die in Volume 1 noch etwas kritisierten Animationen in Zusammenhang mit dem „Cavorite“ haben sich verbessert. Die hübscheren Szenen in der Schule oder im Garten haben etwas abgenommen, sind aber, wenn sie auftauchen, auf ihre Weise so fesselnd wie die düsteren Stadtansichten.

Auch die Synchronisation hält ihr durchgehend hohes Niveau, alle neuen Figuren passen sowohl in der deutschen als auch in der japanischen Fassung sehr gut und fügen sich nahtlos in die gute Riege der bisherigen Synchronisation ein.

Die Filmmusik ist ebenfalls weiter ein Highlight und entführt immer tiefer und nun auch passend düsterer in die Welt voll Intrigen und Kämpfen. Das Booklet in Farbe ist wieder sehr detailliert und mit zahlreichen Zusatz-Informationen vollgepackt sowie sehr schön anzusehen. Und auch die Miniepisoden auf der Disc bieten gute Zusatzunterhaltung.

Fazit

Wer die erste Volume mochte, wird die zweite ebenfalls lieben. Der Zuschauer taucht immer weiter in die Welt von Albion ein, man lernt die Figuren besser kennen und auch die gesellschaftliche Entwicklung wird immer bedeutsamer. Das Ambiente bleibt weiter in seinem einzigartigen Steampunk-Stil, die Synchronisation ist gut.

Allerdings ist die Geschichte nicht einfach zu verstehen, sondern sehr komplex und erfordert die volle Aufmerksamkeit. Princess Principal ist sicher keine Serie, bei der man sich einfach nur berieseln lassen kann. Wer aber Spionage mag und mal etwas anderes sehen will, ist hier sehr gut aufgehoben.

Info

Die zweite Volume von Princess Principal
Die zweite Volume von Princess Principal. Bild: Kazé

Princess Principal – Vol. 2

Original-Name: プリンセス・プリンシパル
Studio: 3Hz, Actas
Erschienen am: 22. Juni 2020
Regisseur: Masaki Tachibana
Drehbuch: Ichirō Ōkouchi
Musik: Yuki Kajiura
Dauer: 150 Minuten
Freigegeben ab: 16 Jahren
Genre: Fantasy, Action
Medium: Dics – Bei Amazon kaufen

REVIEW OVERVIEW

Story
90 %
Figuren
80 %
Animation
90 %
Synchronisation
85 %
Preis
70 %

Unser Fazit

Sehr gelungene Fortsetzung, die immer tiefer in die Welt entführt und Lust auf mehr macht.
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