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Eine Welt voller Magie

The Irregular at Magic High School – Ist das noch Schule oder schon Krieg?

KSM Anime veröffentlichte vor Kurzem den Anime „The Irregular At Magic High School“ als Gesamtbox. Eigentlich eine gute Zeit, noch einmal genau in den Anime zu schauen, auch in der Hinsicht, dass bald endlich die zweite Season startet.

Gleich vorweg, das ist keine unserer üblichen Reviews und enthält einige Spoiler. Also, wer den Anime noch nicht kennt, wegklicken, oder auf eigenes Risiko lesen.

Magier, Politik, Ränkespielen

„The Irregular At Magic High School“ spielt am Ende des 21. Jahrhunderts, die Staaten wetteifern weltweit darin, ihre Magier perfekt auszubilden, um das Gleichgewicht der Mächte aufrechtzuerhalten.

Miyuki und ihr großer Bruder Tatsuya werden an der berühmten Ersten staatlichen Magie-Oberschule aufgenommen und Miyuki wird dort sofort zur Vertreterin der neuen Schüler gewählt. An der Schule gibt es die Kurs 1 Schüler, sie sogenannten „Blooms“, die aufgrund ihrer Prüfungsergebnisse die Elite sind und die Kurs 2 Schüler, die „Weeds“, die als eine Art Reserve gelten, falls ein „Bloom“ ausscheidet. Tatsuya schafft es trotz herausragender Fähigkeiten nicht, in die Elite aufgenommen zu werden und muss sich fortan als Kurs 2 Schüler behaupten.

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Soweit die Beschreibung. Eigentlich könnte man nun schon schreiben: „Der Anime ist gar nicht übel, 90 Punkte“, aber so einfach ist das bei dieser Serie nicht.

Die Geschichte ist interessant, sie bedient sich ja auch einem häufig genutzten Klischee: Ein Junge, mit ordentlichem Talent, kommt an eine Schule und dort verkennt man sein Können. Das führt natürlich zu einigen „AH HA“-Momenten und die Grundgeschichte, also Magier usw. ist sowieso immer gut. Das allein reicht eigentlich aus, um viele Anime-Fans zu begeistern. Na ja, und Action findet man auch genug.

Dazu kommt noch, dass KSM Anime hier eine Synchronisation abliefert, die immer noch als eine der Besten deutschen Synchrons gilt und das zurecht, aber dazu später mehr.

„The Irregular At Magic High School“ etwas chaotisch erzählt, aber trotzdem gut

Tja nur irgendwie hat die ganze Geschichte ein Problem, sie ist nicht ganz so einfach nachzuvollziehen.

Tatsuya ist laut der Aussagen im Anime nur mit spärlichen Fähigkeiten ausgestattet, passt ja auch zum Titel „Der schlechte Schüler der Magie-Oberschule“. Man wird allerdings recht schnell eines Besseren belehrt und im Laufe der Geschichte merkt man, dass er eigentlich der stärkste Charakter in der Serie ist. Problem dabei, es gibt keinen roten Faden, wie er diese Fähigkeiten entwickelt und passt nicht so ganz mit den Aussagen und Reaktionen zusammen, die man immer wieder hört.

The Irregular at Magic High School 25

 

Immerhin kann die Figur sogenannte Antriebsformeln für Magie erkennen, die laut der Serie über zig tausend Zeilen verfügen. Gut das ist halt eine bemerkenswerte Auffassungsgabe, aber er schießt durch Wände, lässt Menschen oder LKWs verschwinden, schnippt einmal und sein Gegner kippt ohnmächtig um usw. ach und ganz nebenbei benutzt er „Zauber“, die geheim oder kompliziert sind.

Zwar wird erklärt, dass seine Fähigkeiten daher so gering sind, weil er zu lange braucht, um „Zauber“ zu starten, allerdings merkt man irgendwie nichts davon.

Ach ja und dann wäre da noch die kleine Tatsache, dass er eigentlich nur eine Magie wirken kann und das ist dann, so ganz nebenbei, eine extrem mächtige. Aber auch das wird in der Serie erklärt, kann er dadurch keine andere Magie benutzen. So als geneigter Zuschauer fragt man sich dann: Was macht er denn die ganze Zeit? Klar er nutzt hier und da ein sogenanntes „Cat“, aber in vielen Szenen wiederum auch nicht.

Hier merkt man, dass die eigentliche Erklärung, also was vor dem Start der Geschichte des Anime passiert ist, fehlt. Das hat übrigens nichts mit der Übersetzung zu tun, im japanischen ist es genau das Gleiche. Es war also kein übereifriger Übersetzer am Werk.

Auch in der Grundgeschichte gibt es so einige kleine Sachen, die man etwas schwer nachvollziehen kann. Vergleicht man die Aussagen am Anfang und am Ende, fällt das besonders auf. Aber hier will ich jetzt nicht zu viel verraten.

