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Wenn dem Wunderkind der gesunde Menschenverstand fehlt

Wise Man´s Grandchild – ein etwas witziger Isekai

Isekai dürfte wohl das Genre sein, das aktuell mit zu den beliebtesten der Anime-Welt gehört. Zu diesem Genre zählt auch „Wise Man´s Grandchild“, der auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich aus der Masse hervorsticht, bei dem sich aber ein zweiter Blick lohnt.

Aber fangen wir ganz von vorne an. In den ersten Minuten wirkt die Geschichte genau so, wie wir sie schon zig mal gesehen haben. Arbeitstier macht Überstunden, geht irgendwann nach Hause und kommt dabei ums leben. Nächste Szene: Eine andere Welt, der Mann ist nun ein Kind und hat – wie sollte es anders sein – besondere Fähigkeiten.

Üblicher Einstieg in einen Isekai Anime

Bei „Wise Man´s Grandchild“ ist diese Fähigkeit ein überaus großes Verständnis für Magie und dazu noch ordentlich Macht.

Also nicht wirklich originell, aber der Einstieg in eine Isekai-Serie ist ja mittlerweile auch nicht mehr wichtig. „Mensch, Tod, Neue Welt, Superpower“ – damit hat man fast alle Isekai-Anime zusammengefasst.

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Der Mann heißt nun Shin und wir erleben rasant, wie er von einem 5-jährigen Jungen zu einem jungen Mann heranwächst. Dabei sieht man, dass er zum Beispiel Superkräfte hat.

Ausgestattet mit ordentlich magischer Power
Ausgestattet mit ordentlich magischer Power. Bild: Kadokawa

Immer wieder kleine Seitenhiebe bei „Wise Man´s Grandchild“

Aber genau hier geht dann auch das los, was „Wise Man´s Grandchild“ in meinen Augen sehr unterhaltsam macht: der Humor, der immer wieder kleine Seitenhiebe auf bekannte Situationen in anderen Anime liefert. Zum Beispiel das Aufsagen langer Sprüche, wenn man seine Kraft aktiviert (inklusive peinlicher Bewegungsabläufe).

Die Geschichte wird auch nach und nach immer actionreicher, bis sie in einem großen Knall endet (im wahrsten Sinne des Wortes). Und man bekommt auch eine Romanze präsentiert, die sogar abgeschlossen wird.

Eine Romanze mit Happy End.
Eine Romanze mit Happy End. Bild: Kadokawa

Ein weiterer Pluspunkt sind auch die Interaktionen der Charaktere, die oft einen gewissen Humor beinhalten, der nicht so sichtbar wie in einen gewissen Need-Isekai ist, aber oft ein Lachen ins Gesicht zaubert.

Synchronisation entschärft den Humor

Leider muss man hier auch auf die Synchronisation zu sprechen kommen, denn die deutsche Fassung hat an einigen Stellen den Humor leider entschärft. In einigen Szenen hätte man die Übersetzung besser anpassen können, zum Beispiel wie Shin auf den Sohn des Vizeschatzmeisters trifft. Im Original kam diese Szene humorvoller rüber. Das passiert leider in einigen Szenen und ist sehr schade, denn in meinen Augen wertet das „Wise Man´s Grandchild“ etwas ab.

Apropos Synchronisation, da ich den Anime bei Wakanim bereits ein paar mal angeschaut habe, bin ich natürlich sehr stark an die japanischen Originalstimmen gewöhnt. Zwar sind alle deutschen Stimmen nicht schlecht gewählt, aber ich habe etwas gebraucht, um mit den deutsch sprechenden Shin warmzuwerden.

Florian Marissal macht einen wirklich guten Job, aber die Stimme ist etwas kraftvoller. Wenn man sich daran aber gewöhnt hat, findet man bei der Synchronisation eigentlich nur die Stimme von Yuri Carlton zum Schluss etwas nervig, aber das ist ja bekanntlich eine Sache des Geschmacks.

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Das aber der Name von Sicily von Claude „Sizilien“ ausgesprochen wird, empfinde ich als störend. Gut, hier spielt natürlich auch wieder rein, dass ich den Anime vorher ein paar Mal in OMU gesehen habe.

Bei der Animation zeigt sich „Wise Man´s Grandchild“ eher durchschnittlich, was ja nichts schlechtes ist, denn so weiß man, was einen erwartet. Die Kampfszenen sind rasant und auch sonst gibt es mal mehr oder weniger Detailreichtum in den Szenen.

Fazit: solider und unterhaltsamer Anime

Das Fazit zu diesem Anime ist insgesamt wohl als solide zu bezeichnen. Die Synchronisation ist nicht schlecht, auch wenn hier und da etwas vom Original-Humor „wegübersetzt“ wurde und die Sache mit „Sizilien“ ist etwas schade. Trotzdem geben sich die Synchronsprecher wirklich Mühe, überall die richtige Betonung zu treffen, was ihnen auch gelingt.

Die Animation ist gut, klar besser geht immer, aber schlechter auch. Hier gibt es nichts zu meckern. Ansonsten bekommt man eine Geschichte, die sehr gut unterhält und einen immer mal wieder zum Lachen bringt. Der Anime schließt die Geschichte allerdings nicht ab, auch wenn das Ende gut gewählt wurde. Eine zweite Staffel wäre aber schön.

Kazé hat sich viel Mühe gegeben, den Fans etwas zu bieten, denn man bekommt einen ansprechenden Sammelschuber und drei Digipacks mit Poster, ausführlichen Booklets usw. Und ganz ehrlich, ich weiß nicht wieso, aber ich habe einen Narren an dieser Serie gefressen.

Info

Schuber
Bild: Kazé

Wise Man´s Grandchild
Original Name: 賢者の孫
Transkription: Kenja no Mago
Studio: Silver Link
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Masafumi Tamura
Drehbuch: Tatsuya Takahashi
Musik: Kow Otani
Offizielle Webseite: http://kenja-no-mago.jp/
Erschienen am: April 10, 2019
Synchronisation: DMT
Dialogregie: Martin May
Dialogbuch: Timo R. Schouren
Länge: 12 Episoden insgesamt
Freigegeben ab: 12
Genre: Isekai
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit deutschen Untertiteln
Medium: Disk (DVD und Blu-ray)
Bei Amazon kaufen

Unsere Meinung

Story
89 %
Animation
88 %
Synchronisation
77 %
Preis
80 %

Unser Fazit

Das Fazit zu diesem Anime ist insgesamt als solide zu bezeichnen. Die Serie unterhält und hat einige witzige Szenen. Die Action und Romantik kommt auch nicht zu kurz.
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