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Tanjiro gegen die Dämonen

„Demon Slayer The Hinokami Chronicles“: Kämpfen wie im Anime

Das Demon Slayer Franchise ist eines der bekanntesten Manga- und Anime-Franchises in Japan. Nach mehreren Manga und über 40 Anime-Episoden erschien 2020 der Film „Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba-The Movie: Mugen Train“, der es als erster nicht aus Hollywood stammender Film schaffte, der von den Einspielergebnissen her erfolgreichste Film des Jahres zu werden.

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Nun ist mit „Demon Slayer – The Hinokami Chronicles“ auch ein Videospiel für verschiedene Plattformen erschienen. Wir haben uns die Switch-Version einmal genauer angesehen.

Geschichte des Anime „Demon Slayer“

Das Spiel verfolgt die Geschichte der ursprünglichen Mangareihe und auch die des Films bis zum Ende des Mugen Train Arcs. Vorwissen ist dabei nicht erforderlich, man erlebt die Geschichte quasi durch die Augen des Protagonisten Tanjiro mit allen Erläuterungen.

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Tanjiro möchte Dämonenjäger werden, da Dämonen seine ganze Familie getötet haben – mit Ausnahme seiner kleinen Schwester, die selbst zu einem Dämon wurde, aber nicht zu einem so blutrünstigen, wie sie einem sonst in der Welt begegnen. Die Motive des Protagonisten sind also zum einen die Rache für den Tod der Familie, aber auch die Hoffnung auf Heilung seiner kleinen Schwester.

Recht kurze Storyline, viele Nebenmissionen

Dabei begegnet man immer wieder neuen Freunden und Gegnern, muss verschiedene Dämonen besiegen und kann zahlreiche Nebenmissionen erledigen. Die Geschichte ist in acht Kapitel unterteilt, die alle unterschiedlich lang sind. Bei manchen hat man das Gefühl, dass sie nur aus einem Kampf bestehen, andere sind sehr lang. Für die reine Story braucht man als halbwegs geübter Spieler etwa acht Stunden.

Im Versus-Modus kann man gegen verschiedenen Charaktere kämpfen
Im Versus-Modus kann man gegen verschiedene Charaktere kämpfen. Bild: Nintendo
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Allerdings gibt es sowohl in den Städten, die man besucht, als auch unterwegs zahlreiche Nebenmissionen. Durch diese kann man sicher noch einige Stunden länger spielen, wir haben aber noch nicht alle angespielt. Die, die wir gespielt haben, machen jedoch viel Spaß und man lernt noch etwas mehr über die Hintergründe der Charaktere.

Kampfsystem funktioniert gut – meistens

Das Kampfsystem basiert auf der Erfahrung des Entwicklers CyberConnect2. Dabei sind die Bereiche, die man in den verschiedenen Kapiteln besucht, recht vorgezeichnet, eine größere OpenWorld gibt es nicht. Die Kämpfe finden alle in sogenannten Arenen statt, Kampfareale, in denen man auch später im Versus-Modus mit den verschiedenen Charakteren trainieren kann.

Das Kampfsystem macht Spaß, auch wenn es nicht immer einwandfrei funktioniert
Das Kampfsystem macht Spaß, auch wenn es nicht immer einwandfrei funktioniert. Bild: Nintendo

Das Kampfsystem macht Spaß, es gibt normale Attacken, aber auch stärkere, Spezialattacken, Blocks, Konter und Kombos. Das Niveau der Gegner ist in den meisten Fällen eher leicht, bei Bossen muss man dann allerdings doch schon nach der richtigen Taktik suchen. Vor allem gegen Ende des Spiels werden diese immer anspruchsvoller, auch weil die Kombos leider nicht immer so funktionieren, wie sie sollten.

Eine Besonderheit ist der Faden zur Schwachstelle, der auftaucht, wenn man eine bestimmte Tastenkombination anwendet oder dem Gegner eine bestimmte Menge an Leben abgezogen hat. Sobald man diesen gefunden hat, kann man den Gegner mit einem Angriff ausschalten.

Schöne Optik, auch auf der Switch

Die Optik des Spiels ist sehr überzeugend, nicht nur in den Zwischensequenzen. Von diesen gibt es ziemlich viele, und sie sehen wirklich so aus, als wären sie direkt aus dem Anime entnommen – was einige sicherlich sind. Sie sind nett anzusehen, aber manchmal sind es ein bisschen viele, dann hat man für eine Weile das Gefühl, dass man nicht mehr selbst spielt, sondern den Anime anschaut.

Die Grafik ist sehr an den Anime angelegt
Die Grafik ist nah an den Anime angelehnt. Bild: Nintendo

Aber auch in den Kämpfen und Episoden, die man selbst spielen kann, muss sich die Grafik nicht verstecken. Wir haben die Switch-Version gespielt, was man grafisch natürlich spürt, aber für ein Switch Spiel ist es völlig in Ordnung. Leider kommt die Kamera während der Kämpfe manchmal nicht mit, was diese dann noch einmal erschwert.

Fazit

Als Demon Slayer Fan bekommt man von der Story her nicht viel Neues geboten, sie orientiert sich sehr an der Vorlage. Allerdings kann man einmal selbst in die Welt seiner Lieblingscharaktere eintauchen und aus der Perspektive des Hauptcharakters Tanjiro die Geschichte erkunden, was aufgrund der guten Grafik und dem eingängigen, nicht zu schweren Kampfsystem viel Spaß macht.

Als Neuling – sowohl was Demon Slayer als auch was Videospiele angeht – kommt man leicht in das Spiel. Man braucht kein Vorwissen und durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade kann man auch als Anfänger recht weit kommen. Erst im letzten Kapitel wird es dann tricky.

Besonders spannend ist auch der Versus-Modus und die Möglichkeit, verschiedene Charaktere zu spielen, sodass immer wieder Abwechslung ins Spiel kommt.

Nicht so schön ist zum Teil die Länge der Zwischensequenzen, obwohl diese zumindest sehr schön anzusehen sind, und die Tatsache, dass die Kombos im Kampf nicht immer so funktionieren, wie sie sollten. Insgesamt macht das Spiel aber viel Spaß und bietet eine kurzweilige Unterhaltung.

Info

Demon Slayer The Hinokami Chronicles
Demon Slayer The Hinokami Chronicles. Bild: Nintendo

Name: Demon Slayer – The Hinokami Chronicles
Entwickler: CyberConnect2
Erschienen am: 10. Juni 2022
Freigegeben ab: ab 16 Jahren
Genre: Action, Fantasy
Sprachen: Englisch, Japanisch (Sprachausgabe)
Medium: Switch Spiel
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"Demon Slayer The Hinokami Chronicles": Kämpfen wie im AnimeEin kurweiliger Spielspaß sowohl für Kenner der Serie als auch für Neulinge. Die Story ist recht schnell durchgespielt, aber durch die Nebenmissionen kann man auch länger Spaß mit dem Spiel haben. Die Zwischensequenzen sehen schön aus, sind aber manchmal etwas lang.