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Die Braut des Magiers reist in ihre Vergangenheit

The Ancient Magus Bride OVA – Jener, der auf die Sterne wartet …

Auf vier Volumes ist die Geschichte „Die Braut des Magiers“ hierzulande erst einmal vollständig erschienen. Die drei Episoden umfassende OVA „Jener, der auf die Sterne wartet“ erzählt eine kleine Geschichte aus dem gemeinsamen Leben der Protagonisten und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Vergangenheit der Heldin Chise, ohne die Geschichte allerdings weiterzuerzählen.

Die Sly Vega Chise Hatori erlernt im Hause des Magiers Elias Ainsworth das Magie-Handwerk, wozu sie natürlich auch die entsprechenden Lehrbücher braucht, die ihr Lehrer ihr bei Angelica bestellt. Diese legt für Chise noch ein Kinderbuch bei, ohne zu ahnen, was sie damit bei dem jungen Mädchen auslöst. Denn dieses Buch spielte in Chises Vergangenheit eine wichtige Rolle.

Die Geschichte führt zurück in die Zeit, nachdem Chises Vater sich mit ihrem Bruder aus dem Staub gemacht und ihre Mutter Selbstmord begangen hat. Die kleine Chise, die noch nichts von ihren Fähigkeiten als Sly Vega weiß und vor den seltsamen Kreaturen, die sie immer wieder sieht, große Angst hat, wird in der Familie herumgereicht, ohne eine richtige Heimat zu finden. Eines Tages stößt sie mitten im Wald auf eine Bücherei, in der spezielle Regeln gelten und in der nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Mal wieder beginnt für die Kleine ein magisches Abenteuer, das seine Spuren hinterlässt.

Die Braut der Sterne wartet
Traum-Welt mit Hindernissen Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Die drei Episoden „Jener, der auf die Sterne wartet…“ erzählen eine in sich geschlossene Geschichte, die im zweiten Teil der ursprünglichen Handlung angesiedelt ist. Zwar gewähren diese einen weiteren Einblick in die Vergangenheit Chises, lassen aber immer noch viele Fragen offen.

Eine Geschichte in der Geschichte

Ähnlich wie in der Hauptserie „The Ancient Magus Bride“ entwickelt sich auch in der OVA die Handlung an sich recht langsam und gibt den Figuren so Zeit. Die kindliche Welt der kleinen Sly Vega, die nicht versteht, was um sie herum passiert und auch von außen keine Hilfe erhält, wird anschaulich dargestellt, wobei es sich auch hier nur um einen kurzen zeitlichen Ausschnitt handelt, der auch die Entwicklung der Figur Chise nicht wirklich weiterbringt.

Auch die Geschichte um die geheimnisvolle Wald-Bibliothek und dem, was dahintersteckt, bleibt lange Zeit offen. Während man als Zuschauer in diese geheimnisvolle Welt gemeinsam mit der kleinen Chise eintaucht, bleiben viele der Regeln lange Zeit unerklärlich, was natürlich auf der einen Seite die Spannung erhöht, auf der anderen Seite aber dafür sorgt, dass die Story an sich komplizierter wirkt als sie eigentlich ist.

Zutritt nur für bestimmte Besucher
Wald-Bibliothek Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Insgesamt ist die OVA zu „The Ancient Magus Bride“ eine nette kleine Geschichte, der große Stern der Erleuchtung ist den Machern aber nicht aufgegangen. Fans der ursprünglichen Reihe werden sich natürlich über diesen kleinen Ausflug in die Vergangenheit der Protagonistin freuen, wer die eigentliche Story aber nicht kennt, wird durch die OVA nicht unbedingt an diese herangeführt, weil hier viele Aspekte nicht zu Ende gedacht werden.

Weit wie die Sterne am Himmel

Die Animation des WIT Studios ist schon bei der ursprünglichen Reihe sehr gut und lässt nur wenig Raum für Beanstandungen. Auch bei „Jener, der auf die Sterne wartet“ zeigt sich, dass schöne Bilder eine gute Geschichte noch hervorheben können. Gerade einige Szenen in der Wald-Bücherei unterstreichen den besonderen Zauber dieses Ortes hervorragend. Auch die Hintergründe und verschiedenen Orte werden mit viel Liebe zum Detail dargestellt und sorgen dafür, dass diese magische Welt noch geheimnisvoller wirkt.

