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Auch die beste Reihe geht einmal zu Ende – IP Man 4: The Finale kommt ins Kino

Wir haben den Film vorab für euch gesehen

Freunde des Kampfsport-Kinos, macht euch bereit! Regisseur Wilson Yip bringt mit „IP Man The Finale“ den vierten Teil der Martial-Arts-Reihe aus Hongkong in die deutschen Kinos.

Nach der Weltpremiere im Dezember 2019 kommt der Film ab dem 5. März auch in die deutschen Kinos. Wir haben ihn vorab für euch gesehen.

Teil 1 von IP Man kam bereits 2008 ins Kino

„IP Man“ erzählt die Geschichte des historischen Großmeisters der Kampfkunst Wing Chung, IP Man, der von 1893 bis 1972 lebte. Er gilt als Begründer der modernen Wing Chung Kunst und wurde vor allem durch seinen prominentesten Schüler bekannt – Bruce Lee.

Der erste Teil der „IP Man“-Reihe kam 2008 ins Kino, seitdem ist die Besetzung des Produktionsteams gleich geblieben. Wilson Yip übernahm die Regie, Edmond Wong das Drehbuch, Raymond Wong die Produktion und Donnie Yen schlüpfte in die Rolle der Hauptfigur. In diesem Teil neu hinzugekommen ist Action-Regisseur Yuen Woo-Ping, der unter anderem aus „Kill Bill“ bekannt ist.

Sprung nach Amerika

Erzählerisch macht „IP Man The Finale“ da weiter, wo der dritte Teil aufgehört hat. Nach dem Tod seiner Frau geht IP Man nach San Francisco, um eine Schule für seinen Sohn zu finden und seinem Schüler Bruce Lee beim Aufbau eines Wing-Chun-Trainingscenters zu helfen.

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Doch seine ungewöhnlichen Lehrmethoden sorgen für Anfeindungen von chinesischen und westlichen Martial-Arts-Kämpfern. Dabei treffen die verschiedensten Kampfformen aufeinander und die Auseinandersetzungen spitzen sich zum unausweichlichen Clash der Kampfkunst-Disziplinen zu. Die zentrale Frage des Films wird dadurch, welche Kampfkunst die überlegene ist und ob man sie überhaupt hierarchisieren sollte.

Rassismus als zentrales Thema

Auf mehr Inhalt wollen wir hier gar nicht eingehen, da solltet ihr euch im Kino selbst überraschen lassen. Doch vom Stil her lässt sich sagen, dass der Film erheblich dunkler ist als seine Vorgänger. Es werden wie in den Vorgängern neben den Kampfszenen auch ernste Themen angesprochen. Das in diesem Film vorherrschende ist dabei der Rassismus der unterschiedlichen Kulturen.

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IP Man 3 – Die Geschichte einer Legende geht zu Ende

In Amerika trifft IP Man auf eine Menge Vorurteile gegenüber seiner Kultur und seiner Kampfkunst. Die Amerikaner vertreten ganz andere Kampfansichten und sind nicht erfreut, als IP Man diese mit in ihr Land bringen will. Aber nicht nur er, sondern auch fast alle anderen Figuren haben in dem Film immer wieder mit Rassismus zu kämpfen. Damit greift der Film ein Thema auf, das in den 1960er Jahren leider ebenso aktuell war wie heute.

Technische Stärke, aber einstudierte Kampfszenen

Technisch gesehen ist der Film gelungen, die Kameraarbeit wertig. Die Bilder fangen die Atmosphäre der USA in den 60er Jahren sehr gut ein. Allerdings werden etwas viele Schnitte verwendet und die Kampfszenen wirken doch etwas zu einstudiert. Dennoch hat sich die Verpflichtung von Action-Regisseur Yuen Woo-Ping gelohnt, denn trotz des einstudierten Charakters wirken die Kampfszenen sehr wertig.

Die Leistung der Schauspieler ist durchweg überzeugend. Hauptdarsteller Donnie Yen geht weiter in seiner Rolle als IP Man auf und verkörpert ihn auch in seinem letzten Lebensabschnitt überzeugend. Aber auch seine Gegenspieler, verkörpert von Scott Adkins und Chris Collins, machen ihre Sache wirklich gut. Die deutschen Synchronsprecher sind ebenfalls gut gewählt und passen zu ihren Rollen.

Fazit

Insgesamt ist „IP Man The Finale“ ein gelungener und wertiger Abschluss der Reihe. Der Film erzählt den letzten Lebensabschnitt von IP Man mit ernsten Themen und warmen Momenten. Es ist davon auszugehen, dass der Film auch an den Kinokassen so erfolgreich sein wird wie seine Vorgänger.

Teil 3 spielte weltweit bereits 156 Millionen US-Dollar ein und machte „IP Man“ somit zur erfolgreichsten Martial-Arts-Serie der letzten Dekade. Für alle Fans von Kampfkunst kommt von uns eine klare Empfehlung!

Info
IP Man 4: The Finale
Original-Name: 葉問4:完結篇
Studio: Mandarin Motion Pictures
Erschienen am: Dezember 2019 (Weltpremiere), 05. März 2020 (Deutschland)
Regisseur: Wilson Yip
Drehbuch: Edmond Wong
Musik: Kenji Kawai
Dauer: 105 Minuten
Freigegeben ab: 16 Jahren
Genre: Martial-Arts
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