Stats

Start Popkultur Reviews Wanna be the strongest in the world! – Vom Popsternchen zur Pro-Wrestlerin
Anzeige

Wanna be the strongest in the world! – Vom Popsternchen zur Pro-Wrestlerin

Jedes Hobby ist einzigartig und viele Menschen üben gleich mehrere Aktivitäten aus. Aber wie wird man von einem Popsternchen, welches auf der Bühne glänzt, zu einer Pro-Wrestlerin, die im Ring vollen Körpereinsatz zeigt? Genau dies zeigt euch der Anime „Wanna be the strongest in the world!“

Der Anime erzählt die Geschichte von der hübschen Sakura Hagiwara, welche das strahlende Talent und der Publikumsliebling der Band „Sweet Diva“ ist. Für eine Promotion Aktion meldet sich Sakura freiwillig, ebenso wie Elena, ihre Mitstreiterin. Allerdings hat diese Aktion weniger mit Singen zu tun, sondern mit Kampfsport.

Für Sakura und Elena heißt es Ring frei, indem sie bei dem Wrestling-Team „Berserk“ in einem knappen Outfit und live vor der Kamera einen Trainingskampf absolvieren sollen. Die Top-Wrestlerin Rio Kazama zeigt den beiden Mädchen, wie hart diese Sportart ist und hat kein Erbarmen mit den beiden Mädchen. Zusätzlich lässt sie sich negativ über das Leben eines Popsternchens aus. Sakura kann diese Niederlage nicht hinnehmen und möchte die Ehre ihrer Band und ihrer Freundin Elena wieder herstellen und fordert eine Revanche.

Eine Geschichte voller Emotionen, Tränen und harter Arbeit

Sakura und Rio im Ring. Ein harter Kampf für das Popsternchen.
© ESE Project Sekatsujo

Wir fiebern mit Sakura mit, die mit voller Eifer trainiert, um eine Profi-Wrestlerin zu werden. Trotz hartem Training erlebt sie eine Niederlage nach der anderen. Nach neun Monaten tritt Sakura endlich ihre Revanche an. Zudem möchte sie Pro-Wrestlerin bleiben und an die Spitze kommen. Eine Entscheidung, mit der ihre Freundin Elena nicht leben kann. Ein neuer Abschnitt beginnt für die beiden Mädchen mit unvorhergesehen Folgen.

Mehr zum Thema:
Aokana - Four Rhythm Across the Blue und der Zirkus im Himmel

Wie Sakuras Weg in der Welt des Pro-Wrestlings endet, erzählt „Wanna be the strongest in the world!“ als nervenaufreibende kurze Geschichte, die eine Mischung aus Sport, Ecchi, Action und einem Hauch Drama darstellt. Der Manga ist in Japan mit fünf Bänden abgeschlossen. Bisher gibt es aber noch keinen deutschen Release der Bücher.

Zu Anfang war der Anime teilweise etwas mühselig, da man sich an Sakuras Schmerzensschreie gewöhnen musste, welche in jeder Folge ihren Auftritt hatten. Die explizite Darstellung des weiblichen Körpers wird dem Genre Ecchi gerecht und auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sich dieser Anime überwiegend an das männliche Publikum richtet.

Doch wenn man die Story aus der Sicht eines Sport-Animes betrachtet, lässt sich die Zielgruppe erweitern. Man wird als Laie in diese Sportart hineingeführt und lernt von Folge zu Folge mehr dazu. Anstatt das der Anime langatmig wird, fiebert man eifrig mit, da sich der Spannungsbogen immer weiter aufbaut ohne einzubrechen.

KAZÉ Deutschland veröffentlichte den Anime mit 12 Episoden ab April 2018 in zwei Volumens.

Sakura gibt nicht auf.
© ESE Project Sekatsujo

Der Anime umfasst zwölf Episoden, dementsprechend entwickelt sich die Handlung relativ schnell und trotzdem bleibt genug Zeit in den knapp 290 Minuten, um Sakuras Geschichte vernünftig zu erzählen.

Da die Vergangenheit einiger Charaktere angesprochen wird, erhofft man sich mehr Input, welcher leider ausbleibt. Rückblicke in die Leben der verschiedenen Charaktere fällt somit weg. Die Beweggründe muss man sich mithilfe der gegebenen Informationen selbst zusammenreimen, was sehr schade ist.

