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Die Reise der Braut des Magiers durch die Welt der Monster und Feen geht weiter

The Ancient Magus Bride und wo die Liebe sonst noch so hinfällt

Einige bekommen schon Schweißausbrüche, wenn sie das Wort Schule nur hören. Während wir uns allerdings mit Fächern wie Deutsch, Mathe oder Chemie herumschlagen müssen, hat Chise in „The Ancient Magus Bride“ ganz andere Probleme. Denn wenn bei ihr im Magie-Unterricht etwas schief geht, kann sie das ihr Leben kosten. Die Tatsache, dass sich ihr Lehrer manchmal benimmt wie in kleines Kind macht die Sache auch nicht leichter.

Nachdem Chise die „Familie“ des Magier Elias vergrößert hat, stößt mit Ruth ein weiteres Mitglied dazu, das für weiteren Wirbel sorgt. Dieser steht Chise nun als Naturgeist und Beschützer zur Seite, bringt aber seine eigene tragische Vergangenheit mit in die Handlung ein. Gleichzeitig bekommt Chise Einblicke in die Vergangenheit ihres Fast-Ehemannes, die allerdings mehr Fragen aufwerfen als sie wirklich beantworten.

Gleichzeitig lernt das Mädchen weitere Menschen, Magier und Geister kennen, die ihren Bekanntenkreis vergrößern und neue Fähigkeiten bei ihr zutage fördern. Während dies für die Entwicklung Chises zu einer selbstständigen Persönlichkeit nur von Vorteil ist, hat Elias damit zu kämpfen, nicht mehr der Mittelpunkt von Chises Welt zu sein. Sah es vorher so aus, als wäre er der übermächtige, über alles erhabene Zauberer, kommt dieses Bild, auch bei Chise, langsam ins Wanken.

Bride and Soldier
Chise und ihr Beschützer Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Ähnlich dramatisch, wie die Handlung begann geht es direkt weiter. Eine Fast-Katastrophe scheint in „The Ancient Magus Bride“ die nächste zu jagen und die Zeiten, in denen die Charaktere mal wirklich ausspannen können, sind rar gesät. Als wären die Störfeuer von außen nicht schon schlimm genug, entwickelt sich das Familienleben Ainsworth. Wo diese Entwicklung aber endet, ist bisher nicht so ganz klar.

Dieses Ding namens Familie

Anfangs hatte Chise mehr als genug damit zu tun, sich in der für sie neuen Welt der Magie zurechtzufinden und zu lernen, wer Freund und wer Feind ist. Das war insgesamt schon immer schwer zu unterscheiden. Mit Cartaphilus greift endlich mal ein richtiger Bösewicht in die Handlung ein, sodass die Kämpfe actionreicher werden, allerdings ohne an Dramatik zu verlieren, denn dieser lässt lieber andere für sich in den Ring steigen und als Nekromant mit einem schweren Hang zum Sadismus findet er immer wieder Opfer, die Chise und Elias das Leben schwer machen.

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Mit Fortlaufen der Handlung rücken Chise und ihr Lehrer (Fast-Verlobter) näher zusammen. Gleichzeitig entwickelt sich Chise auch weiter. Die Sklavin, die bisher an Anweisungen ihres Herren widerspruchslos gefolgt ist, entwickelt im Laufe der Zeit einen immer stärkeren eigenen Lebenswillen, der dazu führt, dass sie auch zu anderen eher eine Beziehung aufbauen kann. Während dies für Chise nur gut ist, zeigt diese Entwicklung aber gleichzeitig wie wenig Erfahrungen ihr Meister im Umgang mit dem Ding namens „Menschsein“ oder „Familie“ hat.

Magus Bride Wedding Day
geistreiche Party Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Die Team um Regisseur Norihiro Naganuma gelingt es weiterhaft die abwechslungsreiche Welt, die Kore Yamazaki in ihrem Manga „The Ancient Magus Bride“ kreiert auch in den Anime zu übertragen. Gleichzeitig sorgt das größere Tempo in der Handlung dafür, dass die Geschichte spannend bleibt und mit immer wieder neuen und unerwarteten Entwicklung um die Ecke kommt. Wirkt der Manga an manchen Stellen ein wenig langatmig, tut ihm der Medien-Wechsel sehr gut. Der Anime bringt mehr Geschwindigkeit mit sich, ohne allerdings an Dramaturgie zu verlieren.

Wer den Manga schon mochte, wird den Anime lieben, denn die Grund-Idee wurde sehr gut in die bewegten Bilder übertragen. Die Mischung aus Action, Drama, einigen sehr skurrilen Wesen und an passenden Stellen ein wenig Slapstick sorgt weiterhin für sehr gute Unterhaltung ohne ins Lächerliche oder Triviale abzugleiten.

Eine unsichtbare Welt

Wer Anime wie „Attack on Titan“ oder „Kabaneri of the Iron Fortress“ kennt, weiß was er von „The Ancient Magus Bride“ optisch zu erwarten hat. Die Erwartungen werden auch zu keiner Sekunde enttäuscht. Die Grafiken sind immer gestochen scharf und selbst wenn es mal ein wenig hektisch wird, bleibt den Bilder ihre hohe Qualität erhalten. Obwohl an dieser Stelle der Handlung auch lebende Toten auftauchen, werden sie so dargestellt, dass die Altersfreigabe von 12 Jahren kein Problem ist.

Inhaltlich bedient sich Kore Yamazaki munter in der internationalen Sagen- und Romanwelt, sodass die Romanfiguren Oberon und Titania scheinbar Seite an Seite mit walisischen Geistern und anderen mystischen Wesen existieren können. Dabei bleibt doch die größte Überraschung als was sich Elias letzten Endes entpuppen wird. Denn weder sein Aussehen noch seine Geschichte sind eindeutig zuzuordnen, was ihn natürlich zu einem sehr interessanten Charakter macht. Allerdings sorgen einige seiner Eigenarten schon dafür, dass sich die Zeichner wirklich Mühe geben mussten, ihn nicht zu monströs zu zeigen, denn ob er Monster und Retter ist, wird erst die Zeit zeigen.

Magie der Bilder
Freunde aus verschiedenen Welten Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Ähnlich überzeugend wie die grafische Gestaltung der Geschichte kommt auch die deutsche Verpackung daher. Erneut erscheinen die Discs in einem hübsch gestalteten Digipack mit Schuber, sodass die Sammlung im Regal schon ein Blickfang ist. Kazé gibt sich wieder alle Mühe die Magie-Fans zufrieden zu stellen. Wer sich die Volumen zwei und drei von „The Ancient Magus Bride“ zulegt, sollte aber auch direkt das vierte noch mit bestellen, denn der Cliffhanger am Ende der dritten Blu-ray sorgt dafür, dass man auf jeden Fall wissen will wie es weitergeht.

Die große, kleine Welt der Chise Hatori

Mit dem wachsenden Figuren-Cast kommen auch mehr Sprecher dazu, die sich in das Ensemble der bestehenden Charaktere einfügen müssen. Während einige wie Jacob Weigert als Ruth zwar eine längerfristige Rolle spielen, sind es gerade die Figuren, die nur sporadisch erscheinen, die eine echte Herausforderung darstellen. Obwohl Jonas Minthe als Anime-Sprecher noch nicht auf eine allzu lange Karriere zurückblickt, leistet er als Cartaphilus sadistisch-ansprechende Arbeit, denn einen solchen Charakter zu vertonen, ist keine leichte Kost.

der Magier, seine Braut und ich
Familie mal anders Bild: Kore Yamazaki/ MAG Garden / Mahoyome Partners

Insgesamt geben sich aber alle Sprecher weiterhin große Mühe ihren japanischen Pendants gerecht zu werden und die Welt der Magie für den Zuschauer greifbarer zu machen. Gleichzeitig sorgen die immer wieder dazustoßenden, echten Menschen dafür, dass der Bezug zur Realität mit all ihren Problemen und größeren und kleineren Katastrophen nicht verloren geht.

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte „The Ancient Magus Bride“ ändert sich auch das Opening und Ending. Wem welche Version besser gefällt muss jeder selbst entscheiden. Insgesamt passen das erste Opening von JUNNA und das Ending von Itoki Hana aber eigentlich besser zur Grundstimmung der Geschichte. May´ns Song „You“ wirkt an dieser Stelle einfach zu rockig und laut, sodass der Bezug zum Anime ein wenig fehlt.

Fazit The Ancient Magus Bride Vol. 2 + 3

Trotz einiger kleiner Unstimmigkeiten am Anfang und Ende weiß der Anime „The Ancient Magus Bride“ aber weiterhin zu begeistern. Vor allem das Zusammenspiel der Charaktere sorgt dafür, dass man sich als Zuschauer immer wieder fragt, was denn als nächstes so passiert. Die unerwarteten Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte spannend bleibt. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Serie die vielen Fragen, die sie aufwirft am Ende auch alle beantworten kann.

Auch die deutsche Vertonung erweist sich weiterhin auf höchster Qualität, ebenso wie die musikalische Untermalung in den Folgen. Der Opening und Ending-Wechsel zur Hälfte der Episoden bleibt Geschmackssache, sodass jeder selbst entscheiden muss, wer Version besser ankommt.

Info

Maho Tsukai no Yome / Die Braut des Magiers Visual 2

The Ancient Magus Bride 
Original Name: 魔法使いの嫁
Transkription: Mahou Tsukai no Yome
Studio: Wit Studio
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Norihiro Naganuma
Drehbuch: Koré Yamazaki / Aya Takaha
Musik: Jun´ichi Matsumoto
Synchronisation: Hamburger Synchron GmbH
Dialogregie: Stefan Brönneke
Dialogbuch: Achim Schmidt-Carstens
Freigegeben ab: 12 Jahren
Erschienen am: 07. November 2019
Länge: 24 Episoden
Genre: Drama, Fantasy, Romance
Medium: DVD, Blu-ray

REVIEW OVERVIEW

Story
93 %
Animation
93 %
Synchronisation
90 %
Preis
83 %

Unser Fazit

Weiterhin begeistert die "The Ancient Magus Bride" mit einer stimmungsvollen Mischung aus fantasievollen Figuren und einer guten Portion Dramatik. Wer den Manga schon mochte, wird den Anime ebenso schnell ins Herz schließen. Fans gut durchdachter Mystery-Geschichten kommen aber ebenfalls voll auf ihre Kosten.
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