So ganz schlüssig wird „The Irregular At Magic High School“ also nicht erzählt, aber hätte man andere Serien dafür zerrissen, stört das hier überhaupt nicht. Denn der Anime hat eine gewisse Sonderstellung, jedenfalls bei mir.

Denn trotz der manchmal etwas schwierig nachvollziehbaren Entwicklung rund um Tatsuya, macht die Serie einfach Spaß.

Zuerst einmal seine Schwester, die offensichtlich etwas mehr von ihrem Bruder hält, als Schwestern eigentlich tun sollten. Das wird öfters auch mal humorvoll auf die Spitze getrieben, wirkt aber irgendwie auch ganz niedlich.

The Irregular at Magic High School 24

Tatsuya selbst ist „halb“ unnahbar, was aber zum Schluss auch erklärt wird. Der Charakter ist ein Tausendsassa, irgendwie kann er alles, aber angeblich auch wieder nicht. Zudem lehnt ihn seine Familie ab, wieso erfährt man im Anime allerdings nicht, hier sollte man die Light Novel lesen. Eigentlich schade, dass der Teil ausgelassen wurde, denn dann würde man einiges besser verstehen.

Der Rest der Charaktere verkommt im Anime nicht zu Nebendarstellern, denn alle sind durchdacht und wichtig für die Geschichte. Sei es die Schülersprecherin Mayumi Saegusa oder die Vorsitzende des Disziplinarausschusses Mari Watanabe. Es kristallisiert sich sehr schnell heraus, dass sich viele Charaktere um Tatsuya scharen.

Und wer nun meint: „Der Charakter wird wohl von vielen weiblichen Charakteren angehimmelt“, der hat durchaus recht, aber das ist so dezent in der Serie dargestellt, das viel Freiraum für Spekulationen bleiben.

KSM liefert ein Genuss für die Ohren

Der Anime erschien in Deutschland 2015, kurz nach der Ausstrahlung in Japan und das mit einer Synchronisation, die damals seines Gleichen suchte und auch heute noch mit zu den besten Synchronisationen gehört.

DMT Digital Media Technologie GmbH hat hier ganze Arbeit geleistet, denn die Stimmen sind bei vielen Charakteren deutlich angenehmer als die japanischen Originalstimmen und das soll was heißen.

Allein Tatsuya, der von Christian Stark gesprochen wird, ist perfekt umgesetzt worden. Dazu kommt, dass die „Höflichkeit“, die die Schüler an den Tag legen, auch in der deutschen Fassung sehr gut umgesetzt wurde, sodass sich ein manchmal witziger Mix ergibt.

Auch die anderen deutschen Stimmen sind sehr gut ausgewählt worden und es wurde sehr stark darauf geachtet, dass das wesentliche aus dem Japanischen ins Deutsche übernommen wurde.

Tja, und zur Veröffentlichung selbst kann man nicht viel sagen, fünf Blu-Ray in einem dünnen Schuber, ist für den Preis von 89,99 Euro okay. Klar, man könnte sich mehr wünschen, aber für 26 Episoden, eine sehr gute Synchronisation rechtfertigt den Preis auch so.

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Mein Fazit:

Wenn man die Serie genau anschaut, fallen einem einige Ungereimtheiten in der Grundgeschichte und auch in der Entwicklung des Hauptcharakters auf, aber man kann sie auch ignorieren. Die Geschichte ist interessant und auch wenn man „The Irregular At Magic High School“ immer mal wieder anschaut, kommt es vor, dass man etwas mitbekommt, das man vorher übersehen hat.

Interessante Charaktere und eine sehr gute deutsche Synchro runden den Anime ab und machen ihn nicht nur für jüngere Anime-Fans interessant, auch die älteren Semester dürften hier gute Unterhaltung finden.

Und das Beste: eine zweite Season wurde endlich angekündigt und wird im Oktober starten.

Info
The Irregular At Magic High School
Original Name: 魔法科高校の劣等生
Transkription: Mahōka Kōkō no Rettōsei
Studio: Madhouse
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Manabu Ono
Drehbuch Munemasa Nakamoto, Yukie Sugawara, Yukito Kizawa
Musik: Taku Iwasaki
Erschienen am: Komplettbox 2020
Synchronisation: DMT Digital Media Technologie GmbH
Dialogregie:  Detlef Klein
Länge: 26 Episoden
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Sport, Ecchi
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Bei Anime Planet kaufen

REVIEW OVERVIEW

Story
80 %
Animation
95 %
Synchronisation
98 %
Preis
91 %

Unser Fazit

Interessante Charaktere und eine sehr gute Deutsche Synchro runden den Anime ab und machen ihn nicht nur für jüngere Anime-Fans interessant, auch die älteren Semester dürften hier gute Unterhaltung finden.
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