Es werden viele Charaktere vorgestellt, sodass der Fokus nicht nur auf Sakura und Elena liegt. Allerdings bleiben die Charaktere überschaubar, man kann sich gut auf jeden einstellen ohne das es zu überladen wirkt. Die Beziehungen der Charaktere untereinander bilden kein perfektes Bild wie im Märchen. Es gibt viele Auseinandersetzungen und Probleme, die gelöst werden müssen. Obwohl der Anime in den ersten Folgen eher nach einer 0-8-15 Story aussieht, wird man eines Besseren belehrt. Es steckt mehr Gefühl und Drama darin als zuerst angenommen.

Opening und Ending sind angenehm anzuhören, ohne das man sie überspringen möchte. Auch die Hintergrundmusik passt gut in die jeweiligen Szenen, sie ist weder aufdringlich, noch störend.

Der Anime „Wanna be the strongest in the world!“ lief in Japan von Oktober bis Dezember 2013. Dementsprechend ist der Anime schon ein wenig älter, doch die Animation der Charaktere wirkt immer noch frisch. Besonders die Trainings- und Wettkampfszenen wurden in guter Qualität umgesetzt.

Gespart hat man aber leider an den Hintergrundszenen, welche, bei genauerer Betrachtung, sehr achtlos produziert wurden. Positiv anzurechnen ist, dass der Anime nicht zensiert wurde.

Da das Genre Ecchi eines der Hauptthemen ist, wurden besonders die Hauptcharaktere ausdrucksstark in Szene gesetzt. Sakura, Elena und Misaki beispielsweise haben nicht nur einen makellos gebauten Körper und wunderschöne Haare, sondern sind zudem auch sehr großzügig in ihrer Oberweite ausgestattet – ein Merkmal, das nicht jedem Charakter geschenkt wurde.

Die Idols von Sweet Diva
© ESE Project Sekatsujo

Die deutsche Übersetzung übernahm das Studio Reinhold Kospach – Synchron aus Berlin, welches schon einige Animes ins Deutsche übertragen hat. Die Dialoge sind passend ins Deutsche übertragen und auch die deutschen Stimmen wurden gut auf die Figuren und deren Charakteren angepasst.

Sakura wurde von Jenny Maria Meyer gesprochen, welche der Hauptprotagonistin eine typisch weiblich niedliche und etwas hohe Stimme verlieh, die Sakuras Wesen gut beschreibt. Allerdings hören sich Sakuras ‚gestöhnte‘ Schmerzensschreie etwas gestellt an und wirken somit nicht mehr authentisch.

Mein Fazit zu Wanna be the strongest in the world!

Ich war anfangs sehr skeptisch dem Anime gegenüber und vermutete, dass die Story eher oberflächlich und flach sei, nach dem Motto „nur nackte Haut fürs Auge und Geschrei für die Ohren“.

Aber ich wurde eines Besseren belehrt und war positiv überrascht. Sakura und alle anderen Charaktere habe ich ins Herz geschlossen, da sie dem Anime einen ganz eigenen Charme verleihen. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich Sakuras Weg entwickelt und welche Hürden sie noch zu nehmen hatte. Besonders ihr sanftes und gutmütiges Wesen hat mich angesprochen.

Selbst für jemanden, der kein Ecchi Fan ist, aber Anime mit dem Thema Sport und einer guten Story mag, würde ich den Anime empfehlen.

Info
Wanna be the strongest in the world!
Original Name: 世界でいちばん強くなりたい!
Transkription: Sekai de Ichiban Tsuyoku Naritai!
Studio: Arms Corporation
Deutscher Publisher: KAZÉ Deutschland
Regisseur: Rion Kujo
Dialogbuch: Michael Wiesner
Musik: Kayō Konishi, Yukio Kondō
Erschienen am: 30. April 2018 (Deutschland)
Synchronisation: Reinhold Kospach – Synchron, Berlin
Dialogregie: Reinhold Kospach
Länge: 12 Episoden
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Sport, Ecchi
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Bei Amazon kaufen
Story
70 %
Animation
75 %
Synchronisation
83 %
Preis
60 %

Unser Fazit

Fazit: Man wurde positiv überrascht. Sakura und alle anderen Charaktere schließt man ins Herz, da sie dem Anime einen ganz eigenen Charme verleihen. Selbst für jemanden, der kein Ecchi Fan ist, aber Anime mit dem Thema Sport und einer guten Story mag, ist dieser Anime eine Empfehlung wert.
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren: