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The Ancient Magus Bride Vol. 1 – Eine Braut für die Magie

Der Anime zur Koré Yamazakis Hin-Manga im Check

Ende 2013 gelang Kore Yamazaki mit ihrem Manga „Die Braut des Magiers“ ein Überraschungserfolg. Die Serie kam 2015 nach Deutschland und gewann auch hier schnell die Herzen der Fans. Dass da ein passender Anime bald folgen würde, war zu erwarten. Mit „The Ancient Magus Bride“ veröffentlicht Kazé die Reihe seit November 2019 auch auf Deutsch.

Die 15-jährige Waise Chise hat es nicht leicht. Sie wird in ihrer Verwandtschaft immer weiter gereicht und findet keinen Ort, an dem sie sich wirklich Zuhause fühlt. Schlussendlich entscheidet sie sich, auf einer mysteriösen Auktion als Sklavin verkauft zu werden. Ein vermummter Mann bietet eine ansehnliche Summe für das Mädchen und nimmt Chise mit nach Hause. Er stellt sich ihr als Elias Ainsworth vor, ein waschechter Magier. Chise ist eine Sly Vega und verfügt deswegen von Natur aus über magische Kräfte.

Chise, die Braut des Magiers
Sly Vega Chise Bild: Koré Yamazaki/MAG Garden / Mahoyome Partners

Während Elias ursprünglich vorhat Chise als Lehrling aufzunehmen, reift in ihm schon bald die Idee heraus, dass Chise auch eine adäquate Braut für ihn abgeben würde. Und ehe das Mädchen sich versieht ist sie die Braut des Magiers der Dornen ohne so recht zu wissen, was das für sie und ihr weiteres Leben bedeutet.

„The Ancient Magus Bride“ verbindet außergewöhnliche Kreaturen und Erscheinungen mit einer zu Herzen gehenden Geschichte, die rund um Chise und Elias aufgebaut wird. Bereits in den ersten Folgen wird klar, dass man seichte Abend-Unterhaltung in diesem Anime nicht erwarten kann, dafür ist der Drama-Anteil definitiv zu hoch.

Für die Magie geboren

Bereits zum Anfang beweist der Anime, dass dort nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Verkauf von Chise als Sklavin wird ohne viel Federlesen abgehandelt. Es scheint völlig normal, einen Menschen wie ein Haustier, als das Elias das Mädchen zu Anfang auch teilweise bezeichnet, an den Meistbietenden weiterzugeben. Bald wird allerdings auch deutlich, dass sie sich selbst für dieses Schicksal entschieden hat. Dieses Spiel zwischen eindeutiger Situation, die sich im Laufe der Zeit als völlig anders herausstellt, wird auch in anderen Teilen der Handlung immer wieder deutlich.

Gleichzeitig scheint die Handlung zwischen zwei Welten zu spielen. Auf der einen Seite sieht man Chises Vergangenheit in unserer bekannten Welt, zwischen Schule und verständnislosen Verwandten. Auf der anderen Seite gibt es die Welt der Magie und magischen Wesen, in denen sich das Mädchen aber ebenfalls ohne große Schwierigkeiten bewegt, wenn man von kleinen Startschwierigkeiten einmal absieht.

Ancient Magus Bride
Magier auf Brautschau Bild: Koré Yamazaki/MAG Garden / Mahoyome Partners

Die Beziehungen zwischen den Figuren erweisen sich ebenfalls als vielschichtig und meistens enden sie anders als anfänglich erwartet. Vor allem natürlich die Verbindung Chise und Elias steht im Fokus, wobei auch immer wieder die Schicksale der anderen Figuren angesprochen werden und den beiden oftmals helfen, ihr eigenes Gefüge zu entwickeln. Diese Verbindung, die sehr an die Schöne und das Biest erinnert, passt natürlich perfekt in die magische Welt, die Kore Yamazaki in ihrem Manga erschafft und die im Anime mit nicht weniger Fantasie erneut entsteht.

Insgesamt erweist sich die breite Palette an Themen, die in „The Ancient Magus Bride“ angesprochen werden als absoluter Pluspunkt, auch wenn selten Zeit bleibt, diese wirklich auszudiskutieren. Allerdings gelingt es dem Team um Regisseur Norihiro Naganuma selbst die dramatischste Teilgeschichte doch wieder versöhnlich enden zu lassen, sodass es der Zuschauer sich in die Spannung fallen lassen kann und keine Angst haben muss, unsanft zu landen.

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Eine Welt aus verschlungenen Wegen

Auch was die grafische Umsetzung der Vorlage angeht, steht das Wit Studio dem Manga in Nichts nach. Die Welt der Magie präsentiert sich in den schillerndsten Farben. Wobei auch die dunkle Seite auch grafisch gesehen ihren Reiz hat. Die gleiche Sorgfalt ließen die Verantwortlichen aber auch den Figuren zukommen.

Vor allem Elias bietet als Mischung zwischen Mensch und Monster einiges an Material, selbst wenn durch den Manga natürlich das generelle Charakter-Design vorgeben ist. Erfreulicherweise hat das Wit Studio auch die Slap-Stick-Szenen aus dem Manga übernommen, die auch sehr ernste Momente immer wieder humoristisch auflockern. Gerade diese kleinen Einspielungen tragen insgesamt zum Charme der Serie bei und wurden auch in den Anime sehr gut integriert, ohne das hohe Gesamt-Niveau der Zeichnungen zu stören.

Slap Stick in der Welt der Magie
magischer Slap Stick: Bild: Koré Yamazaki/MAG Garden / Mahoyome Partners

Der Anime zu „The Ancient Magus Bride“ macht also alles das richtig, was den Fans auch am Manga gefällt, selbst wenn er nicht viel Neues mit sich bringt. Wer den Manga bereits gern gelesen hat, wird auch im Anime nicht enttäuscht. Fans fantasievoller Welten, in denen sich Figuren bewegen, die dem Zuschauer ebenfalls bald an Herz wachsen, sollten auf jeden Fall auch einen Blick riskieren.

Zwischen den Welten

Auch das den Sprechercast angeht, lässt die deutsche Umsetzung wenig Wünsche offen. Sowohl die Sprecher der Hauptfiguren als auch der Nebencharaktere können im Großen und Ganzen in ihren Rollen überzeugen. Da viele Figuren nicht mehr als ein Auftritt vergönnt bleibt, haben natürlich die meisten Sprechen auch nicht viel Zeit um sich in „The Ancient Magus Bride“ zu präsentieren.

The ancient Magus
Elais Ainswoth, der Magier der Dornen Bild: Koré Yamazaki/MAG Garden / Mahoyome Partners

Achim Buch macht als Elias Ainsworth einen mehr als ansprechenden Job, selbst wenn er noch nicht über so viel Anime-Erfahrung verfügt. Da sein Charakter in seiner normalen Gestalt nur einen Gesichtsausdruck zur Schau trägt, muss gerade Achim Buch viele über die Stimme kommunizieren, was ihm wirklich sehr gut gelingt. Auch Franciska Friede weiß als magische Braut durchaus zu überzeugen, selbst wenn sie teilweise eine wenig zu alt für eine 15-jährige Schülerin wirkt. In Anbetracht der Geschichte, die Chise aber hinter sich hat, ist es nur natürlich, dass sie schnell erwachsen werden musste, was sich auch in ihrer Stimme wiederspiegeln kann.

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Fazit

Wer sich einen netten Fernseh-Abend machen und in eine andere Welt abtauchen möchte, macht mit „The Ancient Magus Bride“ definitiv keinen Fehler. Allerdings ist der Anime nicht unbedingt etwas für Zwischendurch, die verschiedenen Dramen und persönlichen Schicksale, die zur Sprache kommen, nehmen den Zuschauer so gefangen, dass man mit Spannung auf die nächste Wendung wartet.

Unterstützung durch eine schöne Musik und einen ansprechenden Synchron-Cast erweist sich die Serie als eben solcher Hit, wie die Manga-Vorlage. Kazé liefert mit dem ersten Volume der Reihe eine schicke Box für die komplette Serie. Auch der Digi-Pack um die Disc an sich erweist sich als absoluter Blickfang, der die hohe Qualität der Reihe noch unterstreicht.

Ancient Magus Bride 1
Volume 1 The Ancient Magus Bride Bild: Koré Yamazaki/MAG Garden / Mahoyome Partners

Info

The Ancient Magus Bride 
Original Name: 魔法使いの嫁
Transkription: Mahou Tsukai no Yome
Studio: Wit Studio
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Norihiro Naganuma
Drehbuch: Koré Yamazaki / Aya Takaha
Musik: Jun´ichi Matsumoto
Synchronisation: Hamburger Synchron GmbH
Dialogregie: Stefan Brönneke
Dialogbuch: Achim Schmidt-Carstens
Freigegeben ab: 12 Jahren
Erschienen am: 07. November 2019
Länge: 24 Episoden
Genre: Drama, Fantasy, Romance
Medium: Disc

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Unsere Meinung

Story
93 %
Animation
91 %
Synchronisation
89 %
Preis
83 %

Unser Fazit

"The Ancient Magus Bride" – "Die Braut das Magiers" war bereits als Manga eine Erfolgsgeschichte, die durch eine ansprechende Anime-Serie noch ergänzt wird. Die Mischung aus Drama, Fantasy und Action zieht den Zuschauer direkt in seinen Bann und lässt ihn mit Spannung auf die nächste Wendung warten.
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