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Das Charakter-Design der kleinen Chise wirkt hingegen ein wenig übertrieben. Natürlich ist sie als Kind mit ihrer besonderen Situation überfordert, trotzdem wirkt ihr Aussehen zu mitleiderregend und überzogen. Während der Zeit, in der sie durch den extra für die Handlung geschaffenen Riichi Miura Unterstützung erfährt, taut sie ein wenig auch, was auch ihrem Aussehen zugutekommt, der Rückfall in alte Muster danach ist aber wieder sehr krass und wird dem Charaktere des späteren Anime nicht wirklich gerecht.

Reise durch die Zeit
Chises traumatische Vergangenheit Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

OVAs sind immer eine schöne Gelegenheit eine Geschichte weiter auszubauen, erweisen sich aber oft nicht als der große Bringer, als der sie angekündigt werden. Das ist auch diesmal der Fall. Fans der ursprünglichen Reihe treffen zwar wieder auf bekannte Figuren, aber die neu hinzugefügten bleiben auf der Strecke. Insgesamt passt sich die „Jener, der auf die Sterne wartet“ gut in das Gesamt-Universum des Anime ein, die Story hätte aber auch innerhalb der ursprünglichen Handlung erzählt werden können. Zumal Miura bei Chise ein wenig die Rolle übernimmt, die später Elias mal besser mal schlechter ausfüllt.

Kleine Geschichte ganz groß

Der Sprecher-Cast aus „The Ancient Magus Bride“ ist auch bei „Jener, der auf die Sterne wartet“ wieder mit von der Partei, sodass es auch akustisch leicht fällt, sich wieder mit der magischen Welt anzufreunden. Ebenso wie die Bilder weiß auch der Synchron-Cast zu überzeugen und aus der eher seichten Handlung alles herauszuholen.

Franciska Friede kann auch die kleine Chise passend darstellen und deren ängstliche Sicht auf die Welt und ihre Zukunft überzeugend rüberbringen. Auch Tobias Diakow liefert als Riichi Miura eine fundierte Leistung ab, selbst wenn die Figur an sich insgesamt reichlich blass bleibt. Die Mischung aus leichter Resignation und einer trotzdem warmen Stimme sorgen dafür, dass man als Zuschauer mit dem jungen Mann mitfühlt.

Wie die anderen Volumes kommt auch „Jener, der auf die Sterne wartet“ in einem schicken Digi-Pack daher, der passend zum Setting der Story in einem hübschen Grün gehalten ist. Insoweit passt sich die OVA perfekt in das deutsche Design der Reihe ein. Auf der Disc an sich sind das Opening und Ending der OVA als Clear-Version vorhanden.

Lehrer und Schüler
Chises seltsame Welt Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Fazit

Die OVA „Jener, der auf die Sterne wartet“ erzählt eine hübsche kleine Geschichte mit Chise im Mittelpunkt und gewährt weitere Einblicke in deren dramatische Vergangenheit. Vor allem Fans der Reihe dürften sich über diesen Ausflug durch die Zeit freuen. Die Story erweist sich aber nicht als so ergiebig, wie man es sich wünschen würde.

Optisch weiß die OVA ebenso zu überzeugen, wie es schon die Serie tut. Die schöne Optik schafft es einen direkt in die Geschichte zu entführen, wobei das Charakter-Design bei Chise ein wenig dick aufgetragen erscheint, selbst wenn sie die Protagonistin der Serie ist.

Info

Maho Tsukai no Yome / Die Braut des Magiers Visual 2

The Ancient Magus Bride OVA 
Original Name: 魔法使いの嫁 星待つひと
Transkription: Mahou Tsukai no Yome: Hoshi Matsu Hito
Studio: Wit Studio
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Norihiro Naganuma
Drehbuch: Koré Yamazaki / Aya Takaha
Musik: Jun´ichi Matsumoto
Synchronisation: Hamburger Synchron GmbH
Dialogregie: Stefan Brönneke
Dialogbuch: Achim Schmidt-Carstens
Freigegeben ab: 12 Jahren
Erschienen am: 07. Mai 2020
Länge: 3 Episoden
Genre: Drama, Fantasy
Medium: DVD, Blu-ray

REVIEW OVERVIEW

Story
86 %
Animation
91 %
Synchronisation
90 %
Preis
85 %

Unser Fazit

Mit der OVA "Jener, der auf die Sterne wartet" gewährt das WIT Studio weitere Einblicke in die Geschichte der Heldin aus "The Ancient Magus Bride". Die Story rund um eine mysteriöse Bibliothek hat zwar durchaus ihren Reiz, ist aber unterm Strich nur für Fans der Reihe von Kore Yamazaki wirklich ein Muss, da die Handlung doch sehr hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
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